News Bergwacht Herbrechtingen

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Verschüttetensuche praktisch

Der Gruppenabend führte letzte Woche kurzfristig sechs Skitourengänger nach Jungholz zur Ausbildung im Umgang mit Verschüttetensuchgeräten. Die Verhältnisse waren bei 15-20cm Neuschnee und guten Pistenverhältnissen bestens. In Abstimmung mit der örtlichen Bergwacht und den Liftbetreibern stiegen die Teilnehmer auf der gesperrten Piste bis zur Bergstation auf. Bei der Abfahrt im Pulverschnee übte man die Suche vorher vergrabener und sendender Geräte die einen Verschütteten simulieren. Im Normalfall trägt jeder Skitourengänger diesen lebensrettenden Sender am Körper um im Notfall schnell geortet zu werden. Intensiv trainierten die Mitglieder der Bergwacht unter realistischen Bedingungen die Handhabung des sogenannten „Piepsers“ und die effektive, zeitnahe Abfolge der erforderlichen Maßnahmen bis zum Auffinden.

Neues Jahr, altes Problem

Letzte Woche informierten Spaziergänger den Vorstand über Hinterlassenschaften an der Bindsteinhütte. Daraufhin stellte der Hüttenwart bei einer Kontrolle Flaschen, zwei Bierkästen, verbranntes Holz vor den überdachten Bänken, Böller und Raketenreste fest.  Dies lässt auf ein Silvesterfest im Naturschutzgebiet schließen. Der hinterlassene Abfall wurde in große Müllbeutel gepackt und auch der Rest mußte mal wieder ehrenamtlich entsorgt werden. Das Bierkästen nicht mehr mitgenommen oder wie schon vorgekommen, eingepacktes Fleisch, Würstchen und volle Getränkeflaschen einfach nicht den Weg Richtung Parkplatz finden ist anscheinend heutzutage normal. Hier ein sauberes Umfeld zu schaffen gehört zum Grundverständnis der Bergwachtmitglieder aber es wäre wünschenswert wenn Mitmenschen es nicht zusätzlich durch solche Vorfälle strapazieren.

 

 

Jahresabschluß und Terminvorschau

Zum Jahresabschluß traf man sich zum Grillen am Bindstein. Bei Minustemperaturen wärmte das Feuer nicht nur Wurst und Fleisch sondern auch die dicht darum gedrängten Mitglieder.

Die Vorstandschaft wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern, ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit und einen guten Rutsch in das neue Jahr.

Am 13. Januar geht es am ersten Gruppenabend weiter mit dem Thema Skitouren und Verschüttetensuche/Gerätetraining.

Imagefilm an Jubiläumsveranstaltung vorgestellt

Die Idee eines Imagefilms zum 50jährigen Jubiläum der Bergwacht entstand schon in 2021. Im März erfolgten die ersten Gespräche mit Marcus Fache, Inhaber der Werbeagentur Dreamland in Schnaitheim. Daraus entwickelte sich eine enge und im Laufe der Zeit, vertrauensvolle Zusammenarbeit auf beiden Seiten. Leider machten dann im Herbst die Coronavorgaben den letzten Dreharbeiten und der Jubiläumsveranstaltung einen Strich durch die Rechnung.  Als im neuen Jahr endlich wieder Lockerungen bei Zusammenkünften erlaubt waren konnten die letzten Aufnahmen abgedreht werden. Insgesamt hatte man miteinander viel Spaß und einen Einblick in den immensen Zeitaufwand für knapp drei Minuten Film. Die finale Version präsentierte nun Marcus Fache selbst als Moderator der Jubiläumsveranstaltung mit Ines Papert und Luka Lindic zum ersten mal der Öffentlichkeit. In ca. drei Minuten wird das ganze Spektrum der Bergwacht beleuchtet. Für die freundschatliche vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Marcus und seinem Team, bei den Dreharbeiten und in vielen Gesprächen, bedanken wir uns hier nochmals recht herzlich.

Auf unserer neu gestalteten Homepage findet ihr den Imagefilm (Startseite) und ebenso die Slide Show (Über uns- Geschichte), welche einen guten Überblick über 50 Jahre Bergwacht in Herbrechtingen vermittelt.

Als Ehepaar und Profialpinisten ein starkes Team

Zwischen Vorträgen beim DAV Mainz und dem "Bergsichten-Berg+Outdoor Filmfestival" in Dresden waren die mehrmalige Eiskletterweltmeisterin Ines Papert und ihr aus Slowenien stammender Mann und Spitzenalpinist, Luka Lindic, zu Gast in Herbrechtingen. Bei ihrer Ankunft erklärten sie sich spontan für ein Gruppenbild mit den Bergwachtmitgliedern bereit.

Nach dem Empfang mit geladenen Gästen anlässlich des 50jährigen Jubiläums sah man der Hallenöffnung noch mit gemischten Gefühlen entgegen, da die zwei Alpinisten eher nur einer speziellen Szene bekannt sind. Tatsächlich kamen viele Szenekenner aber auch sonstig Interessierte zum Vortrag. Der Abend übertraf dann doch die Erwartungen und begeisterte Zuschauer wie Organisatoren. Nach der professionellen Anmoderation von Marcus Fache führten Ines und Luka in lockerer, authentischer Art im Wechsel ihr Publikum durch den Abend. Erzählten vom Stillstand im Lockdown an ihrem Wohnort Bayerisch Gmain im Berchtesgadener Land. Von den Plänen dem zu entkommen, neues zu entdecken, in der Heimat und später, in der unendlichen Weite Alaskas am Mount Huntington oder im Slowenischen Fels.

Das beide am Berg nicht alles riskieren erfuhr das zahlreiche Publikum auch im Laufe des Abends von den Vortragenden. Die Faszination für Natur und Berge, die Freiheit zu spüren und zu genießen ist aber ihre Leidenschaft und Berufung. Das machten sie eindrücklich in ihren Erzählungen, zu den zum Teil atemberaubender Bilder, deutlich. Als Ehepaar klettern sie noch nicht so lange schwierigste Routen. Einfacher macht es das nicht, so Luka. Man fühlt mehr mit wenn der Partner bei einem Projekt scheitert oder mehr Probleme hat wie man selbst. Doch für Beide ist es ein riesengroßes Glück das sie sich in der Zeit des Stillstandes hatten und haben, sagen Ines und Luka.

Nachdem „Face to Face“ mit viel Beifall belohnt wurde, beantwortete das Paar noch Fragen aus dem Publikum und war danach für Gespräche im Foyer präsent.

 

Als Nachtquartier bevorzugten sie ein Lager in der Rettungsstation auf der Hohen Wart. Dort unterhielt man sich noch in gemütlicher Runde mit beiden wenn schon mal unsere Alpinisten und Kletterer die Gelegenheit dazu hatten. Nach dem gemeinsamen Frühstück reisten Ines und Luka zum „Bergsichten-Berg u. Outdoor Filmvestival“ nach Dresden weiter und hinterließen bei allen eine bleibenden Eindruck mit schönen Erinnerungen.

12.11.2022 50 Jahre Ehrenamt für Mensch und Natur

Zum Jubiläumsempfang im Foyer der Bibrishalle begrüßte Bergwachtleiter Rudi Fritsche rund 60 geladene Gäste aus Vertretern der Politik, der Stadt Herbrechtingen, des Bergwachtlandesverbandes, des DRK Kreisverbandes und Ehrenmitglieder der Ortsebene. In seiner Ansprache ging er auf die Entwicklung der Bereitschaft in den letzten, nun mittlerweile 51 Jahren, ein. Außerdem erwähnte er, das er schon das 25jährige Bestehen als Bergwachtleiter erleben konnte. Im Hintergrund vermittelte eine Slideshow den Anwesenden einen Rück- und Überblick über 50 Jahre Bergwacht in Herbrechtingen.

 

Von den geladenen Gästen überbrachten Martin Müller in Vertretung des Bürgermeisters, MdL Andreas Stoch, Frau Kneer (Dezernat für Ordnung u. Sicherheit), Bergwacht Landesleiter Armin Guttenberger und der Präsident der DRK Kreisverbandes, Dr. Bernhard Konyen ihre Glückwünsche zum Jubiläum. Im Zuge vermehrter Freizeitaktivitäten in der Natur ist die Bergwacht mit ihrem KnowHow im unwegsamen Gelände in der Rettungskette ein wichtiges Glied geworden, so der Tenor aller Redner. Als Vertreter der Stadt überreichte Martin Müller Bergwachtleiter Rudi Fritsche einen Scheck zur finanziellen Unterstützung. Bergwachtlandesleiter Guttenberger sprach in seinem Grußwort auch die finanziellen Probleme der Bergwachtarbeit im allgemeinen an und DRK Präsident Dr. Konyen führte in seiner Rede den zukünftig vermehrten Einsatz aller Rettungsorganisationen bei Naturkatastrophen im Zuge der Klimaänderung an. Bergwachtleiter Rudi Fritsche lud nach seinem Schlußwort die Anwesenden zu einem kleinen Buffet mit Sekt ein. Hier fand ein reger Austausch unter den Gästen statt. Darauf folgte das, von der Kletterszene schon mit viel Spannung erwartete, Profialpinistenpaar Ines Papert und Luka Lindic mit ihrem neuesten Vortrag „Face to Face".

Vortrag in Bibrishalle | Feiern Sie "Face to Face" mit uns!

12.11.2022 Wir feiern 50+1 Jahre | Laden ein in die Bibrishalle


Wann:
12. November | 19:30 Uhr
Wo:
Bibrishalle
Tickets gibts im Vorverkauf oder an der Abendkasse (VVK 18€ / AK 20€)

Mack, Trittlers Adler-Apotheke, der Volksbank (Herbr. und Geschäftsstelle HDH) und im Rathaus zu den Öffnungszeiten erhältlich.

Über den Vortrag:

Ines Papert, deutsche Sportkletterin und Eiskletterweltmeisterin und ihr slowenischer Seilpartner Luca Lindič nehmen euch in ihrem Vortrag mit auf ihre abenteuerlichen Erlebnisse. Face to Face mit dem Publikum gehts um ihre aktuellsten Abenteuer in den heimatlichen Bergen von Berchtesgaden und eine Expedition Pan-Americana.


Am Berg sind Ines und Luka ein flexibles, schnelles Duo. Zwei Kletterer, die sich kennen, in- und auswendig. Sie verstehen sich ohne Worte, ergänzen sich, pushen sich. Die Monate des globalen Lockdowns hat das Paar noch enger zusammengeschweißt. Ihre alpinistische Zukunft war vorübergehend auf Eis gelegt, an große Expeditionen nicht zu denken. Reisestopp. Ihr Bewegungsradius beschränkte sich auf die Berchtesgadener Berge. Die beiden entdeckten ihre Heimat neu. Sie nahmen sich viel Zeit, fanden unbekannte Juwelen, neue Wände, Routen - und spürten eine tiefe Dankbarkeit.

Es war ein riesengroßes Glück, das wir uns hatten und haben, sagen Ines und Luka, Face to Face.

Denn die Sehnsucht blieb. Und die wilde Entschlossenheit, irgendwann wieder aufzubrechen, in die Berge der Welt. Wie das bei Alpinisten nun mal so ist. Alaska, davon träumten sie schon lange. Im Angesicht der Pandemie hatten sich ihre Werte und Erwartungen verändert. Für das weltweit reisende Kletterpaar wurde der ersehnte Roadtrip so etwas wie ein symbolischer Neuanfang. Sie ließen sich langsam und ganz aufs Land ein, auf seine Menschen. Face to Face. So erfuhren sie von Wegen, die sonst niemand kennt, über die sie nie gelesen hatten.

Wer sich in die entlegensten Regionen Alaskas aufmacht, muss auf alles gefasst sein. Die Natur ist wild, unerschlossen, unnachgiebig. Aber sie belohnt alle, die sich von Plänen verabschieden und sich auf unbekannte Abenteuer einlassen. So wie Ines und Luka. Face to Face, mit der Wand. Auf einer schwierigen Route am Mount Huntington erlebten sie diese einmaligen Glücksmomente. Die kennen nur diejenigen, die mutig und ausdauernd sind und nicht aufhören, Träume zu leben.

Dabei nehmen Ines und Luka ihr Publikum mit. Sie zeigen wundervolle Aufnahmen, erzählen spannende Geschichten, endlich wieder live. Face to Face.

Wir feiern 50+1 Jahre DRK Bergwacht Herbrechtingen

Langer Übungstag forderte Einsatzkräfte

Unter der Leitung und Organisation unseres Bergwachtleiters und San-Referenten Rudi, wurde die alljährliche 24 Stunden Übung durchgeführt. Insgesamt 10 Mitglieder der Einsatzgruppe, zwei Kameraden aus Heidenheim und eine Jugendliche wurden von Samstagmorgen bis in die Nacht in Notfall und Rettungsmaßnahmen weitergebildet und bestehendes Wissen aufgefrischt. Den Vormittag verbrachten die in drei Gruppen aufgeteilten Teilnehmer an verschiedenen Stationen. Hier wurden mit Einsatzmitteln wie Gebirgstrage, Schaufeltrage, Stifneck und Vakuumschienen, Stabilisierungs-maßnahmen bei Verletzungen geübt.

An der nächsten Station das Ansprechen und Erkennen von Verletzungen nach A,B,C,D,E Schema und daraus resultierendes weiteres Vorgehen. Das Vorbereiten und Anreichen von Infusionen und Medikamenten für den Notarzt konnte in einer weiteren Trainingseinheit geübt werden. Hauptberufliche Mitarbeiter des Rettungsdienstes vermittelten hier am Vormittag das Wissen an die Übenden. Nachmittags stand die erste praktische Rettungsübung im Gelände auf dem Plan. Es waren zwei verletzte Mountainbiker bei Bolheim aus einem Wald zu retten. Die Anfahrt und Auffindung der Patienten war wegen der Wegfindung schwierig. Der Abtransport konnte wieder einmal, nach der erfolgten medizinischen Versorgung welche von den anwesenden Rettungsdienstangehörigen beobachtet wurde, mit der UT 2000 Trage in unserem  UTV „Gertrud“ über einen steilen Wiesenhang zur Straße erfolgen. Die anschließende Übungsbesprechung und nachfolgend, die sehr interessante Besichtigung der Feuerwehrwache in Herbrechtingen, bildete den Abschluß des Nachmittages. Nach dem wohlverdienten Vesper informierte der Heidenheimer Stadtbrandmeister Rainer Spahr über Einsatzstrukturen bei Großschadenslagen im Kreis Heidenheim. Um 19 Uhr begann die Nachtübung. Hier war die ganze Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte in unwegsamen Gelände, nur im Schein der Stirnlampen, gefordert. Zwei Verletzte waren bei Hürben aufzufinden und zu versorgen. Die Bergwachtärztin der Herbrechtinger Gruppe, welche im Alltag im Heidenheimer Klinikum ihren Dienst leistet, unterstützte hier die Retter und forderte mit dem Zureichen von Infusionen und Medikamenten die Einsatzkräfte. Hier galt es auch für die Retter und Verantwortlichen die Geländesituation, den Wärmeerhalt und die Priorität des Abtransportes der Verunglückten zu beachten. Die Nachbesprechung der Übung erfolgte in der Rettungsstation und danach die Herstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge. Darauf hin konnte der gemütliche Teil des Abends  beginnen. Ein gemeinsames Frühstück beendete am Sonntagmorgen die 24 Stunden Übung der Einsatzgruppe.

Besonderer Dank gilt zum Schluß Simone, die für die vorzügliche, genußvolle Verpflegung der hungrigen Mannschaft verantwortlich war und Rudi für die Organisation aller Übungseinheiten. Ebenso ein Dankeschön den mitwirkenden Mitarbeitern des Rettungsdienstes in Heidenheim.

Hilfsbedürftige Person gerettet

Ein von seinen Angehörigen vermisster und hilfsbedürftiger 71jähriger war nachts von suchenden Familienmitgliedern "Im Flügel" in Heidenheim unterhalb des Schlosses auf einem schmalen Fußweg im Wald liegend aufgefunden worden. Die sieben, um 1.06 Uhr, ausrückenden Einsatzkräfte der Bergwachten Heidenheim und Herbrechtingen halfen dem Rettungsdienst mit Leuchtmitteln aus und unterstützten beim Abtransport des geschwächten aber gehfähigen Mannes über einen Waldweg und steile Treppen zur Straße. Dort übernahmen ihn seine Familienangehörigen. Am einstündigen Einsatz waren DRK und Polizei beteiligt.

Bild: Bergwacht Herbr.

Landschaftspflege im Steinbruch

Bei zusehends schönerem Wetter befreiten Erwachsene und Jugendliche im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heidenheim e.V. den Steinbruch bei Hermaringen von Sträuchern und kleineren Bäumen. An diesem Nachmittag kamen auch Motorsägen -und Sensen zum Einsatz um dem wilden Bewuchs zu beseitigen. In den Hangbereichen war es mit dem Maschineneinsatz schwieriger, hier wurde meistens von Hand und mit der Astschere gearbeitet. Die Bäume und Sträucher im Felsbereich des Steinbruchs werden beim nächsten Arbeitseinsatz unter Seilsicherung entfernt. Hier muß die Festigkeit der Steinbruchwände beachtet werden da es auch sehr brüchige Stellen gibt und eine Gefährdung der Arbeiten durch Steinschlag und wegrutschendes Material gegeben ist.

16.09.2022 Gemeinsamer Einsatz für ein sauberes Tal

Als Naherholungsgebiet ist das Eselsburger Tal weithin bekannt und wird an schönen Tagen dementsprechend von Besuchern frequentiert. Die gut zu erreichenden Kletterfelsen locken ebenso Bergsportbegeisterte ins Tal. Das hier bei einigen das Umweltbewußtsein keine große Rolle spielt können die Mitglieder der Bergwacht fast jedes Wochenende an ihrer Hütte und der Feuerstelle am Bindstein erleben.

Angesichts der Tatsache das sich inzwischen engagierte Mitbürger in ihrer Freizeit für ein sauberes Eselsburger Tal einbringen war das Ergebnis der gemeinsamen Müllsammelaktion von DAV und Bergwacht trotzdem ergiebig. Hatten die ca. 30 Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder nach drei Stunden optisch eher weniger gefüllte Mülltüten brachten diese dann doch insgesamt 60Kg Unrat auf die Waage. Das Gebiet umfasste sämtliche Hauptwege, Schottersträßchen und den Zoeppritzweg. Auch das Umfeld einiger Felsen hat man nicht vergessen und auf der Brenz konnten mit einem Boot die Uferbreiche bis zur Bindsteinmühle gesäubert werden. Am Parkplatz an der Brenz bei Anhausen war eine größere Ansammlung von Bekleidung, Essensresten und sonstigem Abfall in Behältern zu verzeichnen. Die vom DAV organisierte Aktion fand am Kneippbecken nahe der Riedmühle in gemütlicher Runde ihren Abschluß.

Gestürzter Kletterer am Herrenstein

Um 13:33 Uhr alarmierte die Regionalleitstelle Ostwürttemberg die Bergwachten Heidenheim und Herbrechtingen. Ein Kletterer stürzte am Felsen des Herrenstein bei Königsbronn während eines Kinderferienprogramms zirka 10 Meter ab und verletzte sich schwer. Die Kinder waren beim Eintreffen der Bergwachten nicht mehr vor Ort. Da der Patient unterhalb einer Felskante lag, mussten die Rettungskräfte den Verletzten in der Gebirgstrage mit Hilfe eines Flaschenzuges und unter Beachtung der Eigensicherung nach oben transportieren. Dort übernahm der Rettungsdienst den Transport in ein nahegelegenes Krankenhaus zur weiteren Behandlung.

Der Einsatz der insgesamt acht Rettungskräfte der Bergwachten dauerte zwei Stunden.

Bild: Bergwacht Herbr.

Letzte Hürde erfolgreich genommen

In der DRK Landesschule Pfalzgrafenweiler fand ein achttägiger Lehrgang Notfallmedizin der Bergwacht Württemberg mit 14 Teilnehmern aus sieben Ortsebenen statt. Für unseren Kamerad Johannes Fetzer war das der letzte und umfangreichste Teil seiner drei Prüfungen zur Einsatzkraft. Vom internistischen Notfall über Bodycheck, erkennen von Verletzungen und ergreifen von Maßnahmen wie z. B. einer Herz-Lungen Wiederbelebung oder Einsatzleiterqualitäten bei den praktischen Übungen im Gelände, all das wurde von den Teilnehmern in den Ausbildungseinheiten gefordert. Am Ende der Woche konnten 11 Anwärter erfolgreich abschließen. Davon erhielten neun ihr Dienstabzeichen, darunter auch Johannes Fetzer. Unser Bergwachtleiter Rudi konnte ihm als erster zum Erfolg gratulieren da er auch als Landesausbilder tätig ist. Die Kameradinnen und Kameraden gratulieren Johannes recht herzlich zur bestandenen Prüfung!

Letzte Ausfahrt Straub Mühle Geislingen

Es gibt bei uns nicht nur bergbegeisterte, nein, es gibt bei uns auch bergbegeisterte Motorradfahrer. Am vergangenen Wochenende trafen sich elf dieser Spezies zur Ausfahrt über die Alb nach Mägerkingen im schönen Laucherttal. Die zweieinhalbstündige, gemütliche Anfahrt führte die acht Fahrer und drei Sozia über Blaubeuren, Schelklingen, Hayingen, Zwiefalten und Veringerstadt ins Laucherttal und über Gammertingen zur Mittagspause in den "Landgasthof Hirsch" in Mägerkingen. Sehr zu empfehlen!

Das Wetter ließ ebenso keine Wünsche offen so das der Nachmittag zwar etwas wärmer war aber die 116km lange Streckenführung öfters einen kühlen Kopf forderte. Über Burladingen, Trochtelfingen, Hundersingen, Feldstetten und Türkheim kam die Gruppe dem ersehnten Kaffeepäuschen immer näher. Vor Amstetten links Richtung Geislingen und da war dann auch schon die letzte Ausfahrt "Straub Mühle" erreicht. Schöne Location zum Verweilen. Bei Eiskaffee, Kuchen oder einem kühlen Getränk konnte man seine "Sitzfläche" wieder entspannen. Die letzten Kilometer bis ins Brenztal waren hinterher ein Klacks.

Virtuelle Ausbildung kann Praxis nicht ersetzen

Bei der 50igsten Hauptversammlung berichtete Bergwachtleiter Rudi Fritsche und weitere Funktionsträger in ihren Rückblicken von fehlender Routine der Einsatzkräfte durch die pandemiebedingten Einschränkungen im vergangenen Jahr. Virtuelle Ausbildung kann stetige Praxis nicht ersetzen, so die einstimmige Meinung der Ausbilder. Es fanden insgesamt intern nur sehr wenige Übungseinheiten, mit der Heidenheimer Bergwacht nur eine, statt. Der Motivation und Kameradschaft tat dies aber keinen Abruch, das hob auch der Heidenheimer Bergwachtleiter Jürgen Kunzmann in seinem Grußwort hervor. Die Treffen der Jugendlichen beschränkten sich auf 12, meistens am Fels. Das schon in 21 verschobene 50-jährige Jubiläum der Ortsebene ist nun für den 12. November mit einer Multivisionsschau der Bergsteigerin Ines Papert und ihrem Mann in der Bibrishalle vorgesehen. Schon länger geplante Renovierungs-maßnahmen an der Rettungsstation „Hohe Wart“ sollen in 2023 erfolgen.

Im Sommer und Winter 2021 fanden nur bedingt Ausfahrten statt. Während der kurzen Öffnungszeit des Albuch-Skiliftes reanimierten Einsatzkräfte erfolgreich eine Person. Insgesamt folgten weitere fünf Einsätze durch die integrierte Leitstelle Aalen. Hier konnte auch das neue, hochgeländegängige Fahrzeug, ein sogenanntes Utility Terrain Vehicle, gute Dienste leisten.

Bei verschiedensten Aktionen war man aktiv, wie z. B. einer Talputzete, Landschaftspflege im Bolheimer Steinbruch, Erhaltungsarbeiten an der Bindsteinhütte und Rettungsstation bis zur Vorbereitung angehender Rettungskräfte auf Prüfungen, soweit dies der Maßnahmenrahmen zur Pandemie zuließ. Trotz vieler Einschränkungen investierte man ca. 900 Std. in Ausbildung und leistete ehrenamtlich insgesamt 2000 Std.

Die Öffnung der Bindsteinhütte im Eselsburger Tal war wegen verschiedenster Corona-Hygienevorgaben leider auch im zweiten Jahr in Folge nicht leistbar.

Armin Guttenberger, Landesleiter der Bergwacht Württemberg sowie der Präsident des DRK Kreisverbandes, Dr. Bernhard Konyen, sprachen unter anderem die immer größer werdenden  Herausforderungen für die Hilfsorganisationen im Zuge der verschiedensten Wetterkapriolen und Klimaveränderungen an bei denen auch die Bergwacht zukünftig immer mehr gefordert sein wird.

Die anschließenden Ehrungen führten Landesleiter Guttenberger und Rudi Fritsche durch.

Ulrich Schmid (25 Jahre aktiv)

Sven Wiesner (10 Jahre aktiv)

Brigitte u. Oliver Jäger, Norbert Müller, Helmut Böhm (25 Jahre Förderer)

Martina Tutsch, Sylvia Gay (10 Jahre Förderer)

Ebenso geehrt wurde Johannes Fetzer zur bestandenen Naturschutzprüfung. Er absolviert zur Zeit noch den notfallmedizinischen und letzten Teil der dreiteiligen Prüfung zur Einsatzkraft.

Dreharbeiten zum Imagefilm

Hohe Temperaturen ließen Kräfte schwinden

Laufveranstaltung im Eselsburger Tal

Bei der sanitätsdienstlichen Betreuung des Eselsburger Tal Laufes mit über 500 Teinehmern, Strecken von 5 bis 21km und Temperaturen um die 28 Grad waren drei Erste Hilfe Leistungen bzw. Notarzteinsätze zu verzeichnen. Ein neun Jahre alter Junge zog sich bei einem Sturz Verletzungen am linken Ellenbogen und Knie zu. Im Zieleinlauf kam ein 25-jähriger wegen Kreislaufdekompensation zu Fall. Aufgrund seines Zustandes übergaben die Einsatzkräfte vor Ort nach der Erstversorgung den Patient dem angeforderten Rettungsdienst und Notarzt.

Ebenfalls Kreislaufprobleme brachte noch auf der Laufstrecke eine 53-jährige Frau in Schwierigkeiten. Die Bergwachtärztin stabilisierte die Patientin mit Infusionen während die Einsatzkräfte den liegenden Abtransport über  einen schmalen Waldweg mit dem UTV "Gertrud" vorbereiteten. Der angeforderte Rettungsdienst übernahm die Frau zur weiteren Versorgung. Die Bergwacht Herbrechtingen war insgesamt mit drei Fahrzeugen, 10 Rettungskräften, einer Ärztin und einer Rettungssanitäterin vor Ort.

Bilder: BW Herbrechtingen

Erfolgreich am Hornberg

Naturschutzprüfung

Nein, nicht bei einer schwierigen Bergtour in den Alpen sondern in den heimischen, nicht allzu hohen Bergen konnte der Erfolg unter mancher Schweißperle errungen werden.

Im Rahmen der Naturschutztagung der Bergwacht Württemberg fand die Präsenzprüfung Naturschutz statt. Insgesamt 30 Prüflinge stellten sich, nach dem im Januar erfolgten theoretischen Teil, nun dem Themenbereich "Natur" auf dem Hornberg. Nach einem Rundgang durch das Naturschutzgebiet war anhand von ca. 20 Blättern das Wissen über Bäume und Sträucher mit ihren spezifischen Merkmalen gefragt. Unsere drei Prüflinge Sarah, Johannes und Martin (BW Stuttgart) hatten sich gut vorbereitet und waren somit erfolgreich. Herzlichen Glückwunsch!

Der noch folgende notfallmedizinische Teil bildet nun den Abschluß der Prüfungsreihe. Sonniges Wetter bei der abschließenden Unterweisung im Sensenmähen durch den Dorfentwicklungverein Herdlinsweiler e.V., sorgte bei allen für Entspannung vom Prüfungsstress und schnittigen Ergebnissen.

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