Insgesamt 15 Einsatzkräfte der Bergwachten Herbrechtingen und Heidenheim übten im steilen Gelände die technischen Abläufe mit Gebirgstrage und Flaschenzug. Eine weitere Übungseinheit bildete eine Station am Fels. Hier wurde der Umgang mit Statikseilen und die Rettung einer Person aus senkrechter Wand mit dem Kong-Sitz, eine Art stabiles Dreieckstuch mit Schlaufen zum Einhängen, geübt. Die Stirnlampe am Helm der Rettungskräfte spendete beim Übungsablauf das einzige Licht, was aber grundsätzlich kein Problem bei der sicheren Durchführung einer Rettungsaktion im Fels oder Gelände darstellt.
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Bei 24H Übung viel Praxis und technisches Wissen gefordert
Bei 24H Übung viel Praxis und technisches Wissen gefordert
Unsere 24H Übung forderte dieses mal die technischen Fähigkeiten der teilnehmenden 13 Einsatzkräfte und Anwärter. Lina, stellv. Jugendleiterin und angehende Bergretterin, war auch dabei und kann das Geübte natürlich gut an die Jugendlichen weitervermitteln. Am Samstagmorgen um 8 Uhr begrüßte Organisator und Sanreferent Rudi die Kameradinnen und Kameraden. Nach dem anschließenden Materialcheck der PSA und Medic Packs konnte es schon losgehen. Ein Besuch im Führungs- und Lagezentrum (FLZ) der Polizei in Ulm, mit weiteren sechs Einsatzkräften der Heidenheimer Bergwacht, war das erste Highlight. Hier erfuhren wir viel wissenswertes über Aufgaben, Funktion und Fähigkeiten unserer Freunde und Helfer. Beim anschließenden Mittagessen in der heimischen Rettungsstation ließen wir uns die von Simone vorbereitete, köstliche Pizzasuppe (sehr lecker) schmecken.
Darauf folgte der erste praktische Einsatz. Ein Gleitschirmflieger landete im Baum und mußte befreit werden. Er war ansprechbar und nicht verletzt. Mit seiner Rettungsleine konnten wir ein Aufstiegsseil installieren und zu ihm hochsteigen. Jugendleiter Ulrich führte die Aktion durch. Mit der I`D Bremse am Staticseil abgelassen hatte der Gleitschirmpilot bald wieder sicheren Boden unter den Füßen. Nebenbei übten andere mit der Baumschleuder ihre Zielgenauigkeit.
Danach ging`s weiter in den nahen Wald zum Aufbau und Gehen am Geländerseil. Die dazu benötigten Knoten und Abläufe wurde erklärt und geübt. Mit der Gebirgstrage kam noch das Einrichten der Staticseile, Ablassen im Gelände und Umbau zum Aufziehen mit dem Flaschenzug dazu.
Spätnachmittags fuhren wir zur Autobahnbrücke nach Giengen. Dort galt es für die Einsatzmannschaft zwei, bei einem Fahrradunfall verletzte Personen mit offenem Unterarmbruch und einem Schädel-Hirntrauma zu versorgen. Eine Visagistin sorgte für die realistische Verletzungsdarstellung.
Eine weitere Rettungsaktion fand am hangseitigen Brückenpfeiler der Autobahn statt. Zwei Männer trauten sich nicht mehr von einem ca. 8m hohen Baugerüst abzusteigen. Wegen der Örtlichkeit konnte die Feuerwehr hier nicht helfen. Die nachalarmierten Einsatzkräfte der Bergwacht setzten zur Rettung der hilflosen Personen Staticseile und Kong-Sitz ein.
Nach diesen Einheiten und vor dem wohlverdienten Wurstsalat in der Rettungsstation hielt unserer Ärztin Nicole noch ein kurzes Referat zum Thema „Vorabdelegation“. Sie erklärte, wie weit die medizinischen Kompetenzen einer Notfallsanitäterin/eines Notfallsanitäters nach der Gesetzesänderung in 2021 im Falle des Falles gehen können.
Nach dem Top Vesper war der nächtliche Einsatz mit gut gefülltem Bauch nicht mehr weit. Fahrzeugspezialist Gere führte uns vorher aber noch in`s Schneekettenmontieren bei unserem UTV „Gertrud“ ein.
Endlich hieß es PSA und Stirnlampen klar machen. Die Leitstelle forderte uns zur Lageerkundung und Suche einer gestürzten, verwirrten Person in der Umgebung der Ruine Hurwang bei Bolheim an. Vor Ort, nach lokalisieren der zwar gehunfähigen aber ansprechbaren Person fand man bei der Suche noch einen bewußtlosen "Kumpel" auf. Der Einsatzleiter alarmierte den Notarzt nach und bestimmte dann die Priorität des Abtransportes. Mit der Gebirgstrage fuhr man den Bewustlosen über einen rutschigen Pfad zur Straße. Dabei zog sich unsere Anwärterin Lina zum Schrecken der Rettungsmannschaft eine Unterschenkelfraktur zu. Das bedeutete weitere Maßnahmen einzuleiten wie Schmerzbehandlung, Schienung der Fraktur, Wärmeerhalt und Abtransport. Dieser kleine Unfall war zum Glück nur Fake aber mußte natürlich realistisch abgehandelt werden.
Die Übungsbesprechung bildete den Abschluß des langen Tages. Es folgte zu allerletzt die Überprüfung des Materials und die Herstellung der Einsatzbereitschaft. Der gemütliche Teil schloß sich danach an und die Nacht wurde wieder mal etwas kürzer.
Ein herzliches Dankeschön an unseren bewährten Organisator Rudi, den Darstellern der Verletzten und unserer Simone für die, wieder mal, sehr leckere Verpflegung!
Bergrettungsprüfung Sommer: Dennis erfolgreich
Die lange Ausbildungszeit hat sich nun endlich für unseren Dennis gelohnt. Am Reußenstein, zwischen Wiesensteig und Schopfloch gelegen, fand ein weiterer, abschließender praktischer Teil zur Bergrettungsprüfung Sommer des Landesverbandes der Bergwacht Württemberg statt. Für die 20 Prüflinge galt es Körperhub und Zweimannbergetechnik mit Umsetzen am Haken und planmäßig den Umgang mit Gebirgstrage, Kongsitz und weiterem Rettungsmaterial fehlerfrei zu beherrschen. Dennis bestand in allen Teilen der geforderten Techniken und so beendete er seine dreijährige Ausbildungszeit mit einem positiven Ergebnis. Er erweitert nun als qualifizierter Bergretter unsere Einsatzgruppe.
Top gemacht Dennis! Herzlichen Glückwunsch von allen Kameradinnen und Kameraden!
Mit Motorrad und Cabrio durchs Ländle
Durchs Ländle ging es bei der schon traditionellen Motorradausfahrt der Bergwacht. Herrschte Anfangs der Woche noch Kälte und Regen, besserte sich das Wetter bis zum Wochenende zusehends. Insgesamt 11 Teilnehmer, davon drei mit Cabrios trafen sich dann am Sonntagmorgen in Nattheim um über Ebnat, Aufhausen, Röhlingen, Ellwangen und Bühler gemütlich ca. 100km bis nach Bühlerzell zu fahren. Im Gasthaus „Jägerstube“ wurde bei bestem Wetter und gutem Essen im Biergarten die Mittagspause verbracht. Nachmittags führte die Rückfahrt über Gschwend, Welzheim, Wäschenbeuren und den Rechberg nach Donzdorf zur Einkehr in der Waldschenke. Bei Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Getränk besprach man die restliche Strecke, welche abschließend über Treffelhausen durch das Roggental und über die Alb nach Hause führte.
Landschaftspflege im Eselsburger Tal
Die ersten Ausforstungsarbeiten im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heidenheim e.V. in einem Felsdurchsetzten Hang oberhalb der Steinernen Jungfrauen haben letzten Freitag begonnen. Der Einsatz mit Handscheren, mit denen man nur bestimmte kleinere Büsche und Sträucher entfernte, war zeitintensiv. Hier war Trittsicherheit und Umsichtigkeit bei den Maßnahmen im steileren Hanggelände gefordert. Weitere Arbeitseinsätze folgen.
Party an Bergwachthütte: Flaschen und "Sperrmüll" vor Ort entsorgt
Als letzten Sonntag der Hüttendienst die Bindsteinhütte anfuhr lagen vor der Eingangstür vier zerstörte Plastikstühle, Glasflaschen und Scherben waren unter Tischen und Bänken des Vordaches verstreut. Selbst an Zitronenscheiben für Hochprozentiges wurde gedacht aber eben dann auf den Tischen am Ende „vergessen“. Außerdem wurde so manche Hüttenecke wieder als Toilette missbraucht. Den Rest und Sperrmüll dieser Party, bei der wiederholt Fahrzeuge vor Ort waren, entsorgt laut Absprache der Bauhof. Aufzuräumen haben die ganze Sauerei normalerweise unsere Mitglieder, welche immer mehr mit Unverständniss auf solche Vorkommnisse reagieren. Diese „Ordnungswiedrigkeiten“ häufen sich in den letzten Wochen an der Hütte mit der nahegelegenen Grillstelle vermehrt, sind aber laut Polizei und Ordnungsamt leider schwer zu verhindern.
Das ging schneller als gedacht
In den letzten Wochen waren, wie berichtet, einige Sitzbänke an der Grillstelle am Bindstein beschädigt oder verfeuert worden. Der Bauhof reagierte auf Hinweise der Bergwacht sehr schnell und kurz darauf waren schon die neuen Sitzgelegenheiten aufgestellt. Ein dickes Dankeschön dafür an die Mitarbeiter und Bauhofleiter B. Schwarz.
Sichtlich ausgelassene Stimmung bei Fest am Bindstein
Mehr Kontrollen notwendig?
War vor ein paar Tagen nach einem Grillfest nur eine Bank zerstört, ist diese nach einem neuerlichen, „gemütlichen“ Grillabend zwischen Sonntagabend und Dienstag, in der Feuerstelle verheizt worden. Dazu schleppten die Grillfreunde noch einen ca. 4m langen Baumstamm aus dem Wald um in zu verbrennen.
Die Grillstelle sah am Dienstagmorgen dementsprechend aus. Zerschlagene Glasflaschen, Müll, Urinflecken und Brandspuren am Schuppen neben den Bänken unter dem Dach der Bergwachthütte rundeten das ganze Bild ab. Zufällig waren Mitarbeiter des Bauhofes morgens vor Ort um nach den zu ersetzenden Sitzbänken an der Feuerstelle zu schauen. Sie räumten dann gleich mit Angehörigen der Bergwacht, die zum Klettern gingen, den zurückgelassenen Müll auf. Das hier wieder Fahrzeuge vor Ort waren kann nur vermutet werden, da die Erfahrung zeigt das Bierkästen nicht vom Parkplatz bis zur Hütte getragen werden.
Mehr ist hierzu nicht zu sagen, schaut die Bilder an!
Sitzplätze an Grillstelle bald Mangelware?
Zum letzten Gruppenabend vor der Sommerpause trafen sich die Mitglieder am 19. Juli zum Klettern und Grillen am Bindstein. Am Grillplatz selbst sind von ehemals sechs vom Bauhof aufgestellten Bänken nur noch drei, eine fehlt ganz (verfeuert?) und zwei sind ziemlich beschädigt, zum Sitzen geeignet. Nun laden diese zwei Bänke nach einem Grillfest entgültig nicht mehr zum Verweilen ein, da man sie mutwillig zerstörte oder nach Belastung von selbst auseinanderbrachen. Außerdem hinterließen die Feiernden ein Bierfäßchen und Flaschen. Ein Kletterer und Mitglied der Bergwacht auf dem Weg zum Bindstein schuf hier letzten Freitag etwas Ordnung und dokumentierte das Ganze.
Die Grillstelle ist öffentlich und so passiert es immer wieder das Besucher unter der Woche, auch mit Fahrzeugen bis dorthin fahren, Müll hinterlassen oder die Hütte/ Feuerstelle beschädigen. Die überwiegende Mehrheit nimmt ihren Müll aber mit, entsorgt ihn am Wochenende während der Hüttenöffnung in den bereitstehenden Mülleimern und verhält sich im Naturschutzgebiet angepasst. Der Hüttendienst der Bergwacht sorgt ebenfalls für Sauberkeit an der Grillstelle. Leider gehört die Problematik von Abfall im Täle und Sachbeschädigungen im Umfeld der Hütte schon jahrelang zum Alltag und strapaziert damit auch oft das ehrenamtliche Engagement.
Gut gestärkt in die Sommerpause
Am letzten Gruppenabend vor den Sommerferien trafen sich Aktive und Jugendliche traditionell am Bindstein zum Klettern und Grillen. Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen über 25 Grad floß in den Kletterrouten auch Abends noch so mancher Schweißtropfen. Nach der Anstrengung am Fels stärkten wir uns mit Grillwurst und Steak am vorbereiteten Feuer. Befreundete Kletterer des DAV verstärkten unser gemütliches miteinander. Leider mußten wir bei einbrechender Dunkelheit und Regenschauern das Ganze etwas früher beenden als vorgesehen. So geht es nun bis Anfang September für uns in die verdiente Sommer- und Ferienzeit.
Höhenluft geschnuppert
Im Eselsburger Tal trainierten 6 Mitglieder der DRK Rettungshundestaffel Heidenheim mit unseren technischen Leitern Sommer, Sven und Andi, intensiv das Ablassen am Seil mit und ohne Hund. Auch wenn es nur ca. 15 Meter in die Tiefe ging kam Anfangs bei manchen ein mulmiges Gefühl auf das aber in kürzester Zeit verflogen war. Hintergrund war der Umgang mit Gurt und Hundegeschirr und die Gewöhnung an die Höhe. Trotz schweißtreibender Temperaturen und dem nicht alltäglichen Übungszenario hatten alle Beteiligten auf zwei und vier Beinen an diesem Abend sichtlich Spaß.
Verregneten Eselsburger Tal-Lauf betreut
Am Sonntag stand für insgesamt 15 Bergwachtangehörige die sanitätsdienstliche Betreuung des mit über 750 Läufern stattfindenden Eselsburger Tal-Laufes auf der To Do Liste. Mit drei Fahrzeugen, Fahrradstreifen, einer Notärztin und Fachpersonal im Stadion, deckte man die Laufstrecken über 5, 10 und 21km, dank jahrelanger Erfahrung bei der Veranstaltung, für einen medizinischen Notfall gut ab. Bei regnerischen Wetterverhältnissen kamen alle Teilnehmer ohne nennenswerte Zwischenfälle ins Ziel. So war es für die Rettungskräfte und den Veranstalter eine erfolgreiche und unfallfreie Veranstaltung. Vielen Dank an alle Kameradinnen und Kameraden für die tatkräftige und ehrenamtliche "Arbeit".
Hier wäre noch zu erwähnen das der Sohn von Simone und Andi, dr Sandro, den ersten Platz seiner Altersklasse über 21,1km erlaufen hat und insgesamt den 8ten Platz belegen konnte. Herzlichen Glückwunsch dazu!
Sanitätsbetreuung: Mountainbike Marathon bei schwierigen Verhältnissen
Mit insgesamt neun Rettungskräften unterstützten die Bergwachten Herbrechtingen und Heidenheim die Rotkreuz-Mannschaft beim 4. Härtsfeld MTB Marathon in und um Nattheim. Drei Allradfahrzeuge waren an verschiedenen Standorten stationiert um bei schlammigen Streckenverhältnissen mit Distanzen über 27, 54 und 81 km im Einsatzfall schnellstmöglich Erste Hilfe leisten zu können. Trotz schlechter Bodenverhältnisse und zum Teil steilerer Trails endete die Veranstaltung für alle Biker weitgehend unfallfrei.
Landesverband prüfte Wissen über Flora auf der Zollernalb
Bei Meßstetten-Tieringen, in der evangelischen Tagesstätte Haus Bittenhalde, begann am Samstagmorgen für 36 Anwärter/Prüfer aus 13 Bergwachtortsebenen die praktische Prüfung „Natur“ mit einer Exkursion in die nähere Umgebung. Der theoretische Themenbereich, auch in Fauna, bildete die Grundlage und wurde schon vor einigen Wochen von den Teilnehmern erfolgreich abgeschlossen. Nun mußten die Anwärter im Gelände von Bäumen, Sträuchern und Gräsern nach Vorgabe spezifische Merkmale sammeln um diese danach bei der praktischen Prüfung zu erläutern. Nachmittags besuchte man das Fossilienmuseum in Dotternhausen. Abends wurde bei gemütlichem Beisammensein an der Unterkunft gegrillt. Am zweiten Tag erfolgte dann die Abschlußprüfung bei weiteren Fragen zur Flora um danach bei der Besichtigung der Bergrettungswache Zollernalb zu entspannen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gaben die Naturschutzreferenten die Ergebnisse bekannt. Gute Vorbereitung ist alles und so erreichte Rudi F. von unserer Ortsebene das gesetzte Ziel und bestand den Themenbereich "Natur" erfolgreich.
Die Kameradinnen und Kameraden gratulieren ihrem stellv. Vorstand Rudi recht herzlich zur bestandenen Prüfung!
03.05.2024 Gemeinsame Übung der Bergwachten: Einsatz orientierte sich an realem Unfall
An der vierteljährlich stattfindenden Übung der gemeinsamen Rettungsgruppe des Landkreises hatte der Organisator und Einsatzleiter der Herbrechtinger Bergwacht das Unfallgeschehen nach einem realen Vorfall für die insgesamt 17 Einsatzkräfte, darunter eine Jugendliche, vorbereitet. Zwei angetrunkene Männer stürzten auf einem schmalen, abschüssigen Waldweg bei der Güssenburg in Hermaringen. Für die anrückenden Bergwachtretter waren die sich daraus resultierenden medizinischen Probleme, eine Knieverletzung und ein durch Aufregung verursachter Herzinfarkt, zu versorgen und der Abtransport zu organisieren. Insgesamt verlief die Rettung der Verletzten koordiniert ab. Die medizinische Versorgung übernahmen geschulte Kräfte und der Abtransport durch den Wald über Treppenstufen zur Burgruine verlief dank vieler helfender Hände problemlos. Nach rund 30min war der Übungseinsatz für Retter und Patienten beendet.
Darauf folgte der zweite Teil, bei dem die technische Rettung den Schwerpunkt bildete. Eine Person mußte im Hang mit Gebirgstrage (und Rad) nach oben, eine weiter unter Seilsicherung durch den Wald nach unten gerettet werden. Auch hier war gemeinsames Handeln gefragt und so bewältigten die Einsatzkräfte die ihnen gestellte Aufgabe in kurzer Zeit. Die abschließende Besprechung fiel positiv aus, auch die „Verletzten“ fühlten sich gut versorgt.
25.-28.04.2024 Zukünftige Einsatzleiter ausgebildet
In Kirchheim/Teck führte die Bergwacht Württemberg einen viertägigen Einsatzleiterlehrgang mit 12 Teilnehmern aus sechs Bergwachtortsebenen durch. Voraussetzung für die Fortbildung waren verschiedene Dienstprüfungen und Erfahrung im Rettungsdienst. Von unserer Ortsebene nahm der technische Leiter Bergrettung Sommer, Sven Wiesner, teil.
In den Ausbildungseinheiten behandelte die Referenten unter anderem Themen wie Führungsstruktur, rechtliche Aspekte, Lageerkundung, Dokumentation oder die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Auch praktische Beispiele kamen in der viertägigen Ausbildung der zukünftigen Einsatzleiter nicht zu kurz.
Den Abschluß bildeten Planspiele und verschiedenste Einsatzzenarien, bei denen das erworbene Wissen der Teilnehmer nochmals gefragt war.
Die Kameradinnen und Kameraden gratulieren Sven (Bild unten, erster v. links) recht herzlich zum erfolgreichen Einsatzleiterlehrgang!
Generationswechsel in Herbrechtinger Bergwacht
Rudi Fritsche blickte bei seiner letzten Hauptversammlung als Bergwachtleiter auf eine gut aufgestellte Ortsebene zurück. Bei 14 Einsätzen, vom gestürzten Mountainbiker, Wanderer und Motocrosser über Suchaktionen bis zur Totenbergung, wurden die Einsatzkräfte gefordert. Die Zusammenarbeit in der gemeinsamen Rettungsgruppe mit der Bergwacht Heidenheim ist als reibungslos und professionell zu bezeichnen. Bei über 40 Ausbildungsabenden konnten die Mitglieder in den verschiedensten Themenbereichen wie z. B. der Bergrettung, im Digitalfunk oder der jährlichen 24 Stunden Übung ihr Wissen erweitern. Alle Einsatzkräfte sind in Notfallmedizin und am Defibrilator ausgebildet. Sechs neue Anwärter bzw. Anwärterinnen stehen für den Dienst am Nächsten zukünftig bereit.
Neben den Ausbildungseinheiten betreuten die ehrenamtlichen Helfer sanitätsdienstlich Laufveranstaltungen, setzten sich bei Landschaftspflegemaßnahmen zahlreich ein oder waren an 26 Wochenenden an der Bindsteinhütte für die Bewirtung der Gäste und ein sauberes Umfeld verantwortlich. Die Sanitätsbetreuung des Albuch-Skiliftes war leider nur an zwei Tagen wegen Schneemangel möglich. Hier konnte man aber trotzdem einen neuen Rettungsschlitten und das hochgeländegängige UTV „Gertrud“ auf seine wintertauglichkeit testen. Vier Mitglieder haben sich zur kommenden Bergrettungsprüfung Winter angemeldet. Im Sommerrettungsdienst bestand Sarah Geringer die anspruchsvolle Prüfung und verstärkt nun die Einsatzgruppe. Florian Schöffler konnte den ersten Theorieteil der dreijährigen Ausbildungs- und Prüfungszeit mit Erfolg abschließen. Auf Landesebene ist Gerhard Bölke als Prüfer bei der Grundlagenprüfung tätig, Rudi Fritsche als Prüfer bzw. Ausbilder im Team Notfallmedizin und unsere Bergwachtärztin Nicole Strobl als Prüferin beim Notfallmaßnahmenkurs in Pfalz.
Auf die anstehende, dringenste Sanierung der Rettungsstation kam der Bergwachtleiter am Schluß seiner Ausführungen zu sprechen. Die Begutachtung erfolgte im Frühjahr und die Baumaßnahmen werden baldmöglichst ausgeführt.
Landesleiter Armin Guttenberger sprach in seinem Grußwort unter anderem die gestiegenen Kosten bei der Fahrzeugbeschaffung und die Umstrukturierung der Bergwacht Württemberg an.
Der stellv. Präsident des DRK Kreisverbandes Manfred Kiss begrüßte, das es bei der Bergwacht keine Nachwuchssorgen gibt und jüngere Mitglieder Verantwortung übernehmen, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist.
Für ihre Fördermitgliedschaft wurden dieses Jahr geehrt: Lukas Gehring (10 Jahre) und Adolf Neugebauer (50 Jahre)
Nach, zum Teil, jahrzehntelanger Tätigkeit der Amtsinhaber übernahm nun die jüngere Generation bei den Wahlen Verantwortung.
Neuer Bergwachtleiter ist Tobias Bosch, Stellv. Rudi Fritsche u. Gerhard Bölke, Kassiererin Simone Nicoletti u. Kassierer Roland Häckel, Schriftführer Armin Fritsche, Techn. Leiter Sommer Sven Wiesner, Techn. Leiter Winter Dennis Laquai, Jugendleitung Ulrich Schmid u. Lina Zimmermann, Ärztin Nicole Strobl, Referent Notfallmedizin Rudi Fritsche, Kassenprüfer Renate Huber u. Jürgen Fetzer, Naturschutzreferent Johannes Fetzer, Referenten IuK (Information u. Funk) Ulrich Schmid u. Gerhard Pohl, Hüttenteam Dietmar Müller u. Rudi Fritsche, Referent Geräte Armin Fritsche
Unsere neue stellv. Jugendleiterin Lina Zimmermann die mit Ulrich nun ein Team bildet
Von links nach rechts wurden für langjährige Tätigkeit in ihren Ämtern geehrt:
Armin Fritsche (ehem. stellv. Jugendleiter), Dietmar Müller (Hüttenwart), Harald Batari (stellv. TL Winter), Andreas Nicoletti (stellv. TL Sommer), Florian Schöffler (Therorieprüfung, Anwärter Einsatzkraft Sommer), Rudi Fritsche (stellv. Bergwachtleiter), Tobias Bosch (neuer Bergwachtleiter)
Unser neu gewählter Bergwachtleiter Tobias Bosch bedankte sich bei Rudi für die geleistete Arbeit und überreichte ihm ein kleines Präsent
Pillen und andere Kleinigkeiten
Am Donnerstagnachmittag besuchten wir mit 14 Teilnehmern das TEVA Werk (früher Ratiopharm) in Blaubeuren/Weiler. Unser Mitglied Thomas, selbst bei TEVA angestellt, organisierte die Werksführung. Nach der Einführung in die Geschichte und den Standort mußten wir, der Hygiene im Werk geschuldet, die Jacken ausziehen, Handys abgeben, danach die Hände waschen und uns mit Schutzkleidung, dazu gehörten Kopf und Bartbedeckung, Schuhüberzieher und ein leichter „Mantel“, bedecken.
Dann begann die ca. 90min Führung durch die Fertigung von Tabletten, Ampullen, Spritzen und Nasensprays. Unterwegs kamen wir an Unmengen von Medikamenten in Edelstahltonnen oder Plastikbeuteln vorbei. Die Abfüllung der in Pulverform gelagerten Wirkstoffe zur weiteren Verwendung erfolgt im zehntel Gramm Bereich. Bei der Tablettenherstellung sahen wir Maschinen die ca. 100 000 bis zu über 300 000 Stück in einer Stunde aus den verschiedenen „Zutaten“ fertigen. Bei dieser Masse war beim Auswurf aus der Maschine keine Tablette mehr zu erkennen, nur noch ein weißer Strom von etwas. Hier gab es auch verschiedene Fertigungsräume die nur unter verstärkten Hygieneschutzvorgaben betreten werden dürfen. Bei der Fertigungs-und Verpackungsstraße von Nasenspray war die Abfüllung in einem besonders geschützten Raum, die automatische Beschriftung und Verpackung der Fläschchen konnte man aber hautnah miterleben. Die Geschwindigkeit der Mechanik an den Fertigungslinien war beeindruckend.
Insgesamt haben wir bei unserem Rundgang viel interessantes über die Herstellung der verschiedenen Produkte bei TEVA, übrigens eine israelischen Firma, erfahren. Die Tablettenproduktion, insbesondere die absolute Schnelligkeit der Maschinen, beeindruckte hier die meisten. Beim anschließenden Abschluß des Nachmittags in einer Blaubeurer Pizzeria fand noch ein reger Austausch darüber statt.
Sonniger Tourentag am Arlberg
Nach der ersten längeren Skitour im Pitztal führte die nächste kurzfristig geplanten Tour neun Mitglieder der Bergwacht am frühen Sonntagmorgen um 5:30 Uhr nach Zürs am Arlberg. Da doch oft Schneemangel unter 1500m herrscht wählte man das schneesichere Gebiet dort aus. Von Zürs stieg die Gruppe über die Trittalpe und weiter durch das Pazüeltal Richtung Valluga auf. Unterhalb der 2747m hohen Roggspitze fanden die Tourengänger optimale Pulverschneehänge vor die zum Abfahren einluden. Auch wenn an diesem Tag keine Gipfelbesteigung vorgesehen war konnte man am Nachmittag, wieder ins Skigebiet zurückgekehrt, beim Apres Ski auf einen sonnigen, schönen Tourentag zurückblicken.
Gruppenabend in Theorie und Praxis
Zum Thema Skitourenausrüstung trafen wir uns am Gruppenabend in der Rettungsstation. Unser Kamerad Gege Pohl hatte einen interessanten Vortrag vorbereitet. Außerdem hatte er auch einige Ausrüstungsgegenstände dabei um Unterschiede z.B. bei Lawinenschaufeln deutlich zu machen. Einige Mitglieder zogen an diesem Abend die Praxis vor und fuhren kurzfristig zu einer Abendskitour ins Tannheimer Tal um zum Füssener Jöchle aufzusteigen. Muß ja nicht immer alles nach Plan laufen. So kam jeder auf seine Kosten und hatte das ein oder andere Aha Erlebnis.

