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Bike Marathon auf dem Härtsfeld
Bei Temperaturen über 30 Grad fand in Nattheim der Härtsfelder MTB Marathon statt. Zur sanitätsdienstlichen Betreuung der Streckenabschnitte waren auch die Bergwachten Herbrechtingen und Heidenheim mit sechs Einsatzkräften und drei geländegängigen Allradfahrzeugen vor Ort. Die Distanzen von 27, 54 und 81km mit zum Teil 1500 Höhenmetern bei der Marathondistanz (drei mal 27km) führten vom Start im Nattheimer Ortskern durch den Wald Richtung Fleinheim, Ohrberg mit einem Downhill am Zapfentrail Richtung Dischingen, dann in einer großen Schleife nach Auernheim und durch den Wald wieder zurück nach Nattheim. Insgesamt starteten 187 Teilnehmer. Die schnellsten Fahrer waren für die 27km mit 500Hm in 59min im Ziel, bei der Marathondistanz mit 81km und 1500Hm in 3std. und 03min. Trotz der hohen Temperaturen waren keine nennenswerten Zwischenfälle für die Sanitätshelfer zu verzeichnen.
Ruhiger Vormittag bei Eselsburger Tallauf
Mit insgesamt 15 Sanitätskräften, darunter unsere Bergwachtärztin, medizinischem Fachpersonal und einem Arzt des Veranstalters sorgten wir, auch mit Fahrradstreifen, für die Betreuung der ca. 680 Teilnehmer des Eselsburger Tallaufes. die Laufstrecken führten durch unser Dienstgebiet, das Eselsburger Tal und waren 5, 10 und 21km lang. Im Gegensatz zu letztem Jahr mit einigen kreislaufbedingten Notfällen bei Temperaturen bis ca. 28° gab es dieses Jahr bei kühlerer Witterung für unsere Mannschaft keine Einsätze zu verzeichnen.
Auf der Zielgeraden angekommen
Unser technischer Leiter Sommer, Andreas und weitere Mitglieder bereiteten Sarah und Dennis in den letzten Wochen auf die Zulassung zur Bergrettungsprüfung Sommer vor. Die investierte Ausbildungszeit hat sich bezahlt gemacht, wie sich letztes Wochenende am Reußenstein bei Schopfloch herausstellte. Sie erfüllten die Anforderungen des Landesverbandes in Kletter,-Sicherungs-und Seiltechnik, Standplatzbau, plan-und behelfmäßigen Rettungsmethoden und sind nun beide an der eigentlichen Prüfung zur Einsatzkraft im September zugelassen. Glückwunsch dazu und nun heißt es noch alle Daumen drücken für die abschließende Bergrettungsprüfung Sommer.
Hohe Temperaturen brachten Ausbilder und Prüflinge zum Schwitzen
Nicht nur das Klettertraining im Täle und am Reußenstein sondern auch die Theorie und Praxisausbildung brachten unsere Prüflinge Sarah und Dennis bei hochsommerlichen Temperaturen zum Schwitzen. Der anstehende Eignungstest zur Zulassung an der Bergrettungsprüfung Sommer verlangt schon einiges an Praxiswissen obwohl es hier noch nicht so streng zugeht wie am Prüfungstermin selbst. Um 8:30Uhr hat unser TL Sommer Andreas mit seinen Helfern den Beginn der Ausbildung am Bindsteinfelsen mit dem Aufbau eines Geländerseiles, Staticseilverankerung, Aufbau der Abseilbremsen und das Ablassen von zwei Personen, dem Retter mit Verletztem im Kong-Sitz, angesetzt. Dazwischen Installation eines Flaschenzuges und kurzzeitiges Aufziehen der Staticseile mit den daran „Hängenden“. Das bedeutete aber auch den vorherigen Umbau der Bremsplatte zum Aufziehen der Seile. Also eine technischer Ablauf der immer gut überlegt sein muß da zwei Personen am Seil hängen und alles jederzeit doppelt abgesichert sein muß. So gestaltete sich der ganze Tag bis am Abend. Dazwischen stärkte man sich an der Hütte mit selbstgemachtem Nudelsalat von Sarah oder Landjägern. Vor allem war die Flüssigkeitszufuhr an diesem wirklich sehr warmen und sonnigen Tag wichtig. Nachmittags verbrachte man die Übungseinheiten im kühleren Wald. Hier konnten die Prüflinge Seilverlängerung mit Bergseilen, Geländerseilbau, Abfahren mit der Gebirgstrage, Aufbau von Standplätzen, Einsatz von Flaschenzug und die Seilverlängerung mit den Staticseilen üben. Ende der ganzen „Schinderei“ war dann zur Freude aller Teilnehmer gegen 18:30 Uhr. Nun sind wir zuversichtlich das unsere zwei angehenden Rettungskräfte den Eignungstest zur Zulassung meistern und drücken Ihnen dazu beide Daumen.
Bergwachten übten Ernstfall
Bei der dritten gemeinsamen Funk und Rettungsübung mit 14 Einsatzkräften orientierten sich die Kameraden und Organisatoren aus Heidenheim an einem der letzten Einsätze bei Mergelstetten an der Brenz. Es wurde eine verletzte Person im Steilhang am Brenzufer unterhalb des Weges angenommen. Diese genau zu lokalisieren gestaltete sich schwierig da die Hangwälder zu dieser Jahreszeit mit vielen Büschen und sonstigem Grün bewachsen sind. Nach dem Auffinden der Person ging es um die Erstversorgung und den schnellen aber sicheren Abtransport. Hier mußte im steilen Gelände auch auf die Eigensicherung der Retter geachtet werden. Schwierig gestaltete sich die Übergabe und Lagerung in die Gebirgstrage, da hier in Schräglage immer ein Abrutschen des Patienten möglich war. Nach der Lagerung mußten die Retter durch Einsatz eines Flaschenzuges die Gebirgstrage auf einen Waldweg, zum weiteren Transport auf dem Nachläufer des ATV, hochziehen.
In der Nachbesprechung war unter anderem Lagerung und Abrutschen des Patienten im steilen Gelände ein Thema. Hier sprach sich der Einsatzleiter beim nächsten Termin für eine weitere Übungseinheit dieser Problematik aus.
Gestürzte Mountainbikerin am Hochberg
Aus einer Gruppe Mountainbiker stürzte eine ca. 25-Jährige Frau gegen 20 Uhr am Hochberg in Heidenheim auf einer angelegten Strecke schwer. Die Heidenheimer Bergwacht hat ihren Stützpunkt am dortigen Lifthaus so das die Einsatzkräfte nach dem Eintreffen schnell zum nicht weit entfernten Unfallort ausrücken konnten. Sie führten umgehend die Erstversorgung und Betreuung der am Kopf und Händen Verletzten durch und untersstützten den nachgerückten Notarzt bei medizinischen Maßnahmen. Ein Problem für weitere Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr stellte die Wegfindung zum Einsatzort dar. Hier war Ortskenntnis oder eine detailierte Anfahrtsbeschreibung gefragt. Nach Versorgung durch den Notarzt transportierte man die Verletzte auf dem Nachläufer des ATV`s der Bergwacht über unwegsames Gelände bis zum ca. 300m entfernten Krankenwagen. Der Einsatz für die insgesamt 10 Heidenheimer u. Herbrechtingen Bergwachtkräfte dauerte ca. 1Stunde.
Bildnachweis: Feuerwehr Heidenheim
Fiaccolata im DRK Kreisverband Heidenheim
Am Sonntag war es soweit, die Fackel mit dem Licht der Hoffnung und Menschlichkeit machte auf dem Weg vom hohen Norden Deutschlands nach Solferino Station im Landkreis Heidenheim. Der Fackelzug erstreckte sich von der Fackelübergabe der Kameradinnen und Kameraden des DRK Kreisverbandes Ulm in Altheim/Alb über das Eselsburger Tal zum Schloss Hellenstein. Dort hatten die Bergwachtmitglieder aus Heidenheim und Herbrechtingen das Vergnügen, die Fackel über die Schloßmauer am Hellenstein abzuseilen und an die nächste Gruppe zu übergeben. Danach führte der Lauf gemeinsam durch die Heidenheimer Innenstadt bis zum Brenzpark. Von dort aus fuhr man in einer Fahrzeugkolonne zum Giengener Schießberg wo auch der Fackelzug im Landkreis endete.
Die Fackel zog dann nach Bad Mergentheim weiter wo sie an das dortige Jugendrotkreuz übergeben wurde.
Text: DRK Kreisverband / Bergwacht Herbrechtingen (A. Fritsche)
Bilder: DRK Kreisverband / Bergwacht
Gestürzter Motocrosser in Gerstetten
Um 16:03 Uhr wurden die Bergwachten Heidenheim und Herbrechtingen von der Leitstelle Ostalb zu einem gestürzten Motorcross-Fahrer in Gerstetten alarmiert. Nach erreichen des Einsatzortes und einer kurzen Erkundung transportierten die Kameraden den Patienten aus steilerem, unwegsamen Gelände in der Gebirgstrage zum Rettungswagen. Der Verletzte wurde anschließend zur Übergabe an den Rettungshubschrauber Christoph 40 aus Augsburg zum Skihang in Gerstetten gebracht, wobei die Bergwacht bei der Umlagerung in den Hubschrauber unterstützte. Der Einsatz für die Rettungskräfte der Bergwacht dauerte insgesamt eine Stunde.
Personensuche erfolgreich beendet
Ein seit Mittwochabend vermisster 83-jähriger Mann aus einer Pflegeeinrichtung in Königsbronn war am Donnerstag mit einem Großaufgebot von ca. 250 Einsatzkräften mehrerer Hilfsorganisationen und 70 Rettungshunden im Raum Königsbronn/Zang gesucht worden. Die Bergwachten Heidenheim/Herbrechtingen waren seit Donnerstagmorgen mit vier Fahrzeugen und zehn Rettungskräften an der Suche beteiligt. Mit den geländegängigen Fahrzeugen und dem ATV fuhr man in den Wäldern die Rücke-und Forstwege ab. Das Gebiet umfasste eine Fläche von mehr als eintausend Hektar. Nach 10 Stunden war der Einsatz gegen 19 Uhr für die Bergwacht auf Abruf beendet. Ein DRK Rettungshundeteam fand den Vermissten dann lebend gegen 21.30 Uhr im Wald zwischen Zang und Heidenheim.
Bild: Bergwacht Herbr.
DRK Rettungshundestaffel schnupperte Höhenluft
Bei bestem Wetter waren fünf Mitglieder der DRK Rettungshundestaffel mit ihren Hunden zu Besuch bei der Bergwacht auf der Hohen Wart. Im nahen Wald war schon alles für die Aktion „Höhenluft“ vorbereitet. Die Hundegeschirre und Hüftgurte wurden angelegt und nach dem Einhängen in das Seil nochmals angepasst. Hier gibt es die verschiedensten Möglichkeiten den Hund im Geschirr zu fixieren. Am einfachsten geht es mit der Selbstsicherungsschlinge der Bergwacht. Hier bieten sich die verschiedensten Einstellmöglichkeiten mit dem geringsten Aufwand an Material an. Mit vereinten Kräften zog der Rest der Mannschaft kräftig am Zugseil des im Baum installierten Flaschenzuges und beförderte so die im Seil hängenden nach oben. Mehrfach war es den Beteiligten möglich sich in die Höhe ziehen zu lassen um die optimale Einhängung und auch Fixierung des Hundes zu finden. Durchweg fühlten sich hier die Hundeführer mit ihren großen und kleinen Vierbeinern sozusagen „Pudelwohl“ und hatten sichtlich Spaß an der nicht alltäglichen Aktion.
Zurück zur Normalität: Bergwacht startet wieder durch
Jubiläumsevent 50+1 mit Profialpinisten übertraf Erwartungen
Das Jahr 2022 war geprägt vom 50+1sten Jahr des Bestehens der Bergwacht in Herbrechtingen. Ob das Event in geplanter Form stattfinden konnte wußte Anfang des Jahres wegen der immer noch andauernden Pandemieeinschränkungen niemand, so Bergwachtleiter Rudi Fritsche in seinen einleitenden Worten zur Hauptversammlung.
Mit 19 Aktiven liegt die Ortsebene Herbrechtingen im Mittelfeld des Landesdurchschnitts. Aus diesem Kreis heraus stellte sich ein Mitglied erfolgreich der Winterrettungsprüfung und zwei Aktive der Naturschutzprüfung, so das ein Plus an Qualifikation für die Ortsebene zu verzeichnen ist.
Stand die Ausbildungseinheit zum Digitalfunk mit 13 Teilnehmern Anfang des Jahres noch unter Infektionsschutzmaßnahmen, erfolgte danach alles wieder ohne Einschränkung. Quartalsübungen mit der Bergwacht Heidenheim, interne Ausbildung, Klettern im Eselsburger Tal, Ski- und Bergtouren, alles war wieder möglich und fand regen Zuspruch bei Aktiven wie Jugendlichen.
Der Winter bescherte den Mitgliedern am 1. April noch einen Dienst am Albuch-Skilift während die technischen Leiter Sommer in Schnee und Kälte ihre Ganztagesausbildung auf Landesebene am Reußenstein durchführten.
Insgesamt neun Notfallalarmierungen waren für die Einsatzgruppe zu verzeichnen. Bei der sanitätsdienstlichen Betreuung des Halbmarathonlaufes im Eselsburger Tal leistete das kleine UTV Einsatzfahrzeug „Gertrud“ auf den schmalen Waldwegen um den Buigen beim liegenden Abtransport einer Läuferin gute Dienste. Auch bei einer großangelegten, mehrtägigen Suchaktion Anfang des Jahres bewährten sich die Allradfahrzeuge der Bergwachten auf Wald und Wiesenwegen beim Transport der Einsatzkräfte.
Wie die Fahrzeuge im Grenzbereich zu handhaben sind „erfuhren“ mehrere Mitglieder bei einem, vom Landesverband organisierten, Offroadtraining in Stetten a. k. Markt.
Im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heidenheim e.V. befreiten Aktive und Jugendliche an mehreren Nachmittagen einen Steinbruch bei Hermaringen von Sträuchern und Bäumen an Hängen und Fels. In Kooperation mit dem DAV fand im Sommer eine Talputzete statt. Hier nahmen Kletterer, Kinder und Jugendliche teil die auch den Müll an den abseits liegenden Felsen einsammelten.
Die Bindsteinhütte war nach zweijähriger Schließung das ganze Jahr geöffnet und von der Bevölkerung wieder gut angenommen. Weiterhin ein Problem ist der zurückgelassene Müll und Vandalismus, stellte Hüttenwartin Julia Lindhorst in ihrem Bericht fest.
Die meiste Zeit aber nahm die Organisation des Jubiläums und der Dreharbeiten zum Imagefilm in Anspruch. Mit einem Jahr Verspätung übertraf die Veranstaltung mit dem Bergsteigerpaar Ines Papert und Luka Lindic dann alle Erwartungen und am Ende des Abends zeigte die positive Resonanz seitens des zahlreichen Publikums, das sich die aufwendigen Vorbereitungen in aller Hinsicht lohnten.
DRK Kreisverbandspräsident Dr. Bernhard Konyen sprach unter anderem in seinem Grußwort auch dieses, für ihn in sehr guter Erinnerung gebliebene Event an. Dr. Marc Frammelsberger vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm stellte sich anschließend als neuer Kreisverbandsarzt der Bergwachtgemeinschaft vor und zeigte sich beeindruckt von der Ausrüstungsvielfalt. Er bot an, sich bei Bedarf, gerne in die Ausbildung mit einzubringen.
Im weiteren Verlauf erfolgte die Entlastung der Vorstandschaft und Kassierer einstimmig. Die Ehrungen der Jubilare nahm Dr. Konyen mit Bergwachtleiter Fritsche vor.
10 Jahre Förderer: Norbert Pfeufer, Bernd Luckschanderl
25 Jahre Förderer: Andreas Konold, Hildegard u. Ewald Bischoff, Petra Carius, Tobias Scheunert
50 Jahre Förderer: Jürgen Kärcher
10 Jahre aktiv: Julia Lindhorst
25 Jahre aktiv: Dietmar Müller
v.l.n.r. Ewald Bischoff, Petra Carius; Hildegard Bischoff, Bergwachtleiter R. Fritsche, Julia Lindhorst, Dietmar Müller, DRK Präsident Dr. B. Konyen
12.03.2023 Unverständnis für Müllverursacher
Nachdem man im neuen Jahr gleich mit den Hinterlassenschaften einer Silvesterparty an der Bindsteinhütte konfrontiert war gab es am vergangenen Wochenende wieder ein solches Ärgerniss. Mitglieder stellten am Sonntag die Überreste eines „gemütlichen Abends“ unterm Hüttendach fest. Auch dürfte ein Fahrzeug an die Hütte gefahren sein. Hatte die Bergwacht hier selbst noch am Freitag Holz gesägt und abtransportiert, waren am Sonntag auch andere Fahrzeugspuren zu erkennen. Von einem nahen Holzstoß wurden Äste hinter die Hütte gezogen und angezündet. Wieder einmal konnte man das ganze Übel danach nur in Bildern dokumentieren. So wie es aussieht wird das Problem, welches ja nicht nur die Örtlichkeit der abseits gelegene Bergwachthütte betrifft, auch in Zukunft schwer zu lösen sein und immer wieder für Ärger und Arbeitsaufwand sorgen.
Erlebnissreiches Wochendende am Aachensee
Das von unserem Kameraden Jürgen Fetzer und seiner Frau Annette vorbereitete Skitourenwochenende führte die 17-köpfige Gruppe am Freitagmorgen nach Österreich an den Aachensee. Nach der Ankunft im Quartier, dem Karlingerhof in Aachenkirch, startete man gleich die erste, leichte Skitour von den in der Nähe gelegenen Christlum Liften. Mit Steigfellen unter den Skiern erreichten nach 750 Hm und knapp drei Stunden Aufstieg 13 Teilnehmer den Gipfel des Gröbner Hals (1650m). Die anderen Kameraden ließen es gemütlicher angehen und powerten sich am Skilift aus.
Am zweiten Tag war der am südlichen Ende des Aachensees gelegene Bärenkopf (1991m) das Tagesziel. Nach insgesamt drei Stunden Aufstieg und 1050Hm genossen acht Kameraden bei Kaiserwetter einen grandiosen Ausblick auf den See und die umliegenden Berggipfel. Die übrige Mannschaft wählte eine leichtere Tour mit 550Hm auf den weiter nordwestlich gelegenen, 1480m hohen Zwölferkopf, der auch einen herrlichen Blick auf den See bot.
Auch im Quartier kamen die Bergwachtler kulinarisch auf ihre Kosten. Gutes Essen hebt bekanntlich die Stimmung und so saß man nach dem Abendessen in gemütlicher Runde beisammen und ließ den Tag Revue passieren.
Bei bewölktem Wetter führte die Abschlußtour 14 Teilnehmer auf den in der Nähe gelegenen Christlumkopf (1758m, 800Hm). Hier übte man wiederholt die Abfolge der Maßnahmen bei der Verschüttetensuche. Drei Frauen nutzten währenddessen die Zeit für eine 12km lange Wandertour.
Vor der Heimreise wurde in der Apres Skibar am Christlum Lift kurz auf das rundum gelungene Wochenende angestoßen, für die Fahrer gab es natürlich nur alkoholfreie Getränke. Gelebtes Miteinander war das Motto der Ausfahrt nach der langen Corona Zwangspause, da konnte auch die teils geringe Schneelage nichts daran ändern.
Herzlichen Dank an Annette und Jürgen für die gute Organisation der Unterkunft und unseren „Tourgides“ für die Auswahl und Führung der Touren.








Strahlender Sonnenschein bei Skitour im Montafon
Ausgangspunkt zum Tagesziel war Gargellen. Den fünf Skitourengängern stand ein ca. 9km und 4 Stunden langer Anstieg mit 1400 Höhenmetern bis zur 2853m hohen Rotbühelspitze bevor. Durch das Valzifenztal führte die Tour schneearm bis zur Neuschneegrenze auf ca. 1550m. Von dort ab herrschte zwar ausreichend Schnee aber die Grundlage war sehr gering. Bei 2400m Höhe trennten sich die Tourengänger. Eine dreiköpfige Gruppe stieg rechterhand zum Paschianikopf (2520m) auf und die konditionsstarke Zweiermannschaft bis zum 450m höher gelegenen Gipfel der Rotbühelspitze. Das Wetter war genial und die Fernsicht am Gipfel einmalig. Nach einer kurzen Abfahrt stieg die Zweiergruppe ebenfalls zum Paschianikopf auf. Den Rückweg von rund 1100 Höhenmetern nahmen alle wieder gemeinsam unter die Skier und die lange Abfahrt rundete die landschaftlich schöne Tagestour genußvoll ab.
Gemeinsames Klettern als gelebte Inklusion
Auf Initiative einer Therapeutin der Königin-Olga Schule in Heidenheim und des stellv. Jugendleiters der Bergwacht besuchten vier Kinder mit Mehrfachbehinderung die Rettungsstation auf der Hohen Wart. Nach dem Anziehen der Gurte und Einbinden in die Seile durch die ebenfalls Klettersport erfahrenen Betreuer konnte es losgehen. Die eineinhalbstündige Exkursion in die Senkrechte machte den Kindern sichtlich genau soviel Freude wie den Erwachsenen. Ein blinder Junge bezwang die 5m hohe Wand mehrmals, ebenso die anderen Teilnehmer. Mit dem sogenannten Kong-Sitz, einer Art Dreieckstuch zur Rettung am Seil, war es möglich ein Kind aus dem Rollstuhl mittels Flaschenzug in die Höhe zu ziehen um zu Schaukeln. Die strahlenden Gesichter sagten hier oft mehr als viele Worte. Diese, bis jetzt einmalige Aktion im Haus der Bergwacht zeigte, das auch behinderte Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten sportlich etwas erreichen können. Man muß es einfach nur ausprobieren.

