News Bergwacht Herbrechtingen
News
Auf Eiszeitspuren in den Mai
Zur Maiwanderung fanden sich 18 Mitglieder der Bergwacht am Wanderparkplatz zwischen Bissingen und Stetten im Lonetal ein. Von dort führte der Weg morgens, bei noch frischen Temperaturen und teils kühlem Wind, auf den Spuren der Eiszeit zur Hohlensteinhöhle und danach Richtung Lindenau. Zwischendurch versuchten einige, sich bei den am Wegesrand installierten "Turngeräten" sportlich zu betätigen. Über Feldwege ging es Richtung Oberstotzingen bis zum Tagesziel, dem Sportheim in Niederstotzingen, zum wohlverdienten Mittagessen. Übrigens sehr zu empfehlen. Danach führten Annette und Jürgen die Gruppe über Stetten, am Vogelherd vorbei, zurück zum Ausgangspunkt der ca. 16 Km langen Runde. Eine gemütliche Kaffepause im Höhlenhaus in Hürben bildete den Abschluß der Wanderung.
Bilder: Evi Fetzer / BW Herbr.
Holzstapel brannte
Nach Beendigung ihrer Vesperpause bemerkten Mitarbeiter einer an der Rettungsstation beschäftigten Gartenbaufirma, das an einem Holzstoß neben der Einfahrt Rauch austritt. Sie verständigten daraufhin die Feuerwehr. Diese konnte das brennende Holz schnell ablöschen bevor es weitere Vegetation in Brand setzte. Die Ursache des Feuers ist unklar.
Bilder: Feuerwehr Herbr. / Bergwacht Herbr.
Gardena: Da wo die Gartenschere wohnt
Die Betriebsbesichtigung bei Gardena im Werk Niederstotzingen, welche von unserem Mitglied und ehemaligen Mitarbeiter der Firma, Jürgen Fetzer organisiert wurde, gab uns einen Einblick in die Fertigungstiefe des Gartengeräteherstellers. Weitere Werke haben ihren Sitz in der Tschechei und sogar in Australien, der Hauptsitz aber befindet sich in Ulm. Am Standort Niederstotzingen werden vor allem Metallkomponenten, wie verschiedenste Scherenmesser, aus Edelstahlplatten und Kohlenstoffstahl gelasert, geschliffen und lackiert. Diese Arbeitsgänge sind alle automatisiert. Der anfallende Schleifstaub zum Beispiel wird recycelt. Nach dem Schleifvorgang wird dem abgeschliffenen Material das Kühlmittel entzogen, die feinsten Rückstände des Metalls in Form gepresst, in Behältern gesammelt und danach zur Wiederverwertung geführt. Auch die Härtung der Metallkomponenten erfolgt in einem besonderen Verfahren, da durch die Erhitzung eine Veränderung des Stahlgefüges stattfindet aber die dabei entstehenden, sogenannten Anlaßfarben, nicht gewünscht sind. Die abschließende Montage von verschiedensten Gartengeräten erfolgt zum Teil automatisiert aber auch händisch. Im Werkseigenen Shop sorgte man danach noch für ein Umsatzplus. Den krönenden Abschluß, im warsten Sinne des Wortes, fand der Nachmittag im Königshof in Herbrechtingen.
Bilder: BW Herbrechtingen
Sanierungsmaßnahmen und Ausbildung prägten ein aussergewöhnliches Jahr
Die dringenden Sanierungsmaßnahmen in und um die Rettungsstation auf der Hohen Wart bestimmten ab dem Frühjahr 2025 das Jahr und waren von vielen Stunden Eigenleistung geprägt, so Tobias Bosch bei seiner zweiten Hauptversammlung als Bergwachtleiter. Bis Februar 26 stand der Ausbildungsraum nicht zur Verfügung und man behalf sich mit anderen Räumlichkeiten oder übte im Gelände. Viel Zeit investiert wurde auch in die Fortbildung von vier Mitgliedern zur Bergrettungsprüfung Winter bzw. Sommer. Nach erfolgreichem Abschluß verstärken sie die Einsatz-gruppe, die sich nun aus zwei Frauen und 18 Männern zusammensetzt. Hier ist vor allem den verantwortlichen technischen Leitern Sven Wiesner und Andreas Nicoletti für ihre sehr gute Vorbereitung der Prüflinge zu danken. Fachliche Verstärkung auf Erster-Hilfe Ebene und Notfallmedizin erhalten neue Anwärter und das Einsatzteam durch die integrierte Notärztin und eine Rettungssanitäterin, einen Notfallsanitäter und Erste-Hilfe Ausbilder.
Insgesamt 363 Stunden in Theorie und Praxis wendeten die technischen Leiter Sommer für Weiterbildungsmaßnahmen der Rettungsgruppe auf. An Nachwuchs mangelt es nicht. Vier Mitglieder bestanden nach zeitintensiver Vorbereitung die Grundlagenprüfung zur Einsatzkraft auf Landesebene. Zu Bergrettungsprüfung Sommer absolvierte Jugendleiter Ulrich Schmid im Frühjahr auch den Winterteil. So können er und seine Stellvertreterin die achtköpfige Jugendgruppe noch gezielter an die Ausbildungsbereiche heranführen.
Gemeinsam mit der Heidenheimer Bergwacht bewältigte man in 2025 acht Einsätze im unwegsamen Gelände. Unter anderem zwei Abtransporte verletzter Personen in der Gebirgstrage auf der Motocrossstrecke in Gerstetten, eine Vermisstensuche in Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen und eine Totenbergung am Schloßberg. Hier bewährte sich mehrmals das neue Einsatzfahrzeug der Heidenheimer Bergwacht, welches jetzt auch, wie das kleinere Herbrechtinger UTV „Gertrud“, liegende Abtransporte im Gelände ermöglicht.
Eine groß angelegte Übung mit Personenrettung, unter der Organisation des Heimat und Höhlenvereins Giengen-Hürben und der DRK Gruppe Hürben, fand in der Charlottenhöhle unter nicht alltäglichen Umständen statt. Kommunikation und Abtransport gestalteten sich, in den zum Teil engen Höhlengängen, schwierig. Weitere Veranstaltungen, wie den Eselsburger Tal oder Schnaitheimer Frühlingslauf und den Härtsfeld Bike Marathon, betreute man sanitätsdienstlich neben Personal auch mit Allradfahrzeugen um schwierige Streckenabschnitte im Notfall schnell zu erreichen. In der Wintersaison 25/26 zeigten die Bergwachtmitglieder an acht Öffnungstagen am Albuch Skilift bei Übungen und Sanitätsdiensten Präsenz. Die Kameradschaft kam bei Ausfahrten ins Gebirge, Sommer wie Winter, oder bei Wanderungen und Unternehmungen in der näheren Umgebung nicht zu kurz. Die Anstrengungen der intensiven Arbeitsdienste in der Rettungsstation, mit viel personellem und zeitlichem Aufwand, waren bei gemeinsamen Treffen, die unter dem Motto „Zusammen schaffen wir alles“ stattfanden, wieder schnell vergessen.
Zum ausgeglichenen Finanzbericht des vergangenen Jahres trug die Bindsteinhütte während 26 Öffnungstagen bei, weitere Einnahmen generierten sich unter anderem aus Landschaftspflegemaßnahmen in Steinbrüchen bei Niederstotzingen und der Güssenburg. In Kooperation mit dem DAV sammelten Aktive und Jugendliche am Word Cleanup Day Müll im Eselsburger Tal. Der Hotspot der Müllproblematik im Tal ist aber immer wieder die Bindsteinhütte mit der nahegelegenen Grillstelle.
DRK Ehrenpräsident Dr. Bernhard Konyen erwähnte in seinem Grußwort unter anderem, das die Bergwachten, mit ihren speziell ausgebildeten Einsatzkräften und Fahrzeugen, im Rettungsdienst des Landkreises mittlerweile vollumfänglich integriert sind. DRK Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck führte danach die Entlastung der Vorstandschaft durch, die einstimmig erfolgte.
Abschließend ehrten Bergwachtleiter T. Bosch und sein Stellvertreter mit Vergnügen viele langjährige Mitglieder.
Fördermitglieder: Horst Thumm, Renate Huber, Stephan Nicoletti, Magdalena Leubner, Thomas Bergmann, Michael Balle-Kalmbach (25 Jahre), Gerhard Krämer (30 Jahre), Carola Jarmer, Heike Vogelsang, Klara Willi (40 Jahre), Ilona u. Johann Flickinger, Uwe Fetzer (50 Jahre).
Aktive Mitglieder: Sarah Geringer (10 Jahre)
Alle Bilder (BW Herbrechtingen): Jubilare: v. links n. rechts:
Bergwachtleiter T. Bosch, Michael Balle-Kalmbach, Renate Huber, Magdalena Leubner, Johann Flickinger, Klara Willi, Heike Vogelsang, Stephan Nicoletti, stellv. BL R. Fritsche, Uwe Fetzer

Bild: (v. li. nach re.) Grundlagen/Winter/Sommer: BL T. Bosch, Ulrich Schmid (W) Daniel Fritzen, Heike Schmidt, Volker Kloos (Gdl), Florian Schöffler (S), Robert Steiner (Gdl), es fehlt Thomas Aumüller (S)

Abgestürztes Kind an Bocksteinhöhle
Nachmittags alarmierte die Leitstelle Ostalb die Bergwachten zu einem Unfall an der im Lonetal gelegenen Bocksteinhöhle. Dort war ein 8-jähriges Kind im unwegsamen Gelände ca. 3m durch ein Loch in der Höhlendecke abgestürzt. Ein Notfallsanitäter unserer Einsatzgruppe fuhr direkt dorthin. Als erster der Rettungskette vor Ort fand er die Eltern mit dem verletzten Kind schon unterhalb der Höhle auf der Wiese vor. Er informierte daraufhin die Leitstelle und der Bergwachteinsatz wurde abgebrochen.
Bild: Kreisfeuerwehrverband Heidenheim
Osterskitour im Motafon
Die Osterskitour führte fünf Tourengeher dieses Jahr ins Montafon. Ziel der Gruppe war der Vergaldner Schneeberg. Von Gargellen stieg man im Vergaldental Richtung Vergaldaalpe auf und dann rechts haltend zum Vergaldner Schneeberg (2855m). Der letzte Anstieg führte über steilere Hänge zum Gipfelgrat. Nach rund 1100 Hm und ca. 7km Wegstrecke hatten unsere Kameraden am Gipfel, trotz durchwachsenen Wetterverhältnissen, eine gute Sicht auf die Silvretta. Die Abfahrten über Nordhänge, fast identisch mit der Aufstiegsspur, waren zum Abschluß nochmal ein Highlight. Trotz nicht ganz perfektem Bergwetter stand das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund und wie heißt es immer: „Der Weg ist das Ziel“.
Bilder: BW Herbrechtingen
Kletterunfall im Eselsburger Tal
Am Donnerstagnachmittag stürzte ein Kletterer beim Bouldern an der Mittleren Wand bei den Steinernen Jungfrauen so unglücklich ab, das er sich schwer verletzte. Als die Bergwachten eintrafen war der Kletterer, der am Boden lag, schon vom Rettungsdienst erstversorgt. Die Einsatzkräfte der Bergwacht lagerten den Patient auf die Vakuummatraze und anschließend in die Gebirgstrage. In dieser transportierte man den Verletzten unter Seilsicherung über unwegsames Gelände zum Rettungswagen.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
| Einsatzort: | Eselsburger Tal |
| Einsatzart: | Unfall beim Bouldern |
| Bergwacht-Ortsebene: | HDH/Herbr. |
| Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: | 12 |
| Einsatzdauer in Stunden: | 1 |
| Während der Arbeitszeit: | ja |
Schönwetterfenster genutzt
Das Schönwetterfenster ausgenutzt haben fünf Skitourengeher unserer Bergwacht am Samstag. Bei top Wetter und traumhaften Schneeverhältnissen bestiegen sie von Balderschwang aus, über das mittlerweile geschlossene Skigebiet, den Gelbhansekopf (1440m). Von dort gings zum Einkehrschwung hinunter zur Fuchsalm. Gestärkt nutzte die Gruppe bei sonnigem Wetter die sehr guten Verhältnisse aus, um über die Burglhütte auf den 1559m hohen Burstkopf aufzusteigen und vom Gipfel nordseitig im Pulverschnee zum Ausgangspunkt abzufahren. Auch diese "kleinen" Gipfel mit insgesamt ca. 1100Hm brachten den Teilnehmern einen Traumtourentag bei bestem Wetter und top Schneeverhältnisse, nach dem Motto "der Weg ist das Ziel".
Bilder: BW Herbrechtingen
Erste Hilfe Maßnahmen für Hüttendienst aufgefrischt
Das Hüttendienstpersonal, welches nicht aktiv an Übungen und Ausbildungen teilnimmt aber bei Arbeitseinsätzen und sonstigen Aktivitäten präsent ist, absolvierte in Vorbereitung auf die Öffnung der Bindsteinhütte einen Erste-Hilfe Kurs. Die Ausbildung resultiert aus der Gegebenheit das die Hüttenmannschaft oft aus aktiven Einsatzkräften und eben diesen, nicht „aktiven“ Mitgliedern besteht.
Unser Kamerad und EH Ausbilder Daniel Fritzen führte den Kurs mit acht Teilnehmern an zwei Nachmittagen durch. Das Programm beinhaltete z. B. das Schienen und Verbinden von Verletzungen, verschiedene Lagerungen, Absetzen eines Notrufes oder auch die Herz-Lungen Wiederbelebung. Zum Abschluß erklärte Sanreferent Rudi Fritsche den Mitgliedern noch die Funktion und Bedienung des aktuellen Defibrilators.
Mit einem nun gut vorbereiteten Personal auf eventuelle Notfälle kann die Saison an der Bindsteinhütte, voraussichtlich ab Ostern, starten.
Bilder: BW Herbrechtingen
Tannheimer Tal: Krinnenspitze und Litnisschrofen als Ziel
Gleich zwei Gipfel hatten unsere fünf Kameraden bei ihrer Skitour am Sonntag in den Tannheimer Bergen als Ziel gewählt. Die 2001 m hohe Krinnenspitze und den Litnisschrofen mit 2068 m. Beide Gipfel sind bei einer Tagestour, weil sie nicht weit voneinander entfernt sind, gut zu besteigen. Der Aufstieg führte vom Parkplatz am Westufer des Haldensees über eine Forststraße bis zur Gräner Ödenalpe. Dort teilt sich die Spur. Drei Teilnehmer nahmen den Aufstieg zum Litnisschrofen (vom Tal ca. 3 Std., 1230 Hm) in Angriff um danach zu den Kameraden, welche zur Krinnenspitze unterwegs waren, aufzuschließen. Der Gipfelaufbau des Litnisschrofen wird nach dem Skidepot in leichter, mit einem Drahtseil gesicherter Kletterei, die am Gipfelgrat exponiert ist, bestiegen. An der Krinnenspitze zeigten sich die westseitig gelegenen Aufstiegshänge nur noch mit einer dünnen Schneedecke. Das sonnige Wetter mit guter Fernsicht trug zum Wohlfühlfaktor der Tour bei. Die 1200 Höhenmeter Abfahrt Richtung Krinnenalpe, über einen zum Teil steilen Nordhang und das alte Skigebiet, brachte die Gruppe zum Parkplatz zwischen Nesselwängle und dem Haldensee. Von dort ging es mit dem Erlebnis eines sonnigen Tourentages zurück zum Fahrzeug.
Bilder: BW Herbrechtingen
Arbeitseinsatz mit überraschendem Abschluß
Der vorerst letzte Arbeitseinsatz von 16 freudigen Kameradinnen und Kameraden am frühen Samstagmorgen um acht Uhr war geprägt von der Vielfalt der Tätigkeiten auf der vom stellv. Vorstand Rudi geschriebenen To-Do-Liste. Mit emsiger Geschwindigkeit, vergleichbar eines Ameisenhaufens, gingen die mit nützlichen Aufgaben Beauftragten ans Werk. Es wurde in den Sanitärräumen gebohrt, im Aufenthaltsraum gekehrt, in der Küche geputzt und gespült, unter den Matratzenlagern gewischt, neue Regale für Getränke installiert, nochmals gesaugt, die Fenster geputzt, Müll weggefahren und noch vieles mehr. Zum Abschluß der Arbeiten wurde sogar noch, nicht ganz standesgemäß in Arbeitsklamotten und von Allen völlig unverhofft, langjährig gediente und auch verdienter Weise, drei Mitglieder vom Vorstand Tobi geehrt. Diese nicht alltägliche Situation kam nur durch die Verhinderung der zu Ehrenden am Neujahrsempfang des DRK zustande. Für ihre 20-jährige aktive Mitgliedschaft konnte Heike Schmid die Urkunde des DRK und die obligatorische „Wunderkerze“ der Bergwacht unter dem Applaus der Anwesenden freudig in Empfang nehmen. Andreas Nicoletti traf es als nächsten. Er gehört mit 35 Dienstjahren schon zum Altbestand unter den Erfahrenen der aktiven Truppe. Auch er wurde mit einer Urkunde und der wohlgeformten Bergwachtkerze bedacht. Ein guter Abschluß krönt alles. Unser Jürgen (Fetzer), ein Mann der ersten Stunde, damals natürlich noch Pubertierender, bekam für sage und schreibe 45 aktive Jahre auch in verantwortlicher Position, zusätzlich zu den schon genannten Top Auszeichnungen, eine handgeformte Kunststoffschüssel mit in Folie eingewickelten Leckerlies überreicht. Unter dem überschwenglichen Applaus der Umsitzenden führte die nachfolgende Amtshandlung zu einem feuchten Umtrunk mit Sekt.
Mit einem Augenzwinkern des Autors wird auf die satirische Note des Textes verwiesen. Dieser soll nicht die Verdienste der Geehrten schmälern, denn wir wissen und schätzen was sie in den vielen Jahren für unsere Gemeinschaft geleistet haben.
Bilder: BW Herbrechtingen
Rettungsstation: Alle ziehen an einem Strang!
Nach vielen schweißtreibenden Stunden der Entkernungs,- und Abrissarbeiten in 2025 ging es nun um die Beseitigung der überall sichtbaren Spuren von Staub, viel Staub! Mit vereinten Kräften schafften wir am Samstag die weißen Spuren zu beseitigen und für die anstehenden Malerarbeiten im Aufenthaltsraum vorzubereiten. Hier soll es danach auch etwas moderner aussehen. Um den letzten Staub zu beseitigen sind doch noch ein paar Wischeinheiten notwendig. Man glaubt gar nicht wo der sich überall eingenistet hat. Auch die Kletterwand wird etwas aufgehübscht, die Griffe müßen mal durchgespült werden und die Wand wird eventuell auch frisch gestrichen. Schaun mehr mal.
Bilder: BW Herbrechtingen
Seilfertigung und mehr in Isny
Am Freitagnachmittag besuchten wir mit elf Teilnehmern die Fa. Edelrid in Isny. Edelrid fertigt Seile, Bänder, Gurte, Sicherungsgeräte, Helme und Bekleidung für den Klettersport, ist aber auch als Hersteller von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) bekannt. Die Besichtigung begann mit einer kurzen Einführung in die Seilproduktion, danach ging es zur Materialprüfung. Hier bestand für uns die Möglichkeit mitgebrachte, ausgesonderte Schlingen einem Zugtest zu unterziehen. Erstaunlicherweise lagen die Werte bei 15-20 Jahre altem Material nahe an der Norm bzw. noch höher. Sehr überraschend waren die Zugversuche von Reepschnüren mit unterschiedlichen Knoten (Spierenstich u. Sackstich). Hier versagte der Sackstich als Verbindung beim langsamen Zug, er zog sich trotz langer Enden durch, auf ganzer Linie. Bei einem weiteren Versuch testete man ein Klettersteigset aus der Produktion bei einem 5m Sturz mit 80Kg, wie er in der Praxis vorkommen kann. Der Bandfalldämpfer war danach voll aufgerissen, bremste so die Energie des Sturzes. Nach dieser eindrucksvollen Demonstration ging es in die ziemlich laute Produktionshalle. Hier stellt Edelrid im Dreischichtbetrieb ganzjährig Seile in verschiedensten Durchmessern, Farben und Längen für den Klettersport, die Industrie und Baumpflegearbeiten her. In der Fertigung müßen die verschiedensten Verwendungszwecke berücksichtigt werden. Deshalb imprägniert man z. B. Seile während der Produktion oder führt dem Seilmantel Wärme zu das sich dieser mit dem Innenkörper verklebt (keine Mantelverschiebung, Halle). Bei der Endkontrolle vertraut Edelrid seit Jahren auf flinke Frauenhände welche beim durchaus schnellen Seildurchlauf Unregelmäßigkeiten feststellen können, doch es wird auch fotografisch überwacht. Zum Ende der informativen Werksführung überreichten wir den Fertigungsleitern von Edelrid noch ein kleines Präsent. Nach dem obligatorischen Abschlußfoto schauten wir beim Stützpunkt der Bergwacht Isny vorbei. Ein Mitarbeiter von Edelrid und selbst Bergwachtler aus Isny ermöglichte uns diesen Abstecher, bevor wir den Tag beim Abendessen in Leutkirch ausklingen ließen.
Ein herzliches Dankeschön an unseren Kameraden Flo, der uns diesen Nachmittag bei Edelrid und den Abschluß bei gutem Essen organisierte.
Bilder: BW Herbrechtingen
Schlittenunfall in Mergelstetten
Beim Schlittenfahren auf den Mergelstetter Reutenen stürzte ein Kind so unglücklich auf der Piste das es mit Verdacht auf Wirbelsäulentrauma vom Rettungsdienst und Bergwachtkräften versorgt werden mußte. Mit einer Schaufeltrage verlagerte man den 10-jährigen Patient in die Vakuummatratze der Gebirgstrage um ihn dann über einen Hang zum Rettungswagen zu ziehen. Der Wärmeerhalt wurde bei Temperaturen um -5 Grad durch ein Wärmepack und Decken sichergestellt. Insgesamt waren 14 Einsatzkräfte der Bergwacht beteiligt.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen / Heidenheim
| Einsatzort: | Mergelstetten Reutenen |
| Einsatzart: | Unfall beim Schlittenfahren |
| Bergwacht-Ortsebene: | HDH/Herbr. |
| Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: | 14 |
| Einsatzdauer in Stunden: | 1 |
| Während der Arbeitszeit: | nein |
Skilift am Albuch öffnet
Bei doch sehr wenig Schnee öffnete der Albuch-Skilift in Schnaitheim/Aufhausen diesen Winter das erste mal. Wir übernahmen dann kurzfristig die Sanitätsbetreuung. Während des Betriebes führten wir einige Übungseineiten mit dem Akia und unseren zukünftigen Einsatzkräften durch. Weitere Öffnungen sind von stärkeren Schneefällen abhängig.
Bilder: BW Herbrechtingen
Wintergrillen am Bindstein
Bei etwas feuchtem aber nicht zu kaltem Wetter traf man sich am Bindstein zum Jahresabschluß: Motto "Wintergrillen". Es gab Punsch und anderes, auf den Grill wurden Würstchen und mehr aufgelegt. Bei guten Gesprächen und noch angenehmen Temperaturen am Nachmittag ging die Zeit schnell vorbei. Nach Einbruch der Dunkelheit spürte man dann selbst am Feuer die zunehmende Kälte, so das langsam ans Ende des Nachmittags gedacht wurde. Insgesamt war es ein schöner Abschluß des doch recht arbeitsintensiven Jahres mit vielen Terminen für alle ehrenamtlichen Mitglieder.
Bilder: BW Herbrechtingen
Auf und Nieder im ZSA
Im ZSA in Bad Tölz erlebten Thomas und Flo den letzten und wahrscheinlich interessantesten Teil ihrer Ausbildung zum Bergretter. Hier können wetterunabhängig Möglichkeiten der luftgebundenen Rettung von Verunfallten oder in Not geratenen Menschen realistisch geübt werden. Rettungen aus der Wand, Seilbahn oder aus unwegsamen Gelände stand tagsüber auf dem Programm. Hier kamen ein Hubschrauberbergesack und der Rettungssitz "Fast Saver Air" zum Einsatz. Ebenso eingeübt werden mußten Handzeichen und bestimmte Abläufe bei der Luftrettung um den sicheren Ablauf am Hubschrauber zu gewährleisten. Am Ende des Tages bekamen Thomas und Flo das begeehrte Abzeichen überreicht.
Herzlichen Glückwunsch dazu!
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Aktueller Stand der Sanierungsmaßnahmen und Rückblick
Nach drei Jahren Aufschub, es waren vor uns noch andere Rettungsstationen dringender zu renovieren, konnten im Frühjahr die nun nicht mehr aufschiebbaren Sanierungsmaßnahmen unter Federführung des Landesverbandes der DRK Bergwacht Württemberg beginnen. Dieser ist auch der Kostenträger.
Ab März führten wir an vielen Tagen Entkernungsarbeiten im gesamten Kellerbereich durch. Wir entfernten Holzverkleidungen, Unterkonstruktionen, Putz, Wand und Bodenfliesen und Türzargen. Ab Juli kamen dann die Handwerker ins Haus. Der komplette Keller wurde neu aufgeteilt. Die ehemalige Küche ist nun Heizraum, die Wasch/Duschräume der Männer und ein Behindertengerechtes WC sind nun im Jugendraum untergebracht. Die Räume der alten Frauen/Herrentoilette wird der neue Wasch/Duschraum und Toilette der Frauen. Außerdem ist ein kleiner Gang mit Fluchttüre zum hinteren Bereich Richtung Nachbars Garten eingebaut. Die Schiebetür hinter der Kletterwand im Aufenthaltsraum Richtung Waldkindergarten wurde entfernt und zugemauert weil der Bereich dahinter bis in den Kellerbereich abgegraben wurde und auch so bleibt. Grund hierfür ist die Belüftung der Mauer. Ein neuer Terrassenbereich ist auf der Seite des Gasbehälters hinter dem Haus unter dem Aufenthaltsraum geplant, der durch einen Weg und die Fluchttüre im Kellerbereich zu erreichen ist. Im Kellerbereich und Aufenthaltsraum sind neue Fenster eingebaut die der heutigen Wärmedämmung genügen. Die Außenwände werden ebenfalls zur Wärmedämmung mit Platten verkleidet. Das ist der grobe Stand der Umbaumaßnahmen die wegen Feuchtigkeit in den Kellerräumen dringend notwendig war. Die Bautätigkeiten der Handwerker werden im Dezember abgeschlossen sein. Die Außenarbeiten mit der Gartengestaltung werden voraussichtlich erst im Frühjahr beginnen. Im Aufenthaltsraum und im Hausgang sind von unserer Seite danach noch einige Arbeiten zu erledigen.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Ausforstungen in steilem Gelände
Bei herbstlichem Wetter befreiten Aktive und Jugendliche an mehreren Terminen im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heidenheim e.V. zwei Steinbüche bei Oberstotzingen vom Bewuchs. Bei den Arbeiten fällte man kleinere Bäume mit Motorsägen, in den Hang und Felsbereichen war Maschineneinsatz nur unter Seilsicherung möglich. Dort wurden auch Astscheren eingesetzt um Sträucher zu entfernen. Da es im Fels brüchige Stellen gab war eine Gefährdung durch Steinschlag gegeben und es mußte umsichtig gearbeitet werden. Die entfernten Sträucher und Bäume zersägte man am Boden um danach das Schnittgut mit vereinten Kräften der Jugendgruppe und Aktiven an Lagerplätzen abseits der Steinbrüche zu deponieren. Der kleinere, zweite Steinbruch etwas weiter westlich gelegen, befand sich in einer eingezäunten, von Ziegen beweideten Wiese. Hier war der Fels überhängend. Mehrmals mußte das Fahrzeug welches als Fixpunkt der Seile benutzt wurde, versetzt werden. Bei der Ausforstung galt wie immer doppelte Absicherung bei den Arbeiten mit der Motorsäge. Auch diese nicht alltägliche Herausforderung konnte, dank der Erfahrungen der letzten Jahre, erfolgreich abgeschlossen werden.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Theoretische Grundlagen und Kondition geprüft
Den Anfang der dreijährigen Ausbildungs -und Prüfungsreihe zur Einsatzkraft bildet die theoretische Grundlagenprüfung. Diese fand am vergangenen Samstag auf Landesebene in Degenfeld statt. Insgesamt 51 Anwärterinnen und Anwärter aus 14 Ortsebenen stellten sich der Herausforderung. Von unserer Bergwacht nahmen Heike Schmidt, Robert Steiner, Daniel Fritzen und Volker Kloos teil. Gefragt war unter anderem Wissen aus den Bereichen alpine Gefahren, Wetter -und Lawinenkunde, Karte-Kompass, Orientierung im Gelände und Naturschutz. Außerdem mußten die Prüflinge bei einem Konditionstest über 6,6 Km und 360 Höhenmetern ihre Fitness unter Zeitvorgabe beweisen. Am Nachmittag warteten alle mit Spannung auf die Ergebnisse. Insgesamt bestanden 47 Teilnehmer, vier müssen in Teilen wiederholen. Zum erfolgreichen Abschluß bekamen die angehenden Einsatzkräfte von den Vertretern des Landesverbandes ihren Dienstausweis mit Urkunde und eine Wärmejacke überreicht.
Wir gratulieren Heike, Robert, Volker und Daniel recht herzlich! Die erste Hürde wäre geschafft, nun kann es weitergehen.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen

