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Wir machen Sommerpause

Wir machen Sommerpause bis zum 11. September.

Projekttage des Buigen Gymnasiums: Thema Bergwacht

Auf Initiative von Robert Steiner, Lehrer am Buigen Gymnasium und selbst Kletterer und Bergwachtmitglied, fanden vor den Sommerferien Projekttage statt, bei denen sich alles um die Bergwacht drehte. An der dreitägigen Aktion waren außerdem aktive Mitglieder und Jugendleiter Ulrich Schmid beteiligt. Am Freitag stellten Bergwachtmitglieder den Schülern, die sich aus der sechsten bis zehnten Klasse zusammensetzten, die Rettungsorganisation vor. Danach war Eigeninitiative beim Aufbau der Gebirgstrage und Schienung von Extremitäten gefragt. Praxisnah waren auch Vermisste in kleinen Gruppen mit Funkgeräten zu suchen. Das Abseilen am Baum mit einem sogenannten Abseilachter, einer Seilbremse, wurde ebenfalls am ersten Tag geübt.

Am Montag stand Klettern an der „Mittleren Wand“ und Abseilen am „Wilden Hund“ im Eselsburger Tal auf dem Programm. Hier waren kurze Routen bis zum fünften Schwierigkeitsgrad zu bewältigen und die korrekte Beherrschung der Sicherungstechnik zu erlernen. Das Abseilen vom ca. 18m hohen „Wilden Hund“ bildete sozusagen den Höhepunkt des Tages.

Am Dienstag erfuhren die Schüler noch einiges über Erste-Hilfe Maßnahmen und setzten das Erlernte danach in praktischen Anwendungen um. Den Abschluß des Projektes Bergwacht bildete ab 17 Uhr beim Schulfest der Workshop „Knotenkunde“. Hier gaben die Schüler der Projektgruppe ihr Knowhow im Umgang mit Seil und Reepschnur an interessierte Mitschüler weiter.

Bilder: BW Herbr.

Mit dem Bike nach Wüstenrot

Die schon traditionelle Motorradausfahrt führte dieses Jahr in den Heilbronner Landkreis nach Wüstenrot, genauer gesagt nach Vorderbüchelberg. Gestartet ist die 10-köpfige Gruppe nahe dem Mittelrain in Heidenheim. Die Route bis zur Mittagspause im Gasthof "Goldener Ritter" war zwar nur 130 km lang, aber der Weg war das Ziel. So führte die Tour vormittags auf oft kleinen Sträßchen über Essingen, Adelmannsfelden, Gaildorf, Fichtenberg und Großerlach, dorthin. Nach der kulinarischen Pause waren gleich viele Kurven angesagt welche konzentriert unter die Räder genommen wurden. Die Temperaturen stiegen Nachmittags bis auf 28 Grad, doch bei aufkommenden Wind behielten alle auf der kurvenreichen Strecke durch den Schwäbischen Wald einen kühlen Kopf. Nach einer kurzen Pause wurde das Nach-mittagsziel Heubach und der Gasthof "Jägerhaus" an der Steige Richtung Bartholomä angesteuert. Hier verbrachte die Gruppe bei einem kühlen Getränk, Eistee und Kuchen den Abschluß einer gemütlichen Motorradtour durchs Ländle.

Bilder: BW Herbr.

Mit Klettern und Grillen in die Sommerpause

Zum letzten Gruppenabend vor der Sommerpause trafen sich Aktive und Jugendliche an der Bindsteinhütte. Bei sonniger Abendstimmung waren die Kletterer am Fels unterwegs, andere kümmerten sich um das Grillfeuer. Später gesellten sich auch Mitglieder des DAV dazu und man verbrachte zusammen noch einen entspannten Abend in gemütlicher Runde.

Teilnehmerrekord steigert auch Einsätze der Bergwacht

Der Eselsburger Tal-Lauf forderte dieses Jahr nicht nur den Veranstalter, mit über 1100 Anmeldungen ein neuer Rekord, sondern auch die sanitätsdienstliche Betreuung durch 16 Einsatzkräfte und medizinisches Personal der Bergwacht. Mit zwei Fahrzeugen und mehrere Fahrradstreifen erfolgte die Absicherung der Strecke durch das Eselsburger Tal. Während des Laufes verbuchte unser Einsatzleiter acht Erste-Hilfe Maßnahmen, von Kreislaufproblemen bis zu Verletzungen durch Sturz, einmal mußte der Rettungswagen angefordert werden. Insgesamt aber ein neuer Höchststand an Versorgungen durch die Bergwacht. Hier bewährte sich wieder einmal das UTV „Gertrud“ als schneller, geländegängiger Zubringer für die Einsatzkräfte zu hilfsbedürftigen Personen auf der Strecke.

Bilder: BW Herbr.

Ultra Trail World Series in Cortina d`Ampezzo: Sandro Nicoletti unter den Top 100

Zu einem Lauf der Ultra Trail Mont-Blanc World Series war Sandro Nicoletti in Cortina d`Ampezzo, um die 122 km Strecke mit 5963 Höhenmetern in Angriff zu nehmen. Das internationale Teilnehmerfeld setzte sich aus 1491 Läuferinnen und Läufern zusammen. Darunter so bekannte Namen wie der Deutsche, internationale Top 10 Trailrunner, Hannes Namberger. Um 23 Uhr Freitagnacht begaben sich die Trailspezialisten im Zentrum von Cortina auf die Strecke. Es herrschten immer noch Temperaturen um die 25 Grad und vor Sandro lag der erste Anstieg mit 19 Km und 950 Höhenmetern. Danach folgten der Passo Tre Croci Richtung Misurinasee zum Rifugio Auronzo. Im Laufe der Nacht, aber vor allem des Samstages, konnte Sandro immer wieder Plätze gutmachen. War er an den Drei Zinnen nach 50 km noch auf Platz 119, lief er gegen Ende des Trails immer weiter in die vorderen Ränge. Gegen 13:49 Uhr am Samstag erreichte er den Passo Giau. Von hier ab waren nur noch einige kleinere Anstiege zu bewältigen, danach führte der Weg über 17 km bergab Richtung Cortina. Auf dieser Strecke machte er nochmals Tempo und vier weitere Plätze gut. Nach insgesamt 17:05:55 Std, 121,7 km, 5963 Höhenmetern und nur 00:10:15 min Ruhezeit kam Sandro unter die Top 100 auf Platz 82 ins Ziel. Ein sensationelles Ergebnis für den 24-jährigen, der für die Bergwacht Herbrechtingen startete. Gezieltes Training und Ernährung in der Vorbereitungsphase haben ihre Wirkung gezeigt und ihn mit einer Top Platzierung abschließen lassen. Herzlichen Glückwunsch zum super Ergebnis, Sandro!

Bilder: Sportograf (Strecke) /  A. Nicoletti (Start-Ziel)

Bergwacht dabei: La Sportiva Lavaredo Ultra Trail in Cortina d`Ampezzo

Im Rahmen der Ultra Trail Mont-Blanc World Series starteten Simone und Andreas Nicoletti auf der 10 km Strecke mit 400 Höhenmeter in Cortina d`Ampezzo für unsere Bergwacht Herbrechtingen. Die Teilnahme war ein "Geschenk" ihres Sohnes Sandro, der schon mehrere Ultra Trails erfolgreich beendete. Er startete zwei Tage später auf der 122 km Strecke und 5963 Höhenmetern.

Im Zentrum Cortinas versammelten sich am Mittwoch um 19 Uhr rund 471 Läuferinnen und Läufer aus zahlreichen Nationen zum Start des 10 Km Laufes. Der Streckenverlauf führte durch die Innenstadt, über Forstwege, Singletrails mit insgesamt 400 Höhenmetern wieder zurück auf die Start-Ziel Gerade im Zentrum. Dort feuerten viele Fans die Teilnehmer lautstark auf den letzten Metern an.

Andreas hatte keine Probleme bei seiner ersten Teilnahme eines 10 km Laufes, konnte auf der Strecke einige Positionen gutmachen und kam mit einem Endspurt unter dem Jubel der Zuschauer nach 1:21:03 Std. ins Ziel. Simone, die schon zwei Halbmarathons finishte, war gemütlicher unterwegs und schaffte es in 01:55:37 Std. über die Distanz in ihrer angestrebten Zeit. Erwähnenswert, mit 00:39:39 Std. war ein italienischer Läufer der schnellste und ein Unterschenkelamputierter beendete ebenfalls unter großem Beifall den Lauf.

Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ trainierten beide auf diesen Tag hin, das Ergebnis war dann fast Nebensache und die Kulisse der Zuschauer und der traumhaften Landschaft taten ihr übriges.

Bild: Bergwacht Herbrechtingen

Aktionstag zum Katastrophenschutz am Bibris Schulzentrum

An der Bibrisschule fand ein Aktionstag "Katastrophenschutz" mit verschiedenen Rettungsorganisationen, wie der Feuerwehr, DLRG, Johanniter, DRK und Bergwacht, statt. Nach der Begrüßung und Vorstellung bei den Schülern waren fünf Stationen bei 30 Grad im Freien für die Schüler bereit. In jeweils ca. 25 Minuten Abstand stellten die einzelnen Organisationen ihre Aufgaben und Material vor. Gegen 11:30 Uhr, in praller Sonne, war auch für die Bergwacht Ende der Vorstellung. Insgesamt waren die Schüler positiv beeindruckt und hatten einen kompakten Einblick in die Arbeit der verschiedensten Einsatzkräfte und Organisationen.

Bild: BW Herbr.

SWR 1 mit dem Mikrofon im Gelände

SWR 1 Baden-Württemberg blickte eine Woche lang hinter die Kulissen von Rettungskräften. So wurde auch die ehrenamtliche Tätigkeit der Bergwachten im Landkreis bei einer Such -und Rettungsübung mit 16 Einsatzkräften von Maja Nötzel (SWR Studio Ulm) mit dem Mikrofon im Gelände begleitet. Der daraus folgende ca. zweiminütige Mitschnitt wird am Mittwoch, den 17. Juni auf SWR 1, zwischen 12 - 16 Uhr gesendet. Auf der Webseite des Senders folgt auch ein Bericht.

Bilder: Bergwacht Herbr.

Rettungseinsatz im Eselsburger Tal

Ein Kletterer hat sich bei einem Sturz nahe den Steinernen Jungfrauen (Mittlere Wand) im Eselsburger Tal am Samstagnachmittag verletzt. Rettungskräfte der Bergwacht unterstützten ihn beim Abstieg aus dem unwegsamen Gelände und übergaben ihn dem Rettungsdienst.

Bild: Bergwacht Heidenheim

Einsatzort: Eselsburger Tal
Einsatzart: Kletterunfall
Bergwacht-Ortsebene: HDH/Herbr.
Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: 10
Einsatzdauer in Stunden: 1
Während der Arbeitszeit: nein
Beteiligte Organisationen: DRK Rettungsdienst

Biker stürzt: Medizinischer Notfall bei Anhausen

Ein Gruppe Mountainbiker war Abends auf dem Zoeppritzweg oberhalb des Tales vom Bindstein her kommend unterwegs. Durch einen medizinischen Notfall stürzte ein 75-jähriger der Gruppe kurz vor Anhausen im Wald. Da keine Vitalfunktionen mehr festzustellen waren mußte der Mann von alarmierten Helfern vor Ort, Notarzt und Rettungsdienst reanimiert werden. Die angeforderten Bergwachten unterstützten die Maßnahmen. Leider verstarb der Patient an der Unfallstelle. Die Bergwachtkräfte transportierten den Verstorbenen in der Gebirgstrage über den abschüßigen Waldweg zu einer nahegelegenen Wiese.

Bild: Bergwacht Herbrechtingen

Einsatzort: Anhausen/Zoeppritzweg
Einsatzart: Mountainbike/med. Notfall
Bergwacht-Ortsebene: HDH/Herbr.
Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: 13
Einsatzdauer in Stunden: 1
Während der Arbeitszeit: nein

Sperrung der Feuerstelle umsonst

Die Feuerstellen im Landkreis wurden wegen der andauernden Trockenheit mit Waldbrandgefahr am Freitag gesperrt, so auch die Feuerstelle am Bindstein. Der Bauhof brachte ein Schild und rot-weiße Bänder über dem Grillrost an. Das spielte anscheinend für einige Zeitgenossen keine Rolle, die Absperrung wurde entfernt und Feuer gemacht. So geschehen am Freitag und wahrscheinlich auch am Samstag. Das Hüttendienstpersonal fand am Sonntag einen Müllbeutel an der Klinke der Hüttentür hängend, mit Abfall und einer Packung Würstchen, vor. Der Bauhof ist mittlerweile informiert um eine weitere Absperrung vorzunehmen.

Bilder: Bergwacht Herbr.

Auf Eiszeitspuren in den Mai

Zur Maiwanderung fanden sich 18 Mitglieder der Bergwacht am Wanderparkplatz zwischen Bissingen und Stetten im Lonetal ein. Von dort führte der Weg morgens, bei noch frischen Temperaturen und teils kühlem Wind, auf den Spuren der Eiszeit zur Hohlensteinhöhle und danach Richtung Lindenau. Zwischendurch versuchten einige, sich bei den am Wegesrand installierten "Turngeräten" sportlich zu betätigen. Über Feldwege ging es Richtung Oberstotzingen bis zum Tagesziel, dem Sportheim in Niederstotzingen, zum wohlverdienten Mittagessen. Übrigens sehr zu empfehlen. Danach führten Annette und Jürgen die Gruppe über Stetten, am Vogelherd vorbei, zurück zum Ausgangspunkt der ca. 16 Km langen Runde. Eine gemütliche Kaffepause im Höhlenhaus in Hürben bildete den Abschluß der Wanderung.

Bilder: Evi Fetzer / BW Herbr.

Holzstapel brannte

Nach Beendigung ihrer Vesperpause bemerkten Mitarbeiter einer an der Rettungsstation beschäftigten Gartenbaufirma, das an einem Holzstoß neben der Einfahrt Rauch austritt. Sie verständigten daraufhin die Feuerwehr. Diese konnte das brennende Holz schnell ablöschen bevor es weitere Vegetation in Brand setzte. Die Ursache des Feuers ist unklar.

Bilder: Feuerwehr Herbr. / Bergwacht Herbr.

Gardena: Da wo die Gartenschere wohnt

Die Betriebsbesichtigung bei Gardena im Werk Niederstotzingen, welche von unserem Mitglied und ehemaligen Mitarbeiter der Firma, Jürgen Fetzer organisiert wurde, gab uns einen Einblick in die Fertigungstiefe des Gartengeräteherstellers. Weitere Werke haben ihren Sitz in der Tschechei und sogar in Australien, der Hauptsitz aber befindet sich in Ulm. Am Standort Niederstotzingen werden vor allem Metallkomponenten, wie verschiedenste Scherenmesser, aus Edelstahlplatten und Kohlenstoffstahl gelasert, geschliffen und lackiert. Diese Arbeitsgänge sind alle automatisiert. Der anfallende Schleifstaub zum Beispiel wird recycelt. Nach dem Schleifvorgang wird dem abgeschliffenen Material das Kühlmittel entzogen, die feinsten Rückstände des Metalls in Form gepresst, in Behältern gesammelt und danach zur Wiederverwertung geführt. Auch die Härtung der Metallkomponenten erfolgt in einem besonderen Verfahren, da durch die Erhitzung eine Veränderung des Stahlgefüges stattfindet aber die dabei entstehenden, sogenannten Anlaßfarben, nicht gewünscht sind. Die abschließende Montage von verschiedensten Gartengeräten erfolgt zum Teil automatisiert aber auch händisch. Im Werkseigenen Shop sorgte man danach noch für ein Umsatzplus. Den krönenden Abschluß, im warsten Sinne des Wortes, fand der Nachmittag im Königshof in Herbrechtingen.

Bilder: BW Herbrechtingen

Sanierungsmaßnahmen und Ausbildung prägten ein aussergewöhnliches Jahr

Die dringenden Sanierungsmaßnahmen in und um die Rettungsstation auf der Hohen Wart bestimmten ab dem Frühjahr 2025 das Jahr und waren von vielen Stunden Eigenleistung geprägt, so Tobias Bosch bei seiner zweiten Hauptversammlung als Bergwachtleiter. Bis Februar 26 stand der Ausbildungsraum nicht zur Verfügung und man behalf sich mit anderen Räumlichkeiten oder übte im Gelände. Viel Zeit investiert wurde auch in die Fortbildung von vier Mitgliedern zur Bergrettungsprüfung Winter bzw. Sommer. Nach erfolgreichem Abschluß verstärken sie die Einsatz-gruppe, die sich nun aus zwei Frauen und 18 Männern zusammensetzt. Hier ist vor allem den verantwortlichen technischen Leitern Sven Wiesner und Andreas Nicoletti für ihre sehr gute Vorbereitung der Prüflinge zu danken. Fachliche Verstärkung auf Erster-Hilfe Ebene und Notfallmedizin erhalten neue Anwärter und das Einsatzteam durch die integrierte Notärztin und eine Rettungssanitäterin, einen Notfallsanitäter und Erste-Hilfe Ausbilder.

Insgesamt 363 Stunden in Theorie und Praxis wendeten die technischen Leiter Sommer für Weiterbildungsmaßnahmen der Rettungsgruppe auf. An Nachwuchs mangelt es nicht. Vier Mitglieder bestanden nach zeitintensiver Vorbereitung die Grundlagenprüfung zur Einsatzkraft auf Landesebene. Zu Bergrettungsprüfung Sommer absolvierte Jugendleiter Ulrich Schmid im Frühjahr auch den Winterteil. So können er und seine Stellvertreterin die achtköpfige Jugendgruppe noch gezielter an die Ausbildungsbereiche heranführen.

Gemeinsam mit der Heidenheimer Bergwacht bewältigte man in 2025 acht Einsätze im unwegsamen Gelände. Unter anderem zwei Abtransporte verletzter Personen in der Gebirgstrage auf der Motocrossstrecke in Gerstetten, eine Vermisstensuche in Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen und eine Totenbergung am Schloßberg. Hier bewährte sich mehrmals das neue Einsatzfahrzeug der Heidenheimer Bergwacht, welches jetzt auch, wie das kleinere Herbrechtinger UTV „Gertrud“, liegende Abtransporte im Gelände ermöglicht.

Eine groß angelegte Übung mit Personenrettung, unter der Organisation des Heimat und Höhlenvereins Giengen-Hürben und der DRK Gruppe Hürben, fand in der Charlottenhöhle unter nicht alltäglichen Umständen statt. Kommunikation und Abtransport gestalteten sich, in den zum Teil engen Höhlengängen, schwierig. Weitere Veranstaltungen, wie den Eselsburger Tal oder Schnaitheimer Frühlingslauf und den Härtsfeld Bike Marathon, betreute man sanitätsdienstlich neben Personal auch mit Allradfahrzeugen um schwierige Streckenabschnitte im Notfall schnell zu erreichen. In der Wintersaison 25/26 zeigten die Bergwachtmitglieder an acht Öffnungstagen am Albuch Skilift bei Übungen und Sanitätsdiensten Präsenz. Die Kameradschaft kam bei Ausfahrten ins Gebirge, Sommer wie Winter, oder bei Wanderungen und Unternehmungen in der näheren Umgebung nicht zu kurz. Die Anstrengungen der intensiven Arbeitsdienste in der Rettungsstation, mit viel personellem und zeitlichem Aufwand, waren bei gemeinsamen Treffen, die unter dem Motto „Zusammen schaffen wir alles“ stattfanden, wieder schnell vergessen.

Zum ausgeglichenen Finanzbericht des vergangenen Jahres trug die Bindsteinhütte während 26 Öffnungstagen bei, weitere Einnahmen generierten sich unter anderem aus Landschaftspflegemaßnahmen in Steinbrüchen bei Niederstotzingen und der Güssenburg. In Kooperation mit dem DAV sammelten Aktive und Jugendliche am Word Cleanup Day Müll im Eselsburger Tal. Der Hotspot der Müllproblematik im Tal ist aber immer wieder die Bindsteinhütte mit der nahegelegenen Grillstelle.

DRK Ehrenpräsident Dr. Bernhard Konyen erwähnte in seinem Grußwort unter anderem, das die Bergwachten, mit ihren speziell ausgebildeten Einsatzkräften und Fahrzeugen, im Rettungsdienst des Landkreises mittlerweile vollumfänglich integriert sind. DRK Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck führte danach die Entlastung der Vorstandschaft durch, die einstimmig erfolgte.

Abschließend ehrten Bergwachtleiter T. Bosch und sein Stellvertreter mit Vergnügen viele langjährige Mitglieder.

Fördermitglieder: Horst Thumm, Renate Huber, Stephan Nicoletti, Magdalena Leubner, Thomas Bergmann, Michael Balle-Kalmbach (25 Jahre), Gerhard Krämer (30 Jahre), Carola Jarmer, Heike Vogelsang, Klara Willi (40 Jahre), Ilona u. Johann Flickinger, Uwe Fetzer (50 Jahre).

Aktive Mitglieder: Sarah Geringer (10 Jahre)

Alle Bilder (BW Herbrechtingen): Jubilare: v. links n. rechts:

Bergwachtleiter T. Bosch, Michael Balle-Kalmbach, Renate Huber, Magdalena Leubner, Johann Flickinger, Klara Willi, Heike Vogelsang, Stephan Nicoletti, stellv. BL R. Fritsche, Uwe Fetzer

 

Bild: (v. li. nach re.) Grundlagen/Winter/Sommer: BL T. Bosch, Ulrich Schmid (W) Daniel Fritzen, Heike Schmidt, Volker Kloos (Gdl), Florian Schöffler (S), Robert Steiner (Gdl), es fehlt Thomas Aumüller (S)

Abgestürztes Kind an Bocksteinhöhle

Nachmittags alarmierte die Leitstelle Ostalb die Bergwachten zu einem Unfall an der im Lonetal gelegenen Bocksteinhöhle. Dort war ein 8-jähriges Kind im unwegsamen Gelände ca. 3m durch ein Loch in der Höhlendecke abgestürzt. Ein Notfallsanitäter unserer Einsatzgruppe fuhr direkt dorthin. Als erster der Rettungskette vor Ort fand er die Eltern mit dem verletzten Kind schon unterhalb der Höhle auf der Wiese vor. Er informierte daraufhin die Leitstelle und der Bergwachteinsatz wurde abgebrochen.

Bild: Kreisfeuerwehrverband Heidenheim

Osterskitour im Motafon

Die Osterskitour führte fünf Tourengeher dieses Jahr ins Montafon. Ziel der Gruppe war der Vergaldner Schneeberg. Von Gargellen stieg man im Vergaldental Richtung Vergaldaalpe auf und dann rechts haltend zum Vergaldner Schneeberg (2855m). Der letzte Anstieg führte über steilere Hänge zum Gipfelgrat. Nach rund 1100 Hm und ca. 7km Wegstrecke hatten unsere Kameraden am Gipfel, trotz durchwachsenen Wetterverhältnissen, eine gute Sicht auf die Silvretta. Die Abfahrten über Nordhänge, fast identisch mit der Aufstiegsspur, waren zum Abschluß nochmal ein Highlight. Trotz nicht ganz perfektem Bergwetter stand das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund und wie heißt es immer: „Der Weg ist das Ziel“.

Bilder: BW Herbrechtingen

Kletterunfall im Eselsburger Tal

Am Donnerstagnachmittag stürzte ein Kletterer beim Bouldern an der Mittleren Wand bei den Steinernen Jungfrauen so unglücklich ab, das er sich schwer verletzte. Als die Bergwachten eintrafen war der Kletterer, der am Boden lag, schon vom Rettungsdienst erstversorgt. Die Einsatzkräfte der Bergwacht lagerten den Patient auf die Vakuummatraze und anschließend in die Gebirgstrage. In dieser transportierte man den Verletzten unter Seilsicherung über unwegsames Gelände zum Rettungswagen.

Bilder: Bergwacht Herbrechtingen

Einsatzort: Eselsburger Tal
Einsatzart: Unfall beim Bouldern
Bergwacht-Ortsebene: HDH/Herbr.
Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: 12
Einsatzdauer in Stunden: 1
Während der Arbeitszeit: ja

Schönwetterfenster genutzt

Das Schönwetterfenster ausgenutzt haben fünf Skitourengeher unserer Bergwacht am Samstag. Bei top Wetter und traumhaften Schneeverhältnissen bestiegen sie von Balderschwang aus, über das mittlerweile geschlossene Skigebiet, den Gelbhansekopf (1440m). Von dort gings zum  Einkehrschwung hinunter zur Fuchsalm. Gestärkt nutzte die Gruppe bei sonnigem Wetter die sehr guten Verhältnisse aus, um über die Burglhütte auf den 1559m hohen Burstkopf aufzusteigen und vom Gipfel nordseitig im Pulverschnee zum Ausgangspunkt abzufahren. Auch diese "kleinen" Gipfel mit insgesamt ca. 1100Hm brachten den Teilnehmern einen Traumtourentag bei bestem Wetter und top Schneeverhältnisse, nach dem Motto "der Weg ist das Ziel".

Bilder: BW Herbrechtingen