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Ausbildungsmarathon zum Bergretter: Intensives Training in Notfallmedizin
In der DRK Landesschule Pfalzgrafenweiler bildete die Bergwacht Württemberg 18 zukünftige Bergretter in einem achttägigen Lehrgang "Notfallmedizin" aus. Für unsere Kameraden Florian Schöffler und Thomas Aumüller war das nach schon bestandenem Sanitätslehrgang, Zulassungsprüfung und Theorieprüfung zur Bergrettung Sommer, anschließendem Funklehrgang und notfallmedizinischem Wochenende der umfangreichste Teil der Prüfungsreihe. Danach folgt abschließend die Hubschrauberausbildung im ZSA (Zentrum für Sicherheit und Ausbildung) in Bad Tölz und der zweitägige, praktische Teil der Bergrettungsprüfung Sommer.
Doch in dieser Woche stand die erweiterte, notfallmedizinische Ausbildung der zukünftigen Einsatzkräfte auf dem Stundenplan. Vom internistischen Notfall über das Erkennen von Verletzungen beim sogenannten Bodycheck, Notruf und Einleitung von Sofortmaßnahmen wie z. B. einer Herz-Lungen Wiederbelebung, dem Anlegen von Verbänden und Schienen oder Einsatzleiterqualitäten bei den praktischen Übungen im Gelände, all das wurde von den Teilnehmern in den Ausbildungseinheiten gefordert. Am Samstagnachmittag stieg die Anspannung der Teilnehmer nochmals an. Prüfung bestanden hieß es am Ende für Flo und Thomas. Unser stellv. Bergwachtleiter Rudi gratulierte ihnen als erster zum Erfolg da er die ganze Woche im Ausbilderteam tätig war.
Herzlichen Glückwunsch von allen Kameradinnen und Kameraden zum erfolgreichen Abschluß!
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Salomon Pitz Alpine Glacier Trail: Anspruchsvolle Strecke in hochalpinem Gelände
Der Salomon Ultratrail im Pitztal gilt als einer der härtesten in den Alpen, so der 23-jährige Sandro Nicoletti (Bergwacht Herbrechtingen). Er und ca. 60 weitere Trailrunningspezialisten starteten auf der 105km Strecke mit 6100 Höhenmetern im anspruchsvollen, hochalpinen Gelände um den Ort Mandarfen am Ende des Tales.
Im Schein der Stirnlampen ging es am Freitagnacht um 23 Uhr auf den ersten Streckenabschnitt. Dieser führte auf 7,5km und 1400 Höhenmeter steil bergauf über den Mittagskogel zur Bergstation des Pizexpress im Skigebiet. Hier lag Sandro mit 1:44:35 Std. an siebter Stelle. Auf dem Rückweg nach Mandarfen (1675m) überquerten die Läufer den Gletscher. Im Tal angekommen folgten immer wieder längere Auf -und Abstiege zu verschiedenen Hütten, wie z. B. zum Taschachhaus (2434m) über den Fuldaer Höhenweg oder zur Kaunergrathütte (2817m). Das schlechte Wetter forderte konzentriertes Laufen, denn die Strecke war nass, matschig und dadurch auch sehr rutschig, was es für die Läufer äußerst schwer machte und viel Zeit kostete. Einige Trails mussten vom Veranstalter auch kurzfristig geändert werden. Die Zwischenzeiten und Platzierungen waren über die GPS Daten der Läufer im Internet abzurufen. Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel waren plötzlich aktuelle Zeiten und sein Name auf den Anzeigen gecancelt. War etwa beim Abstieg vom Riffelsee etwas passiert? Nach 10 Minuten der Ungewissheit klärte sich alles auf. Die Technik hatte versagt und übermittelte kurzzeitig kein GPS Signal. Er kam Samstagabend nach 19:29:39 Std. ins Ziel und belegte damit unter den Top 10 den sensationellen neunten Platz insgesamt und Platz sieben in seiner Altersgruppe. Insgesamt finishten nur 18 Teilnehmer. Sein Vater Andreas, welcher ihn vor Ort unterstützte, gratulierte ihm als erster. Das Wetter hatte sich die ganze Zeit nicht gebessert, darum ist die Platzierung unter diesen Bedingungen als sehr gut zu bewerten.
Herzlichen Glückwunsch von uns Bergwachtlern zu dieser Top Platzierung, Sandro!
Bilder: Andreas Nicoletti
Mit Bike und Cabrio auf Tour
Bei bewölktem aber warmen Wetter trafen sich am Sonntagmorgen neun Bergwachtmitglieder mit Bike und Cabrio in Nattheim, dem Ausgangspunkt der ca. 125 km langen Tour Richtung Dinkelsbühl. Die Route führte über Härtsfeld und Ries ins fränkische, das sich durch eine große Seendichte auszeichnet. Über kleine, gut zu fahrende und landschaftlich schöne Sträßchen erreichte die Gruppe gegen 12 Uhr das Gasthaus Dollinger in Segringen bei Dinkelsbühl. Bei sehr gutem Essen und ebenso guter Stimmung verbrachte man dort in gemütlicher Runde die Mittagszeit. Nachmittags waren rund 80 km auf kleinen, verkehrsarmen Straßen zurückzulegen was bei 30 Grad Wärme, trotz kurzer Strecke, zwischendurch eine Pause im Schatten erforderte. Am Elchinger Flugplatzrestaurant angekommen waren dann kühle Getränke und Eiscafe die erste Wahl. Über Neresheim, Auernheim und Fleinheim führte die letzte Etappe zurück nach Nattheim. Dort endete der sonnige, genußreiche Bike und Cabrioausflug mit landschaftlich schöner, abwechslungsreicher Streckenführung, zufriedenen Teilnehmern und einem sichtlich entspannten Tourgide.
Bilder: BW Herbr.
Bergwacht Württemberg: Notfallmedizin in Theorie und Praxis gefordert
Auf der Hütte der Bergwacht Pfullingen, fand für 21 zukünftige Rettungskräfte der Bergwacht Württemberg der notfallmedizinische Teil zur Einsatzkraft statt. Hatten die Herbrechtinger Florian Schöffler und Thomas Aumüller am vergangenen Wochenende am Fels ihre Fähigkeiten über verschiedenste Rettungstechniken beweisen müssen wurde nun das medizinische Wissen geprüft. Insgesamt 50 Fragen zu Notfallmedizin, Sofortmaßnahmen und Datenschutz mußten in ca. anderthalb Stunden beantwortet werden.
Anschließend waren praktische Einheiten, wie der Umgang mit Vakuumschienen, stabile Seitenlage, Herz-Lungen Wiederbelebung und das Verbinden von extremen Blutungen mit Druckverband und Tourniquet (Stausystem zur Blutstillung an Extremitäten) gefragt. Gegen 16:30 Uhr ließ die Anspannung aller Teilnehmer nach, die Ergebnisse wurden bekanntgegeben. Unsere Prüflinge Flo und Thomas haben wiederholt gute Leistungen gezeigt und bestanden. Damit ist ein weiterer Teil zur „Einsatzkraft Bergrettung Sommer“ geschafft. Sanitätsreferent und Landesausbilder der Herbrechtingen Bergwacht, Rudi Fritsche, gratulierte den sichtlich erleichterten Prüflingen als erster.
Bild: BW Herbr. (v.l. Thomas Aumüller, Florian Schöffler, Sanitätsreferent Rudi Fritsche)
Übung in Charlottenhöhle: Herausforderung mit Kälte, Enge und Kommunikation
Bei einer Rettungsübung in Zusammenarbeit mit dem DRK Hürben in der vielbesuchten Charlottenhöhle konnten Alarmierungswege, Kommunikation in und aus der Höhle und der Verletztentransport überprüft werden. Außerdem galt es bei Versorgung und Transport der Verunglückten über zum Teil längere Strecken, auch die permanente Temperatur von 9 Grad zu beachten.
Insgesamt ca. 20 Einsatzkräfte, davon 14 der Bergwacht, übten den Ernstfall in der Charlottenhöhle. Der Höhlen-und Heimatverein Giengen- Hürben ist hier an offizielle Vorgaben zur Durchführung von Rettungsübungen gebunden. Das es immer wieder Vorfälle mit z. B. Bewußtlosigkeit und Kopfverletzungen bei Führungen gibt, bestätigte eine Sprecherin. Für das Übungszenario wurden zwei verletzte Personen in der Höhle angenommen welche nach erster Sichtung der Helfer vor Ort Gruppe des DRK Hürben auch nicht mehr gehfähig waren. Die nachrückende Mannschaft der Bergwacht und DRK Einsatzkräfte aus Hürben waren daraufhin mit einem Notarzt in kleinen Gruppen mit Rettungsmaterial zum Höhleneingang und weiter zu den Verletzten unterwegs. Eine bewustlose Person mit Schädel-Hirn Trauma erreichten die Retter im vorderen und eine weitere, mit Unterschenkelfraktur, im hinteren Teil der Höhle. Die Kommunikation erfolgte über das Höhlentelefon und über Personen welche als „Melder“ zu Fuß unterwegs waren. Mit Funkgeräten und Handy war in dieser Umgebung keine Verständigung möglich. Der bewustlose Verletzte im vorderen Teil hatte oberste Priorität bei Versorgung und Abtransport mit der Gebirgstrage durch die schmalen Höhlengänge und dem anschließenden steileren Fußweg zum Parkplatz. Dort fand die Übergabe an den Rettungsdienst statt. Der zweite Patient war ca. 300m vom Eingang entfernt in einer kleineren Seitenhöhle gelegen und die Verletzungen mußten dort behandelt werden. Hier ist die einrädrige Gebirgstrage für den Transport über längere Strecken die erste Wahl. Nur an der engsten Stelle auf dem Weg zum Eingang mußte die Person kurz mit dem Bergesack getragen werden, weil hier ein Durchkommen mit dem fahrbaren Untersatz nicht möglich war.
Das die Rettung aus der Höhle herausfordern ist und mehr Zeit in Anspruch nimmt wurde hier jedem Beteiligten deutlich vor Augen geführt und ist den Gegebenheiten geschuldet. In der Abschlußbesprechung am Höhlenhaus dankte die Vereinsmittglieder den Rettungskräften von DRK und Bergwacht für ihren Einsatz. Die Übung sollte jährlich stattfinden, um Abläufe zu optimieren und sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertrauter zu machen, so die einhellige Meinung der Einsatzkräfte und auch des Höhlenvereins.
Bilder: Bergwacht Herbr.
Motocrossfahrer stürzt beim Training
Auf der am Hang angelegten Motocrossstrecke in Gerstetten stürzte ein 47-jähriger Fahrer mit seiner Maschine während der Trainingszeiten gegen 18 Uhr im oberen Teil der Strecke. Er verletzte sich unter anderem am Arm und war nicht mehr gehfähig. Beim Eintreffen der Bergwachten war bereits Rettungsdienstpersonal beim Verunglückten. Der Heidenheimer Bergwachtarzt unterstützte mit einem Notfallsanitäter die weitere medizinische Versorgung des Patienten. Mit zwei Einsatzfahr-zeugen fuhr man den oberen Streckenabschnitt neben dem Unfallort, über unbefestige Wegabschnitte und eine Wiese, an. Die Einsatzkräfte lagerten den Verletzten auf die Vakuummatraze um ihn danach über einen kurzen Geländeabschnitt mit der Gebirgstrage zum Fahrzeug zu transportieren. Bei der Rückfahrt übernahm der Bergwachtarzt die Betreuung des Patienten bis zur Umlagerung in den Rettungswagen.
Bild: BW Heidenheim
| Einsatzort: | Gerstetten Motocrossstrecke |
| Einsatzart: | Unterstützung med. Versorgung / Abtransport |
| Bergwacht-Ortsebene: | Heidenheim / Herbrechtingen |
| Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: | 10 |
| Einsatzdauer in Stunden: | 1 |
| Während der Arbeitszeit: | nein |
| Beteiligte Organisationen: | DRK |
| Fotos: |
Einsatzbereitschaft bei Eselsburger-Tal-Lauf wenig gefordert
Am Sonntag stand für 19 Einsatzkräfte die sanitätsdienstliche Betreuung des mit rund 900 Läufern stattfindenden Eselsburger-Tal-Laufes auf dem Programm. Mit insgesamt drei Bergwachtfahrzeugen, fünf Fahrradstreifen mit EH-Material und Funk, einer Notärztin und Fachpersonal im Stadion, deckte man die Laufstrecken über 5, 10 und 21 km dank jahrelanger Erfahrung bei der Veranstaltung, für einen medizinischen Notfall bewährt gut ab. Der Wetterbericht versprach nach tagelangen Temperaturen über 30 Grad am Sonntagmorgen doch fast perfekte Bedingungen. Bewölkter Himmel und angenehme "Kühle" herrschten beim Start. Bis zum Ende der Veranstaltung waren keine nennenswerten Vorfälle für die Einsatzkräfte auf der Strecke und im Stadion zu verzeichnen.
Bilder: Bergwacht Herbr.
Zukünftige Einsatzkräfte im Prüfungsstress
Nicht nur die hohen Anforderungen sondern auch die warmen Temperaturen brachten unsere angehenden Einsatzkräfte Florian Schöffler und Thomas Aumüller auf der Alb zum Schwitzen. Sven und Andi, unsere technischen Leiter Sommer, investierten mit Flo und Thomas viel Freizeit und bereiteten sie in praktischen Ausbildungseinheiten in den letzten Monaten auf die Zulassung zur Bergrettungsprüfung Sommer vor. Wie sich letztes Wochenende am Reußenstein bei Schopfloch herausstellte hat sich diese lange, intensive Zeit des Übens bezahlt gemacht. Sie erfüllten beide die Anforderungen des Landesverbandes in Kletter, -Sicherungs, -Seiltechnik, Standplatzbau, die plan-und behelfmäßigen Rettungsmethoden und sind jetzt zur Bergrettungsprüfung Sommer zugelassen. Glückwunsch dazu und nun heißt es noch alle Daumen drücken für die am kommenden Wochenende stattfindende Sanitätsprüfung.
Bilder: Thomas Aumüller, Florian Schöffler, Bergwacht Herbr.
Quadfahrer verliert Kontrolle
Beim Befahren der Motocrossstrecke in Gerstetten verlor der Fahrer eines Quads mit seiner Beifahrerin die Kontrolle über das Fahrzeug. Es kam zum Sturz wobei sich die Beifahrerin eine Oberschenkelfraktur zuzog, der Fahrer blieb unverletzt. Der Notarzt versorgte die Patientin auf der Strecke. Die angeforderten Einsatzkräfte der Bergwacht sorgten für den schonenden Abtransport in der Gebirgstrage vom erhöht liegenden Unfallort zum Rettungswagen.
| Einsatzort: | Gerstetten Motocrossstrecke |
| Einsatzart: | Abtransport Patient |
| Bergwacht-Ortsebene: | Heidenheim / Herbrechtingen |
| Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: | 10 |
| Einsatzdauer in Stunden: | 1 |
| Während der Arbeitszeit: | nein |
| Beteiligte Organisationen: | HVO, Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr |
| Fotos: | BW Herbrechtingen |
Zugspitz Ultratrail 2025: Auf 106 km rund um das Zugspitzmassiv
Der 23-jährige Mergelstetter Trailrunner Sandro Nicoletti (Bergwacht Herbrechtingen) startete nach seinem 15. Platz in Innsbruck über 68 km am 13. Juni beim größten Trailrunning-Event Deutschlands in Garmisch-Partenkirchen auf der 106 km Strecke.
Der Ultratrail rund um das Zugspitzmassiv mit 5300 Höhenmetern führte am Eibsee vorbei zur Ehrwalder Alm, weiter zum Scharnitzjoch nach Mittenwald und über Schloß Elmau und den Osterfelderkopf zurück nach Garmisch. Der Veranstalter hatte dafür 10 Verpflegungsstaionen eingerichtet.
Mit einem kleinen Rucksack, der Ausrüstung für schlechtes Wetter, Stirnlampe, EH-Set, Handy usw. beinhaltete, starteten die 850 Trailrunner am Freitagabend um 22 Uhr in Garmisch Partenkirchen in die klare, warme Nacht. Anfangs herrschten noch ideale Bedingungen, doch im Tagesverlauf nahm die Wärme spürbar zu. In der ersten Hälfte der Strecke forderten Anstiege und technisches Terrain die Läufer durch die Nacht. Ab ca. 55 km wurde der Verlauf etwas leichter und die meisten Höhenmeter waren geschafft. Weiter ging es in kurzen Abschnitten stetig bergauf bis zum Verpflegungspunkt acht nach ca. 86 km. Danach forderten rund 1000 Höhenmeter zum Osterfelderkopf ein letztes mal die Kräfte.
Auf dem letzten Streckenabschnitt nach Garmisch konnte Sandro nochmals Tempo machen und am Samstag gegen 13:15 Uhr das Ziel nach 15:15:58 Stunden auf dem 18. Gesamtplatz beenden. Mit seinem zur Zeit konstanten Leistungsniveau erreichte unser Trailrunner Sandro damit wiederholt eine Top Platzierung.
Dazu herzlichen Glückwunsch für die starke Leistung!
Bilder: S. Nicoletti (Ziel), Sportograf Digital Solutions GmbH (Streckenbild)
DRK Rettungshundestaffel schnupperte Höhenluft
Bei bestem Wetter besuchten Mitglieder der DRK Rettungshundestaffel mit ihren Hunden die Bergwacht auf der Hohen Wart. Im nahen Wald war schon alles für die Aktion „Höhenluft“ vorbereitet. Die Hundegeschirre und Hüftgurte wurden angelegt und nach dem Einhängen in das Seil nochmals angepasst. Am einfachsten geht es mit der Selbstsicherungsschlinge der Bergwacht. Hier bieten sich die verschiedensten Einstellmöglichkeiten mit dem geringsten Aufwand an Material an. Mit vereinten Kräften zog der Rest der Mannschaft kräftig am Zugseil des im Baum installierten Flaschenzuges und beförderte so die im Seil hängenden nach oben. Mehrfach war es den Beteiligten möglich sich in die Höhe ziehen zu lassen. Durchweg fühlten sich hier die Hundeführerinnen mit ihren großen und kleinen Vierbeinern sozusagen „Pudelwohl“ und hatten sichtlich Spaß an der nicht alltäglichen Aktion.
Bilder: Bergwacht Herbr.
Panorama Ultra Trail Innsbruck: Überzeugende Leistung von Sandro Nicoletti über 68km
Das Innsbruck Alpine Trailrun Festival (IATF, 30.04.-03.05.25) ist das größte Event dieser Art, mit über 7000 Teilnehmern auf allen Strecken, im deutschsprachigen Raum. Auf 67,8km Länge und 2670 Höhenmeter führt der Panorama Ultra Trail, an dem der 23-jährige Mergelstetter Sandro Nicoletti teilnahm, rund um die Landeshauptstadt Tirols. Seine Verbundenheit zu den Bergen und der Bergwacht liegt in der Familie, sind seine Eltern , Simone und Andreas, doch seid ihrer Jugend und jetzt noch aktiv bei uns dabei.
Seid zweieinhalb Monaten bereitete sich Sandro, beginnend mit 4-5 Läufen und Gesamtdistanzen von 90-100km pro Woche, vor. Diese steigerte er dann bis zum abschließenden, fünftägigen Trainingslager im Allgäu wo er nur noch lange Strecken mit insgesamt 140km und 6000 Höhenmeter lief. Beim Albmarathon in Schwäbisch Gmünd bewältigte Sandro seine bisher längste Strecke mit 50 km. In Innsbruck nahm er nun die 68 km Marke in Angriff und ging dort für unsere Bergwachtbereitschaft an den Start.
Samstagmorgen um 6 Uhr versammelten sich 600 Trailrunner am Vorplatz des innsbrucker Landestheaters. Mit einem kleinen Rucksack, der Ausrüstung für schlechtes Wetter, Erste-Hilfe Material, Handy usw. beinhaltete, ging es auf die Strecke. Das technische Anspruchsniveau lag im mittleren Bereich, doch schon auf den ersten 8 km waren 570 Höhenmeter zu überwinden. Der Veranstalter richtete unterwegs sechs Verpflegungsstationen ein, an denen sich die Läufer mit kohlenhydrathaltige Gels und Getränken versorgen konnten um ihre Energiespeicher zu füllen. Insgesamt 2670 Höhenmeter im Auf -und Abstieg ergab das Streckenprofil, wobei es ca.20km vor dem Ziel nochmals galt die Reserven zu mobilisieren um einen 12km langen Anstieg zu bewältigen. Die letzten sieben Kilometer nach Innsbruck ging es bergab und Sandro erreichte in einer Zeit von 7:00:10 Std. einen hervorragenden 15. Platz.
Auch von unserer Seite herzlichen Glückwunsch zu dieser sehr starken Platzierung.
Nach dieser Top Leistung plant Sandro für Mitte Juni die Teilnahme am Zugspitz Ultratrail über eine Distanz von 105 km und 5300 Höhenmeter.
Bild: Sportograf Digital Solutions GmbH
Maiwanderung: Sonniges Wetter, schöne Wege. Was will man mehr!
Ausgangspunkt für die rund 14km lange, gemütliche Maiwanderung waren die Heidhöfe. Von dort führten Jürgen und Annette die 12 köpfige Gruppe auf einem schönen Waldweg Richtung Bibersohl, das am Verbindungssträßchen zwischen Gnannenweiler und Bartholomä, idylisch an einer kleinen Hülbe liegt. Auf einem Pfad durch den Wald ging es weiter nach Bartholomä auf den Wirtsberg. Von dort bot sich ein sehr schöner Blick über den Ort und das Mittagessen im „Schwarzen Adler“ war nur ein paar Schritte entfernt. Nach der Stärkung ging es eine kurze Strecke durch den Ort um dann wieder über Feld und Waldwege zum Ausgangspunkt, den Heidhöfen, zu kommen. Bei Kaffee und Kuchen in der Wentalgaststätte beendete die Wandergruppe den sehr schönen Tag.
Der Dank gilt hier den Organisatoren Annette und Jürgen, für die, wie schon lange Jahre gute Vorbereitung und Durchführung.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Beim 18. Frühlingslauf kein Einsatz für die Bergwacht
Mit fünf Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen übernahm die Bergwacht die Sanitätsbetreuung für den 18. Frühlingslauf in Schnaitheim an den Sportanlagen auf dem Moldenberg. Bei Laufstrecken von 1,5km bis 10km, einem Bambinilauf und einer Walkingstrecke über 5km waren mehrere hundert Teilnehmer jeder Altersgruppe am Start. Die Veranstaltung verlief für uns als Sanitätsdienst sehr ruhig.
Bilder: Bergwacht Herbr./A.Fritsche
Erfolgreicher Einsatz: Vermisste Person durch Rettungshund gefunden
Gegen 17:30 Uhr erfolgte die Alarmierung der Bergwachten Herbrechtingen/Heidenheim zu einem größeren Sucheinsatz am Mergelstetter Schwenk Steinbruch. Wir unterstützten mit 13 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen die Suche entlang der Abruchkante des Steinbruches und im unwegsamen Gelände. Ein Rettungshund der Ulmer Feuerwehrhundestaffel fand die vermisste Person gegen 21 Uhr in einem Waldgebiet hinter dem Steinbruch. Die Erstversorgung übernahm vor Ort der Bergwachtnotarzt. Mit der Gebirgstrage und anschließend im Einsatzfahrzeug der Bergwacht konnte die Patientin schnell und schonend aus dem Gelände abtransportiert und dem Rettungsdienst übergeben werden. Nach einer Abschlußinformation an alle Rettungskräfte war der Einsatz gegen 22 Uhr beendet.
Wir danken allen beteiligten Einsatzkräften für die gute Zusammenarbeit.
| Einsatzort: | Mergelstetten / Steinbruch Fa. Schwenk |
| Einsatzart: | Suchaktion |
| Bergwacht-Ortsebene: | Heidenheim / Herbrechtingen |
| Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: | 15 |
| Einsatzdauer in Stunden: | 5 |
| Während der Arbeitszeit: | nein |
| Beteiligte Organisationen: | Polizei, RTW, NA, DRK Rettungshunde und weitere Hundestaffeln |
| Fotos: | BW Herbrechtingen |
Osterskitour im Lechquellengebirge
Die schon traditionelle Karfreitagsskitour mußte dieses Jahr von Tourgide Sven wegen schlechten Wetterverhältnissen auf Samstag verschoben werden. Am frühen Morgen hieß es dann für die fünf Tourengeher alles ins Auto einpacken, hoffentlich nichts vergessen und auf nach Lech/Zug, zum Ausgangsort. Ziel war eine klassische, nordseitige Skitour auf die Obere Wildgrubenspitze (2625m). Bei Lawinenwarnstufe 1-2 im Gebiet des Aufstiegs, also geringer Gefahrenlage, waren vom Parkplatz der Zugerbergbahn 1154 Höhenmeter für die Gruppe zu bewältigen. Das Wetter spielte mit und nach ca. 4,5km aber zum Teil wenig Schnee war der Gipfel erreicht. Von dort bot sich eine geniale Sicht auf die umliegenden Berge des Lechquellengebiets. Die Abfahrt vom Gipfel bei besten Verhältnissen führte die fünf fast auf der selben Route nach ca. sechs Stunden Bergerlebnis und rund 10km zurückgelegter Strecke zum Ausgangspunkt zurück.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Wie funktioniert die Bergwacht
Notfallsänitätsschüler der Rettungsdienst GmbH Heidenheim/Ulm informieren sich im Rahmen ihrer Ausbildung bei verschiedensten Organisationen. Diesmal stand die Bergwacht in Herbrechtingen auf dem Plan. Unser stellv. Vorstand Rudi Fritsche, selbst als Notfallsanitäter in Heidenheim tätig, gab einen Einblick in die Strukturen, die Ausbildung der Einsatzkräfte, die speziellen Rettungsmittel und die mit Sonderaufbauten ausgerüsteten Fahrzeugen in der Bergwacht Württemberg. Einen praktischen Einblick bekamen die Schüler bei der Besichtigung der Fahrzeuge mit speziellem Equipment zur Rettung aus Fels und unwegsamen Gelände. Hier war vor allem auch das hochgeländegängige UTV „Gertrud“ sehr beliebt. Mit einer Trage ausgestattet dient es als Transportmittel zur Rettung Verunglückter. Ist mit dem UTV kein weiterkommen mehr möglich, ist die Gebirgstrage, eine einrädrige „Liege“, die erste Wahl. Sie kann in jedem, auch steilem, Gelände mit und ohne Rad verwendet werden. Die Schüler der Rettungsdienst GmbH konnten an diesem Tag viele Eindrücke über die speziellen Rettungsmitteln und Einsatzmöglichkeiten der Bergwacht erfahren und für ihren späteren Alltag mitnehmen.
Bilder: Bergwacht Herbr./A. Fritsche
Jüngere Führungsmannschaft bewährt sich
Tobias Bosch, seit letztem Jahr neu gewählter Bergwachtleiter, blickte bei seiner ersten Hauptversammlung auf eine gut aufgestellte Ortsebene zurück. Über eine PowerPoint Präsentation gab er Einblicke in die Aktivitäten der Bereiche Sommer, Winter, Naturschutz, Ausbildung, Finanzen und seinen Aufgaben als Bergwachtleiter. Die Funktionsträger berichteten anschließend über ihre Themenbereiche und ergänzten so seine Ausführungen.
Der stellv. Bergwachtleiter Rudi Fritsche informierte danach über den Stand der begonnenen Sanierungsmaßnahmen in der Rettungsstation.
Zum positiven Finanzbericht konnte die Bindsteinhütte während 19 Öffnungstagen in 2024 beitragen, weitere Einnahmen generierten sich unter anderem aus Landschaftspflegemaßnahmen und Sanitätsdiensten.
An 40 Gruppenabenden und der jährlichen 24-Stunden Übung wurden die 17, in Notfallmedizin und am Defibrilator geschulten Einsatzkräfte, in Theorie und Praxis ausgebildet. Die Zusammenarbeit der Einsatzgruppen Herbrechtingen/Heidenheim, war bei drei Alarmierungen in 2024 zu 14 in 2023 und bei gemeinsamen Übungen sehr gut. Zum Team gehören auch ein Notfallsanitäter und eine Notärztin welche im Landesverband Ausbilden und Prüfen. Der Bergrettungsleiter Sommer nahm mit Erfolg an einem Einsatzleiterlehrgang teil, weitere positive Prüfungsergebnisse für Mitglieder gab es im Naturschutz, der Bergrettung Sommer und der Grundlagenprüfung zur Einsatzkraft. Die Betreuer der Jugendgruppe absolvierten an drei Wochenenden einen Jugendleiterkurs beim DRK.
Die ehrenamtlichen Rettungskräfte übernahmen auch verschiedenste Sanitätsbetreuungen. So z. B. beim Eselsburger Tallauf, am Frühlingslauf in Schnaitheim oder am Härtsfeld Bike Marathon.
Für diese Aufgabenbereiche und Notfälle wurden die Einsatzfahrzeuge in 2024 in ihrer Ausstattung weiter optimiert.
Außerdem stellte sich die Bergwacht am Aktionstag zum Katastrophenschutz am Bibris Schulzentrum mit anderen Rettungsorganisationen vor.
DRK Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck erwähnte in seinem Grußwort unter anderem die Vielseitigkeit der Bergwacht und die durchweg jüngeren Gesichter in den Führungsbereichen. Er führte danach die Entlastung der Vorstandschaft durch, welche einstimmig ausfiel. Zum Schluß gab es viele verdiente und langjährige Mitglieder zu ehren.
Fördermitglieder: Hans-Otto Drotleff (10 Jahre), Manfred Biener, Hans-Peter Wöhrle (25 Jahre), Ingrid Hohmann, Sonja u. Friedrich Konold (40 Jahre), Willi Pfalz, Ilona Eberhardt, Ina u. Harald Bohnert (50 Jahre).
Passive Mitglieder: Heiko Bölke, Jochen Bölke-Würth, Alexander Schneider (25 Jahre)
Aktive Mitglieder: Harald Batari (40 Jahre)
Bild 1 (Bilder: BW Herbrechtingen) v. links n. rechts:
Bergwachtleiter Tobias Bosch, DRK Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck, Harald Batari, Manfred Biener, Friedrich u. Sonja Konold, Alexander Schneider, Harald u. Ina Bohnert, Ilona Eberhardt
Bild 2 nach unten: Thomas Aumüller (Grundlagenprüfung), die neuen technischen Ausbilder: Technischer Leiter Winter Dennis Laquai, Technischer Leiter Sommer Sven Wiesner (Einsatzleiter), Tobias Bosch (Bergwachtleiter)
Bild 3 nach unten:Johannes Fetzer (Naturschutzreferent), Rudi Fritsche (stellv. Bergwachtleiter, San. Referent)
Bild 4 nach unten: Lina Zimmermann u. Ulrich Schmid (Jugendleiter)
Saisonvorbereitung an der Bindsteinhütte
Rege Betriebsamkeit herrschte am Samstagmorgen von 12 Mitgliedern an und um die Bergwachthütte. Doch nicht nur dort, es kamen im Laufe des Vormittags bei sonnigem Frühlingswetter immer mehr Spaziergänger und Wanderer durch das Tal oder auch zum Grillen an die Feuerstelle.
Grund der Aktion war die anstehende Öffnung der Hütte am 13. April. Es mußte alles durchgeputzt, Wasser und Gas angeschlossen, Hecken geschnitten, Müll entsorgt, kleinere Reparaturen gemacht und die Feuerstelle aufgeräumt werden.
Was immer wieder ein Ärgernis darstellt und den Mitgliedern im warsten Sinne des Wortes zum Himmel stinkt, sind die Hinterlassenschaften einiger weniger welche die stillen Ecken der Hütte als Toilette benutzen. An schönen Tagen sitzen die Besucher gerade in der Nähe dieses Teils der Hütte und genießen die Sonne oder unter der Woche dann vielleicht auch etwas anderes. Deshalb sah sich jetzt die Vorstandschaft genötigt in der nächsten Zeit entsprechende Hinweise anzubringen. An den Öffnungszeiten wird der Müll und sonstiges vom Hüttendienst eingesammelt und entsorgt. Leider wird es aus der Erfahrung der letzten Jahre nicht weniger werden.

