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Landesverband prüfte Wissen über Flora auf der Zollernalb
Bei Meßstetten-Tieringen, in der evangelischen Tagesstätte Haus Bittenhalde, begann am Samstagmorgen für 36 Anwärter/Prüfer aus 13 Bergwachtortsebenen die praktische Prüfung „Natur“ mit einer Exkursion in die nähere Umgebung. Der theoretische Themenbereich, auch in Fauna, bildete die Grundlage und wurde schon vor einigen Wochen von den Teilnehmern erfolgreich abgeschlossen. Nun mußten die Anwärter im Gelände von Bäumen, Sträuchern und Gräsern nach Vorgabe spezifische Merkmale sammeln um diese danach bei der praktischen Prüfung zu erläutern. Nachmittags besuchte man das Fossilienmuseum in Dotternhausen. Abends wurde bei gemütlichem Beisammensein an der Unterkunft gegrillt. Am zweiten Tag erfolgte dann die Abschlußprüfung bei weiteren Fragen zur Flora um danach bei der Besichtigung der Bergrettungswache Zollernalb zu entspannen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gaben die Naturschutzreferenten die Ergebnisse bekannt. Gute Vorbereitung ist alles und so erreichte Rudi F. von unserer Ortsebene das gesetzte Ziel und bestand den Themenbereich "Natur" erfolgreich.
Die Kameradinnen und Kameraden gratulieren ihrem stellv. Vorstand Rudi recht herzlich zur bestandenen Prüfung!
03.05.2024 Gemeinsame Übung der Bergwachten: Einsatz orientierte sich an realem Unfall
An der vierteljährlich stattfindenden Übung der gemeinsamen Rettungsgruppe des Landkreises hatte der Organisator und Einsatzleiter der Herbrechtinger Bergwacht das Unfallgeschehen nach einem realen Vorfall für die insgesamt 17 Einsatzkräfte, darunter eine Jugendliche, vorbereitet. Zwei angetrunkene Männer stürzten auf einem schmalen, abschüssigen Waldweg bei der Güssenburg in Hermaringen. Für die anrückenden Bergwachtretter waren die sich daraus resultierenden medizinischen Probleme, eine Knieverletzung und ein durch Aufregung verursachter Herzinfarkt, zu versorgen und der Abtransport zu organisieren. Insgesamt verlief die Rettung der Verletzten koordiniert ab. Die medizinische Versorgung übernahmen geschulte Kräfte und der Abtransport durch den Wald über Treppenstufen zur Burgruine verlief dank vieler helfender Hände problemlos. Nach rund 30min war der Übungseinsatz für Retter und Patienten beendet.
Darauf folgte der zweite Teil, bei dem die technische Rettung den Schwerpunkt bildete. Eine Person mußte im Hang mit Gebirgstrage (und Rad) nach oben, eine weiter unter Seilsicherung durch den Wald nach unten gerettet werden. Auch hier war gemeinsames Handeln gefragt und so bewältigten die Einsatzkräfte die ihnen gestellte Aufgabe in kurzer Zeit. Die abschließende Besprechung fiel positiv aus, auch die „Verletzten“ fühlten sich gut versorgt.
25.-28.04.2024 Zukünftige Einsatzleiter ausgebildet
In Kirchheim/Teck führte die Bergwacht Württemberg einen viertägigen Einsatzleiterlehrgang mit 12 Teilnehmern aus sechs Bergwachtortsebenen durch. Voraussetzung für die Fortbildung waren verschiedene Dienstprüfungen und Erfahrung im Rettungsdienst. Von unserer Ortsebene nahm der technische Leiter Bergrettung Sommer, Sven Wiesner, teil.
In den Ausbildungseinheiten behandelte die Referenten unter anderem Themen wie Führungsstruktur, rechtliche Aspekte, Lageerkundung, Dokumentation oder die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Auch praktische Beispiele kamen in der viertägigen Ausbildung der zukünftigen Einsatzleiter nicht zu kurz.
Den Abschluß bildeten Planspiele und verschiedenste Einsatzzenarien, bei denen das erworbene Wissen der Teilnehmer nochmals gefragt war.
Die Kameradinnen und Kameraden gratulieren Sven (Bild unten, erster v. links) recht herzlich zum erfolgreichen Einsatzleiterlehrgang!
Generationswechsel in Herbrechtinger Bergwacht
Rudi Fritsche blickte bei seiner letzten Hauptversammlung als Bergwachtleiter auf eine gut aufgestellte Ortsebene zurück. Bei 14 Einsätzen, vom gestürzten Mountainbiker, Wanderer und Motocrosser über Suchaktionen bis zur Totenbergung, wurden die Einsatzkräfte gefordert. Die Zusammenarbeit in der gemeinsamen Rettungsgruppe mit der Bergwacht Heidenheim ist als reibungslos und professionell zu bezeichnen. Bei über 40 Ausbildungsabenden konnten die Mitglieder in den verschiedensten Themenbereichen wie z. B. der Bergrettung, im Digitalfunk oder der jährlichen 24 Stunden Übung ihr Wissen erweitern. Alle Einsatzkräfte sind in Notfallmedizin und am Defibrilator ausgebildet. Sechs neue Anwärter bzw. Anwärterinnen stehen für den Dienst am Nächsten zukünftig bereit.
Neben den Ausbildungseinheiten betreuten die ehrenamtlichen Helfer sanitätsdienstlich Laufveranstaltungen, setzten sich bei Landschaftspflegemaßnahmen zahlreich ein oder waren an 26 Wochenenden an der Bindsteinhütte für die Bewirtung der Gäste und ein sauberes Umfeld verantwortlich. Die Sanitätsbetreuung des Albuch-Skiliftes war leider nur an zwei Tagen wegen Schneemangel möglich. Hier konnte man aber trotzdem einen neuen Rettungsschlitten und das hochgeländegängige UTV „Gertrud“ auf seine wintertauglichkeit testen. Vier Mitglieder haben sich zur kommenden Bergrettungsprüfung Winter angemeldet. Im Sommerrettungsdienst bestand Sarah Geringer die anspruchsvolle Prüfung und verstärkt nun die Einsatzgruppe. Florian Schöffler konnte den ersten Theorieteil der dreijährigen Ausbildungs- und Prüfungszeit mit Erfolg abschließen. Auf Landesebene ist Gerhard Bölke als Prüfer bei der Grundlagenprüfung tätig, Rudi Fritsche als Prüfer bzw. Ausbilder im Team Notfallmedizin und unsere Bergwachtärztin Nicole Strobl als Prüferin beim Notfallmaßnahmenkurs in Pfalz.
Auf die anstehende, dringenste Sanierung der Rettungsstation kam der Bergwachtleiter am Schluß seiner Ausführungen zu sprechen. Die Begutachtung erfolgte im Frühjahr und die Baumaßnahmen werden baldmöglichst ausgeführt.
Landesleiter Armin Guttenberger sprach in seinem Grußwort unter anderem die gestiegenen Kosten bei der Fahrzeugbeschaffung und die Umstrukturierung der Bergwacht Württemberg an.
Der stellv. Präsident des DRK Kreisverbandes Manfred Kiss begrüßte, das es bei der Bergwacht keine Nachwuchssorgen gibt und jüngere Mitglieder Verantwortung übernehmen, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist.
Für ihre Fördermitgliedschaft wurden dieses Jahr geehrt: Lukas Gehring (10 Jahre) und Adolf Neugebauer (50 Jahre)
Nach, zum Teil, jahrzehntelanger Tätigkeit der Amtsinhaber übernahm nun die jüngere Generation bei den Wahlen Verantwortung.
Neuer Bergwachtleiter ist Tobias Bosch, Stellv. Rudi Fritsche u. Gerhard Bölke, Kassiererin Simone Nicoletti u. Kassierer Roland Häckel, Schriftführer Armin Fritsche, Techn. Leiter Sommer Sven Wiesner, Techn. Leiter Winter Dennis Laquai, Jugendleitung Ulrich Schmid u. Lina Zimmermann, Ärztin Nicole Strobl, Referent Notfallmedizin Rudi Fritsche, Kassenprüfer Renate Huber u. Jürgen Fetzer, Naturschutzreferent Johannes Fetzer, Referenten IuK (Information u. Funk) Ulrich Schmid u. Gerhard Pohl, Hüttenteam Dietmar Müller u. Rudi Fritsche, Referent Geräte Armin Fritsche
Unsere neue stellv. Jugendleiterin Lina Zimmermann die mit Ulrich nun ein Team bildet
Von links nach rechts wurden für langjährige Tätigkeit in ihren Ämtern geehrt:
Armin Fritsche (ehem. stellv. Jugendleiter), Dietmar Müller (Hüttenwart), Harald Batari (stellv. TL Winter), Andreas Nicoletti (stellv. TL Sommer), Florian Schöffler (Therorieprüfung, Anwärter Einsatzkraft Sommer), Rudi Fritsche (stellv. Bergwachtleiter), Tobias Bosch (neuer Bergwachtleiter)
Unser neu gewählter Bergwachtleiter Tobias Bosch bedankte sich bei Rudi für die geleistete Arbeit und überreichte ihm ein kleines Präsent
Pillen und andere Kleinigkeiten
Am Donnerstagnachmittag besuchten wir mit 14 Teilnehmern das TEVA Werk (früher Ratiopharm) in Blaubeuren/Weiler. Unser Mitglied Thomas, selbst bei TEVA angestellt, organisierte die Werksführung. Nach der Einführung in die Geschichte und den Standort mußten wir, der Hygiene im Werk geschuldet, die Jacken ausziehen, Handys abgeben, danach die Hände waschen und uns mit Schutzkleidung, dazu gehörten Kopf und Bartbedeckung, Schuhüberzieher und ein leichter „Mantel“, bedecken.
Dann begann die ca. 90min Führung durch die Fertigung von Tabletten, Ampullen, Spritzen und Nasensprays. Unterwegs kamen wir an Unmengen von Medikamenten in Edelstahltonnen oder Plastikbeuteln vorbei. Die Abfüllung der in Pulverform gelagerten Wirkstoffe zur weiteren Verwendung erfolgt im zehntel Gramm Bereich. Bei der Tablettenherstellung sahen wir Maschinen die ca. 100 000 bis zu über 300 000 Stück in einer Stunde aus den verschiedenen „Zutaten“ fertigen. Bei dieser Masse war beim Auswurf aus der Maschine keine Tablette mehr zu erkennen, nur noch ein weißer Strom von etwas. Hier gab es auch verschiedene Fertigungsräume die nur unter verstärkten Hygieneschutzvorgaben betreten werden dürfen. Bei der Fertigungs-und Verpackungsstraße von Nasenspray war die Abfüllung in einem besonders geschützten Raum, die automatische Beschriftung und Verpackung der Fläschchen konnte man aber hautnah miterleben. Die Geschwindigkeit der Mechanik an den Fertigungslinien war beeindruckend.
Insgesamt haben wir bei unserem Rundgang viel interessantes über die Herstellung der verschiedenen Produkte bei TEVA, übrigens eine israelischen Firma, erfahren. Die Tablettenproduktion, insbesondere die absolute Schnelligkeit der Maschinen, beeindruckte hier die meisten. Beim anschließenden Abschluß des Nachmittags in einer Blaubeurer Pizzeria fand noch ein reger Austausch darüber statt.
Sonniger Tourentag am Arlberg
Nach der ersten längeren Skitour im Pitztal führte die nächste kurzfristig geplanten Tour neun Mitglieder der Bergwacht am frühen Sonntagmorgen um 5:30 Uhr nach Zürs am Arlberg. Da doch oft Schneemangel unter 1500m herrscht wählte man das schneesichere Gebiet dort aus. Von Zürs stieg die Gruppe über die Trittalpe und weiter durch das Pazüeltal Richtung Valluga auf. Unterhalb der 2747m hohen Roggspitze fanden die Tourengänger optimale Pulverschneehänge vor die zum Abfahren einluden. Auch wenn an diesem Tag keine Gipfelbesteigung vorgesehen war konnte man am Nachmittag, wieder ins Skigebiet zurückgekehrt, beim Apres Ski auf einen sonnigen, schönen Tourentag zurückblicken.
Gruppenabend in Theorie und Praxis
Zum Thema Skitourenausrüstung trafen wir uns am Gruppenabend in der Rettungsstation. Unser Kamerad Gege Pohl hatte einen interessanten Vortrag vorbereitet. Außerdem hatte er auch einige Ausrüstungsgegenstände dabei um Unterschiede z.B. bei Lawinenschaufeln deutlich zu machen. Einige Mitglieder zogen an diesem Abend die Praxis vor und fuhren kurzfristig zu einer Abendskitour ins Tannheimer Tal um zum Füssener Jöchle aufzusteigen. Muß ja nicht immer alles nach Plan laufen. So kam jeder auf seine Kosten und hatte das ein oder andere Aha Erlebnis.
Jahresabschluß am Bindstein
Zum Jahresabschluß wanderten wir, Aktive, Jugend und Freunde, am Sonntagnachmittag zur Bindsteinhütte. An der Grillstelle konnte man sich am vorbereiteten Feuer oder mit einem Punsch wärmen und in der Hütte sorgte der eingeheizte Ofen für Gemütlichkeit. Die mitgebrachten Würstchen bruzelten danach auf dem Grill so vor sich hin und wir verbrachten den Nachmittag bei guter Stimmung aber kühler Witterung am wärmenden Feuer. Organisator Gege trug zwischendurch noch eine Weihnachtsgeschichte zum Schmunzeln vor. Bei einbrechender Dunkelheit und kälter werdenden Temperaturen machten sich die ersten mit ihren Kindern auf den Heimweg und etwas später fand auch für die anderen die letzte offizielle Veranstaltung im Jahresprogramm ihren Abschluß.
Gestürzte Person am Buigen
Um 13:05 Uhr wurden die Bergwachten Heidenheim/Herbrechtingen zu einem Unfall im Eselsburgertal alarmiert. Eine Person war am Buigen auf einem schmalen, rutschigen Waldweg vor der Biberstation bei Regen gestürzt und verletzte sich schwer am Unterschenkel. Notarzt, Rettungsdienst und Bergwacht arbeiteten bei Erreichen der Unfallstelle Hand in Hand. Nach der Erstversorgung war der Abtransport über den schmalen, rutschigen Weg mit der Gebirgstrage zu bewältigen, danach konnte die Patientin zur weiteren Versorgung mit dem Rettungsdienst ins Klinikum Heidenheim gefahren werden.
Insgesamt waren sieben Rettungskräfte der Bergwacht eine Stunde während der Arbeitszeit im Einsatz.
Bild: Bergwacht Herbrechtingen
Bergwacht stellt ihr Leistungsspektrum Feuerwehren vor
Die Bergwachten Heidenheim/Herbrechtingen stellten beim zweitägigen Workshop des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim e.V. in Bartholomä, neben DRK-Rettungsdienst und THW, ihr Leistungsspektrum anhand einer PowerPoint Präsentation und einem praktischen Teil vor. Wie der ehrenamtliche Einsatz der Bergwacht geregelt ist und welche Qualität die ca. dreijährige Ausbildungszeit zum Bergretter hat, wurde unter anderem für die Teilnehmer im Vortrag deutlich gemacht. An drei Stationen konnten sich danach die Führungskräfte der Feuerwehr über Fahrzeuge und Einsatzequipment informieren. Rettungsausrüstung wie Gebirgstrage, Statikseile, Bergesack oder der vorgehaltene medizinische Teil für Bergretter und Notarzt wurden vorgestellt.
Trotz winterlicher Verhältnisse war das Interesse groß. Das ausgestellte, hochgeländegängige Utility Terrain Vehicle (UTV) mit einer Vorrichtung zum Liegendtransport von Patienten ist hier, wie das Quad (ATV) mit Nachläufer der Heidenheimer Bergwacht, im Landkreis einmalig.
Im Abschlussgespräch wurden nochmals wichtige Punkte und gemeinsame Schnittmengen bei Einsätzen etc. besprochen. Für alle Beteiligten war klar, das gute Zusammenarbeit und kontinuierlicher Austausch ein wichtiger Bestandteil, auch zwischen professionellem und ehrenamtlichem Rettungsdienst, sein soll.
Der Landesverband prüfte theoretische Grundlagen und Kondition
Den Anfang der dreijährigen Ausbildungs -und Prüfungsreihe zur Einsatzkraft bildet die theoretische Grundlagenprüfung. Diese fand am vergangenen Samstag in Degenfeld statt. Insgesamt 45 Anwärterinnen und Anwärter aus 19 Bergwachten im Landesverband stellten sich der Herausforderung. Von unserer Ortsebene nahm Florian Schöffer teil. Gefragt war unter anderem Wissen aus den Bereichen alpine Gefahren, Wetter -und Lawinenkunde, Karte-Kompass, Orientierung im Gelände und Naturschutz. Außerdem mußten sich die Prüflinge einem Konditionstest unterziehen. Nach der Auswertung stand für 41 Teilnehmer, unter ihnen auch Flo, fest das sie bestanden haben, vier Anwärter müßen wiederholen. Erster Gratulant war unser stellv. Bergwachtleiter Gerhard Bölke, der als Landesprüfer natürlich vor Ort war.
Jetzt folgen für die angehenden Einsatzkräfte weitere theoretische und praktische Einheiten in der Bergrettung, Notfallmedizin und im Naturschutz um danach im ehrenamtlichen Rettungsdienst der Bergwacht tätig zu sein.
Wir gratulieren Flo recht herzlich! Die erste Hürde wäre locker geschafft, nun kann es weitergehen.
Bergwacht Württemberg prüfte angehende Einsatzkräfte
Am Reußenstein, zwischen Wiesensteig und Schopfloch gelegen, fand die Bergrettungsprüfung Sommer des Landesverbandes der Bergwacht Württemberg statt. Für 20 Teilnehmer aus sechs Ortsebenen, darunter fünf Frauen, beendete dieser letzte Teil die dreijährige Ausbildungszeit in Theorie und Praxis. Von unserer Ortsebene nahm Sarah Geringer teil.
Um 9 Uhr begann für die Anwärter bei plan- und behelfsmäßigen Rettungseinheiten unter den kritischen Augen der Prüfer der lange Tag. Hier galt es den Umgang mit der Gebirgstrage, Statikseilen und Flaschenzug zu beherrschen, ein Geländerseil zu installieren oder eine Personenrettung im Fels mit dem Kong-Sitz durchzuführen.
Ab 18 Uhr bildete der theoretische Teil mit 20 Fragen zu alpinen Gefahren, Ausrüstung, Sicherung, Tourenplanung und Orientierung den Abschluß.
Die Ergebnisse gaben die Prüfer nach dem gemeinsamen Abendessen in der Schlatterhöhe bei Schopfloch bekannt. Sarah bestand auch diese letzte Hürde mit Erfolg und ergänzt nun unsere Einsatzgruppe.
Wir gratulieren Sarah ganz herzlich zur bestandenen Prüfung!
Bilder: Ausbildung im Eselsburger Tal
Personensuche nach Meldung von Hilferufen
Nachdem mehrfach Hilferufe am Buigen (Herbrechtingen, Eselsburger Tal) gegenüber der Domäne Falkenstein vernommen wurden, die Meldung über Dritte aber erst gegen 20 Uhr an die Polizei erfolgte, alarmierte diese daraufhin die Bergwachten Heidenheim und Herbrechtingen, sowie die Feuerwehr.
Die insgesamt 16 Einsatzkräfte der Bergwacht suchten mehrere Stunden lang das teilweise nur schwer zugängliche und absturzgefährdete Gelände im gesamten Eselsburger Tal nach der vermutlich in einer Notsituation befindlichen Person ab. Dabei wurden sie zunächst von Suchtrupps der Feuerwehr mit Wärmebildkamera, im Verlauf auch von BRH und DRK Rettungshundestaffeln, sowie einer Drohne unterstützt. Die DRK-Einsatzleitung brach die Suchaktion gegen 23.30 Uhr für einen Großteil der Einsatzkräfte ab, zwei Bergwacht-Fahrzeuge mit Besatzung verblieben vor Ort um auf eine mögliche Rettung vorbereitet zu sein.
Gegen Freitag früh um 01:45 Uhr wurden alle noch verbliebenen Suchmaßnahmen ohne weitere Hinweise auf die hilflose Person ebenfalls eingestellt.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Routine und Wissen bei 24h Übung erweitert
Bei der von unserem Bergwachtleiter und Notfallsanitäter Rudi Fritsche organisierten 24h Übung für Einsatzkräfte und Anwärter konnte wieder viel Wissen vermittelt und Routine gewonnen werden. Ganz nach dem Motto der Bergwacht: „Bei jedem Wetter, in jedem Gelände“ spielte bei den 11 Männern, zwei Frauen und einer Jugendlichen, der immer wieder einsetzende Regen keine Rolle. Der neue und inzwischen zweite Einsatzleiter der Heidenheimer Bergwacht, Lenny Bassmann, nahm ebenfalls teil.
Am Samstagvormittag war an zwei Stationen die Immobilisation mit Vakuumschienen, Sam-Splint, Stifneck, Schaufeltrage und die Umlagerung von Patienten in verschiedene Tragesysteme, wie Vakuummatraze, UT2000 Trage oder Gebirgstrage im Gelände gefordert. Im Wald übte man die Rettung eines Gleitschirmfliegers aus größerer Höhe bei einer ungewollten Landung in Bäumen. Die Installation des Rettungsseiles und der Aufstieg an diesem in den Baum forderte Technik und Kraftausdauer.
Der Nachmittag war der Theorie und Praxis gewidmet. In der Rettungswache in Heidenheim stellte Rudi Fahrzeuge und medizinische Ausstattung vor. Beim anschließenden Einsatz im nahen Wildpark war ein Mountainbiker mit einer Wanderin auf einem Serpentinenweg zusammengestoßen. Bei den Verletzten mußten im abschüssigen Waldgelände bei Dauerregen die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden. Die medizinische Versorgung einer Oberschenkel- und Beckenfraktur, Einsatzleitertätigkeit, Koordination der Retter vor Ort und der schnelle Abtransport waren hier gefordert. Nach einer Aufwärmungsrunde bei Kaffee und Kuchen in der Rettungsstation brachte uns Lenny in theoretischen Einheiten und etwas Praxis am Digitalfunkgerät auch die Pflichten und Verantwortung eines ehrenamtlichen Einsatzleiters bei der Bergwacht näher.
Anschließend stellten wir noch einen abgearbeiteten Einsatz im Eselsburger Tal am Zoeppritzweg nach. Hier war einige Wochen vorher eine Bikerin in eine schmale Rinne gestürzt. Dabei war die Rettung wegen der engen Unfallstelle problematisch. Welche Trage sich nun am besten bewährte konnten wir in aller Ruhe ausprobieren. Mit der UT2000 Trage hatten wir dort die besten Möglichkeiten.
Danach war die abschließende Nachtübung zu bewältigen. Diesmal führte uns die Alarmierung an den Greuth-Skihang nach Gerstetten. Dort mußte eine nicht mehr gehfähige Person durch Suchtrupps aufgefunden, medizinisch versorgt und vom Schanzentisch der Sprungschanze mit der Gebirgstrage zur Talseite abgelassen werden. Hier lag die Priorität auf der technischen Lösung des Abtransportes. Organisator Rudi hatte beim ca. 120m langen Hang mit einer Verlängerung der Staticseile gerechnet aber nicht mit der „Aktion Cleverle“ seiner Kameraden vor Ort. Die hatten nämlich zwei einbetonierte Ösen im Schanzentisch entdeckt und dort den zweiten Staticseilsatz zum weiteren Abfahren mit der Gebirgstrage befestigt.
Die anschließende Mänoverkritik vom „verletzten“ Rettungsdienstmitarbeiter, der die Bergwacht so zum ersten mal hautnah bei ihrer Arbeit kennenlernen durfte und sich selbst sofort gern für weitere Übungszwecke anbot, fiel für den Teil der medizinischen Versorgung durchweg positiv aus. Der etwas längere Ausklang des Übungstages in der Rettungsstation fiel widerum für manche leicht negativ aus. Am Sonntagmorgen eröffnete unser Bergwachtleiter um 7.30Uhr mit dem ertönten des Martinshorn das Frühstücksbuffet. Die letzte Aktion nach der gemeinsamen Stärkung am frühen Tag betraf danach die Herstellung der Einsatzbereitschaft.
Ein großer Dank gilt hier unserem Organisator Rudi für die Ausarbeitung, Annette für die kulinarische, schmackhafte Verköstigung der Teilnehmer und den "Verletzten", die sich spontan für die Rettungsaktionen bereit erklärten.
Biker stürzt im Wald
Gegen 16 Uhr stürzte ein Mountainbiker auf einer im Wald gelegenen Strecke am Bikepark am Hochberg und verletzte sich am Unterschenkel. Notarzt und Rettungsdienst versorgten den Patienten. Sie waren als erstes vor Ort, konnten den Verletzten aber nur zu Fuß über den Hang erreichen. Die nachrückenden Bergwachtretter übernahmen dann die Umlagerung auf die Vakuummatratze und den Abtransport mit ATV und Hänger über den Skihang zum Rettungswagen. Insgesamt waren acht Rettungskräfte eine Stunde im Einsatz.
Bild: Archiv BW Heidenheim
Landschaftspflege abgeschlossen
Die letzten Ausforstungsarbeiten in einem Felsdurchsetzten Hang bei Giengen/Gerschweiler im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heidenheim e.V. fanden letzten Freitag ihren Abschluß. Der Einsatz von Motorsensen, Sägen sowie viele Arbeiten mit Handscheren war zeitintensiv.. Hier war an mehreren Terminen Trittsicherheit und Umsichtigkeit bei den Maschinenarbeiten im steileren Hanggelände gefordert.
Es waren vor allem mittelgroße Bäume auf verschiedenen Ebenen zu fällen. Zum Einsatz kamen hier meistens Motorsägen und viel Handarbeit um die zersägten Stämme und Äste zum Abtransport bereitzulegen. In den steileren, verwilderten Felsbereichen konnte nicht alles Gebüsch entfernt werden da hier die Sicherheit der Helfer nicht gewährleistet war. Viele helfenden Hände von Jugendlichen und aktiven Mitgliedern brachten nun die Arbeiten, bei zum Glück trockenem Wetter, zum Abschluß.
DAV und Bergwacht: Kletterer für sauberes Tal aktiv
Im Rahmen des World CleanUp-Days befreiten Kletterer des DAV Brenztal und Dillingen gemeinsam mit der Bergwacht die Wege und Felsen im Eselsburger Tal vom Müll, des an schönen Tagen doch sehr gut besuchten Gebiets. Waren es letztes Jahr noch 60Kg Unrat reduzierte sich das Sammelgut dieses Jahr auf rund 20Kg. Das erfreuliche Ergebnis ist wahrscheinlich nicht nur einem umweltbewußteren Verhalten der Besucher des Naturschutzgebietes zu verdanken sondern auch den Menschen, die sich ehrenamtlich das ganze Jahr über für ein sauberes Tal einsetzen. Zu erwähnen ist hier noch die Feuerstelle am Bindstein mit der Bergwachthütte. Sie bildet immer wieder einen Schwerpunkt von Vandalismus und Hinterlassenschaften. Den Abschluß der Aktion, bei der sich 15 Erwachsene beteiligten, bildete ein gemütliches Beisammensein am Kneippbecken an der Brenzbrücke bei Anhausen.
Straffes Ausbildungsprogramm zur anstehenden Prüfung
Die technischen Leiter Sommer, Andreas und Sven, bereiteten in den letzten Wochen mit weiteren Einsatzkräften unsere Prüflinge Sarah und Dennis auf die in Kürze anstehende Bergrettungsprüfung Sommer vor. Nachdem die letzten zwei Jahre von der Ausbildung in Notfallmedizin, der Prüfung in theoretischem Wissen und dem Zulassungslehrgang geprägt waren, sind die Beiden nun fast am Ziel zur ausgebildeten Einsatzkraft angelangt. Die letzte Hürde muß noch genommen werden und deshalb übte man die letzten Wochen im Eselsburger Tal die verschiedensten technischen Aufbauten und Rettungsmethoden im Fels und Gelände. Das alles nahm viele ehrenamtlich geleistete Stunden in Anspruch. Das Sie es draufhaben wissen wir! Sie müßen es nun demnächst am Reußenstein beweisen. Wir drücken Sarah und Dennis auf jedenfall alle Daumen und wünschen Ihnen viel Erfolg.
Personenrettung in Heidenheim
Am Sonntagmorgen gegen 2 Uhr wurden die DRK Bergwachten Heidenheim und Herbrechtingen zu einem Rettungseinsatz im Areal des ehemaligen Streichelzoos am Schlossberg in Heidenheim alarmiert. Eine Person war gestürzt und benötigte dringend medizinische Hilfe. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Zugang zum verletzten Patienten durch einen Zaun und dichtes Gebüsch versperrt war. Nachdem die Bergwacht den Weg mittels Werkzeug freigelegt hatte, konnte das Rettungsteam zur Person vordringen und unverzüglich die medizinische Erstversorgung einleiten.
Nach Abklärung der Lage wurde ein Notarzt angefordert um weiteren Maßnahmen zur Stabilisierung des leicht bekleideten Patienten vorzunehmen. Danach erfolgte der Abtransport auf einer Vakuummatratze in der Gebirgstrage unter Seilsicherung zum nahegelegenen Fußweg. Dort wurde ein Rad an die Trage montiert um zügig zum Rettungswagen zu gelangen.
Mit der Übergabe des Patienten an den Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung konnte der zweistündige Einsatz für die 10 Bergwachtkräfte erfolgreich beendet werden.
Bild: BW Herbr.

