News Bergwacht Herbrechtingen
News
Auf und Nieder im ZSA
Im ZSA in Bad Tölz erlebten Thomas und Flo den letzten und wahrscheinlich interessantesten Teil ihrer Ausbildung zum Bergretter. Hier können wetterunabhängig Möglichkeiten der luftgebundenen Rettung von Verunfallten oder in Not geratenen Menschen realistisch geübt werden. Rettungen aus der Wand, Seilbahn oder aus unwegsamen Gelände stand tagsüber auf dem Programm. Hier kamen ein Hubschrauberbergesack und der Rettungssitz "Fast Saver Air" zum Einsatz. Ebenso eingeübt werden mußten Handzeichen und bestimmte Abläufe bei der Luftrettung um den sicheren Ablauf am Hubschrauber zu gewährleisten. Am Ende des Tages bekamen Thomas und Flo das begeehrte Abzeichen überreicht.
Herzlichen Glückwunsch dazu!
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Aktueller Stand der Sanierungsmaßnahmen und Rückblick
Nach drei Jahren Aufschub, es waren vor uns noch andere Rettungsstationen dringender zu renovieren, konnten im Frühjahr die nun nicht mehr aufschiebbaren Sanierungsmaßnahmen unter Federführung des Landesverbandes der DRK Bergwacht Württemberg beginnen. Dieser ist auch der Kostenträger.
Ab März führten wir an vielen Tagen Entkernungsarbeiten im gesamten Kellerbereich durch. Wir entfernten Holzverkleidungen, Unterkonstruktionen, Putz, Wand und Bodenfliesen und Türzargen. Ab Juli kamen dann die Handwerker ins Haus. Der komplette Keller wurde neu aufgeteilt. Die ehemalige Küche ist nun Heizraum, die Wasch/Duschräume der Männer und ein Behindertengerechtes WC sind nun im Jugendraum untergebracht. Die Räume der alten Frauen/Herrentoilette wird der neue Wasch/Duschraum und Toilette der Frauen. Außerdem ist ein kleiner Gang mit Fluchttüre zum hinteren Bereich Richtung Nachbars Garten eingebaut. Die Schiebetür hinter der Kletterwand im Aufenthaltsraum Richtung Waldkindergarten wurde entfernt und zugemauert weil der Bereich dahinter bis in den Kellerbereich abgegraben wurde und auch so bleibt. Grund hierfür ist die Belüftung der Mauer. Ein neuer Terrassenbereich ist auf der Seite des Gasbehälters hinter dem Haus unter dem Aufenthaltsraum geplant, der durch einen Weg und die Fluchttüre im Kellerbereich zu erreichen ist. Im Kellerbereich und Aufenthaltsraum sind neue Fenster eingebaut die der heutigen Wärmedämmung genügen. Die Außenwände werden ebenfalls zur Wärmedämmung mit Platten verkleidet. Das ist der grobe Stand der Umbaumaßnahmen die wegen Feuchtigkeit in den Kellerräumen dringend notwendig war. Die Bautätigkeiten der Handwerker werden im Dezember abgeschlossen sein. Die Außenarbeiten mit der Gartengestaltung werden voraussichtlich erst im Frühjahr beginnen. Im Aufenthaltsraum und im Hausgang sind von unserer Seite danach noch einige Arbeiten zu erledigen.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Ausforstungen in steilem Gelände
Bei herbstlichem Wetter befreiten Aktive und Jugendliche an mehreren Terminen im Auftrag des Landschaftserhaltungsverbandes Heidenheim e.V. zwei Steinbüche bei Oberstotzingen vom Bewuchs. Bei den Arbeiten fällte man kleinere Bäume mit Motorsägen, in den Hang und Felsbereichen war Maschineneinsatz nur unter Seilsicherung möglich. Dort wurden auch Astscheren eingesetzt um Sträucher zu entfernen. Da es im Fels brüchige Stellen gab war eine Gefährdung durch Steinschlag gegeben und es mußte umsichtig gearbeitet werden. Die entfernten Sträucher und Bäume zersägte man am Boden um danach das Schnittgut mit vereinten Kräften der Jugendgruppe und Aktiven an Lagerplätzen abseits der Steinbrüche zu deponieren. Der kleinere, zweite Steinbruch etwas weiter westlich gelegen, befand sich in einer eingezäunten, von Ziegen beweideten Wiese. Hier war der Fels überhängend. Mehrmals mußte das Fahrzeug welches als Fixpunkt der Seile benutzt wurde, versetzt werden. Bei der Ausforstung galt wie immer doppelte Absicherung bei den Arbeiten mit der Motorsäge. Auch diese nicht alltägliche Herausforderung konnte, dank der Erfahrungen der letzten Jahre, erfolgreich abgeschlossen werden.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Theoretische Grundlagen und Kondition geprüft
Den Anfang der dreijährigen Ausbildungs -und Prüfungsreihe zur Einsatzkraft bildet die theoretische Grundlagenprüfung. Diese fand am vergangenen Samstag auf Landesebene in Degenfeld statt. Insgesamt 51 Anwärterinnen und Anwärter aus 14 Ortsebenen stellten sich der Herausforderung. Von unserer Bergwacht nahmen Heike Schmidt, Robert Steiner, Daniel Fritzen und Volker Kloos teil. Gefragt war unter anderem Wissen aus den Bereichen alpine Gefahren, Wetter -und Lawinenkunde, Karte-Kompass, Orientierung im Gelände und Naturschutz. Außerdem mußten die Prüflinge bei einem Konditionstest über 6,6 Km und 360 Höhenmetern ihre Fitness unter Zeitvorgabe beweisen. Am Nachmittag warteten alle mit Spannung auf die Ergebnisse. Insgesamt bestanden 47 Teilnehmer, vier müssen in Teilen wiederholen. Zum erfolgreichen Abschluß bekamen die angehenden Einsatzkräfte von den Vertretern des Landesverbandes ihren Dienstausweis mit Urkunde und eine Wärmejacke überreicht.
Wir gratulieren Heike, Robert, Volker und Daniel recht herzlich! Die erste Hürde wäre geschafft, nun kann es weitergehen.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Güssenburg wieder frei von Bewuchs
An der Güssenburg in Hermaringen waren Bergwachtmitglieder im Auftrag der Gemeinde damit beschäftigt die Mauerreste von Bewuchs zu befreien. Dazu mußten jeweils zwei Seile mit Hilfe einer Baumschleuder über der Mauer installiert werden. Das bedeutet auch doppelte Sicherheit falls ein Seil durch die Säge beschädigt oder abgesägt wird. Im gesamten Mauerbereich wurde diese Vorbereitung mehrmals wiederholt um die auszuforstenden Stellen danach mittels Flaschenzugtechnik zu erreichen. Hier setzte man Astscheren und Akkusägen ein um Sträucher und kleiner Bäume zu entfernen. An der Stirnseite der Mauer, die oberhalb des darunter verlaufenden Weges liegt, leistete man die meisten Sägearbeiten. Am freistehenden Turm befand sich der Bewuchs mehr im oberen Teil. Gegen Spätnachmittags waren die aufwendigen Arbeiten der Bergwacht beendet und die Mauerreste wieder frei anzusehen.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Notfallmedizin, Technik, UTV im Gelände und Besuch bei der Höhenrettung Ulm
Am Samstag fand die abgespeckte Version der vorgesehenen 24 Stunden Übung statt. Insgesamt beteiligten sich 12 Einsatzkräfte und vier Jugendliche an der, wegen Sanierungsmaßnahmen in der Rettungsstation, nur eintägigen Übung. Bei drei Einsatzszenarien mit geschminkten Mimen im steileren Waldgelände und auf der Motocrossstrecke in Gerstetten, übte man die sanitätsdienstliche Versorgung, Aufbau der Satikseile, der anschließende Abtransport mit Gebirgs -und Rettungstrage sowie das Fahren im Gelände mit dem UTV (siehe Bilder) realistisch. Außerdem folgten auf der Hohen Wart noch verschiedene Fallbespiele mit aufgefundenen, verunfallten Personen. Hier war der Erstbefund und daraus resultierende Maßnahmen zur Stabilisierung der Patienten gefordert. Das Anlegen einer sogenannten "Beckenschlinge" zur Fixierung einer Beckenfraktur war ebenso Bestandteil im Vormittagsprogramm. Aus der Theorie und Praxis konnten tagsüber wieder einige Verbesserungen für künftige Einsätze gewonnen werden. Zwischen den praktischen Einheiten besuchte man die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Ulm. Nach einem informativen Vortrag wurde das doch unterschiedliche Material der Höhenretter im Gegensatz zur Bergwacht vorgestellt aber auch die vielfälltige technische Ausrüstung der Feuerwehrfahrzeuge. Danach ging es, bedingt durch zwei reale Unfälle dort in diesem Jahr, zu Übungseinsätzen auf der Gerstetter Crossstrecke und weiter zur "letzten Station des Tages" in die Wirtschaft.
Das gemeinsame Essen im „Schwarzen Beck“ in Dettingen beendete gegen 18 Uhr den langen Übungstag. Die allerletzten Arbeiten bestanden zum Schluß noch im Aufräumen und Auffüllen des Materials in den Fahrzeugen zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.
Ein herzliches Dankeschön an unseren bewährten Organisator Rudi, den Darstellern der Verletzten und unserer Schminkerin Michi, die uns Nachmittags zusammen mit Klaus lecker Gebäck und Kaffee zum Einsatzort brachte!
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Von Kaisers zur Fallesinspitze im Lechtal
Um 5.45 Uhr trafen sich acht Frühaufsteher, darunter auch ein Jugendgruppenmitglied, zur Abfahrt ins Lechtal nach Kaisers, dem Ausgangspunkt zur 2769m hohen Fallesinspitze. Es war gutes Herbstwetter angesagt und so ging es bei frischen, morgentlichen Temperaturen vom Parkplatz bei Kaisers durch das Almajurtal bis zur Bodenalpe auf 1554m. Von dort zweigt der Steig Richtung Vallesinspitze ab. Ab hier ist für die restlichen 1200 Höhenmeter über zum Teil wegloses Gras- und Wiesengelände, im letzten Abschnitt auch Fels und Schotter, Trittsicherheit und Orientierung gefordert. Auf den letzten Metern traf die Gruppe auf etwas Neuschnee. Nach ca. 1500 Höhenmetern Aufstieg war der Gipfel der Fallesinspitze erreicht. Von hier hatte man einen guten Rundumblick auf die umliegenden Berge. Zum Abstieg nutzte die Gruppe den gleichen Steig zurück ins Tal. Nach ca. 8,5 Std. Gehzeit kehrte man zum gemütlichen Abschluß des Tages noch im Landgasthof "Kaiserkrone" in Elmen ein. Der Dank aller ging an Martin für die gute Tourenauswahl und auch durch das herbstlich, schöne Wetter war es ein rundum gelungener Tag in den Bergen.
Bilder: Bergwacht Herbr.
Bergwachtfrauen auf Tour
Bei bewölktem Herbstwetter machten sich letzten Freitagnachmittag fünf Frauen der Bergwacht Herbrechtingen auf den Weg ins Allgäu um das Wochenende auf der Buhl`s Alpe im Ostertal bei Gunzesried zu verbringen. Die Hütte auf 1.004 Meter Höhe bietet den perfekten Ausgangspunkt für gemütliche oder anspruchsvollere Wandertouren. Das Hüttenwirtspaar sorgt zudem für das leibliche Wohl, welches keine Wünsche offen lässt. Als Tourenziel am Samstag wurde bei kühlem aber trockenen Wetterbedingungen die Weltcup-Hütte Ofterschwang gewählt. Nach teils vom Vortag nassen Steigen durch den Wald erreichte die Gruppe auf gut ausgebauten Wegen die Hütte und verbrachte dort eine ausgiebige Rast. Den Abstieg zum Quartier ließ man danach ruhig angehen, man hatte ja den ganzen Mittag Zeit und die Wetterverhältnisse mahnten auch nicht zur Eile. Bei gutem Essen in geselliger Runde abends im Quartier dauerte die Zeit bis zur „Hüttenruhe“ dann doch etwas länger.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntagmorgen mußte leider schon wieder an die Heimfahrt gedacht werden. Die entgegen dem sonstigen Programm der Vorjahre verkürzte Ausfahrt, die von Annette Fetzer immer sehr gut organisiert wird, traf aber wieder den Nerv der Frauen so das es nächstes Jahr wieder heißen soll: Quartier Buhl`s Alpe, hoffentlich top Wetter und schöne Touren im Ostertal.
Bilder: Bergwacht Herbr.
DRK Bergwacht Württemberg - Bergrettungsprüfung Sommer am Reußenstein
Die Bergwacht Württemberg ist Teil des Deutschen Roten Kreuzes und zuständig für die Rettung aus unwegsamem Gelände sowie den Natur- und Umweltschutz. Die Einsatzkräfte arbeiten ehrenamtlich, professionell ausgebildet und rund um die Uhr. (RW)
Text und Bild: DRK Bergwacht Württemberg/Raimund Wimmer
Einsatz in Höhle - Person in psychischem Ausnahmezustand gerettet
Die Polizei forderte die Bergwachten zur Rettung einer Person aus einer Höhle in unwegsamen Gelände bei Giengen an. Die Frau befand sich in einem kritischen, psychischen Ausnahmezustand und benötigte dringend Hilfe. In der Gebirgstrage zog man die Patientin mit dem Flaschenzug von der Höhle über einen steileren Hang auf die Ebene. Danach montierte man das Rad und fuhr ca. 500m über Wiesengelände zum Rettungswagen. Polizei und Rettungsdienst unterstützten die Maßnahmen der Bergwacht.
Bild: Bergwacht Herbrechtingen
| Einsatzort: | Giengen Schießberg |
| Einsatzart: | Rettungseinsatz Gebirgstrage |
| Bergwacht-Ortsebene: | HDH/Herbr. |
| Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: | 7 |
| Einsatzdauer in Stunden: | 1 |
| Während der Arbeitszeit: | ja |
Im Einsatz für Umwelt und Natur
Am Freitag sammelten Jugendliche und Erwachsene des DAV und der Bergwacht Müll auf den Wegen des Eselsburger Tales. Insgesamt kam ein großer blauer Müllsack in zweieinhalb Stunden zusammen. Man hatte in den vergangenen Jahren schon viel mehr gesammelt, erfreulich deshalb die geringe Menge an Unrat. Doch es werden ja auch von anderen Menschen die Wege von Müll befreit, vielleicht auch deshalb. Zum Abschluß traf man sich am Kneipbecken beim Parkplatz an der Brenz um den Abend ausklingen zu lassen.
Bild: Bergwacht Herbrechtingen
Sanierungsmaßnahmen hinterlassen Spuren
Die im August begonnenen Sanierungsmaßnahmen an unserer Rettungsstation sind nun deutlich zu sehen. Im Außenbereich führte man Baggerarbeiten durch um die Wände im Untergeschoß freizulegen und jetzt neu zu isolieren. Im Innenbereich konnten schon neue Mauern eingezogen und Leitungen installiert werden. Grund der Sanierung ist die Feuchtigkeit im Untergeschoß die keinen Aufschub mehr zuließ um noch höhere Kosten zu vermeiden. Ende der Bautätigkeiten soll Ende des Jahres sein.
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Ausbildungsmarathon zum Bergretter: Intensives Training in Notfallmedizin
In der DRK Landesschule Pfalzgrafenweiler bildete die Bergwacht Württemberg 18 zukünftige Bergretter in einem achttägigen Lehrgang "Notfallmedizin" aus. Für unsere Kameraden Florian Schöffler und Thomas Aumüller war das nach schon bestandenem Sanitätslehrgang, Zulassungsprüfung und Theorieprüfung zur Bergrettung Sommer, anschließendem Funklehrgang und notfallmedizinischem Wochenende der umfangreichste Teil der Prüfungsreihe. Danach folgt abschließend die Hubschrauberausbildung im ZSA (Zentrum für Sicherheit und Ausbildung) in Bad Tölz und der zweitägige, praktische Teil der Bergrettungsprüfung Sommer.
Doch in dieser Woche stand die erweiterte, notfallmedizinische Ausbildung der zukünftigen Einsatzkräfte auf dem Stundenplan. Vom internistischen Notfall über das Erkennen von Verletzungen beim sogenannten Bodycheck, Notruf und Einleitung von Sofortmaßnahmen wie z. B. einer Herz-Lungen Wiederbelebung, dem Anlegen von Verbänden und Schienen oder Einsatzleiterqualitäten bei den praktischen Übungen im Gelände, all das wurde von den Teilnehmern in den Ausbildungseinheiten gefordert. Am Samstagnachmittag stieg die Anspannung der Teilnehmer nochmals an. Prüfung bestanden hieß es am Ende für Flo und Thomas. Unser stellv. Bergwachtleiter Rudi gratulierte ihnen als erster zum Erfolg da er die ganze Woche im Ausbilderteam tätig war.
Herzlichen Glückwunsch von allen Kameradinnen und Kameraden zum erfolgreichen Abschluß!
Bilder: Bergwacht Herbrechtingen
Salomon Pitz Alpine Glacier Trail: Anspruchsvolle Strecke in hochalpinem Gelände
Der Salomon Ultratrail im Pitztal gilt als einer der härtesten in den Alpen, so der 23-jährige Sandro Nicoletti (Bergwacht Herbrechtingen). Er und ca. 60 weitere Trailrunningspezialisten starteten auf der 105km Strecke mit 6100 Höhenmetern im anspruchsvollen, hochalpinen Gelände um den Ort Mandarfen am Ende des Tales.
Im Schein der Stirnlampen ging es am Freitagnacht um 23 Uhr auf den ersten Streckenabschnitt. Dieser führte auf 7,5km und 1400 Höhenmeter steil bergauf über den Mittagskogel zur Bergstation des Pizexpress im Skigebiet. Hier lag Sandro mit 1:44:35 Std. an siebter Stelle. Auf dem Rückweg nach Mandarfen (1675m) überquerten die Läufer den Gletscher. Im Tal angekommen folgten immer wieder längere Auf -und Abstiege zu verschiedenen Hütten, wie z. B. zum Taschachhaus (2434m) über den Fuldaer Höhenweg oder zur Kaunergrathütte (2817m). Das schlechte Wetter forderte konzentriertes Laufen, denn die Strecke war nass, matschig und dadurch auch sehr rutschig, was es für die Läufer äußerst schwer machte und viel Zeit kostete. Einige Trails mussten vom Veranstalter auch kurzfristig geändert werden. Die Zwischenzeiten und Platzierungen waren über die GPS Daten der Läufer im Internet abzurufen. Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel waren plötzlich aktuelle Zeiten und sein Name auf den Anzeigen gecancelt. War etwa beim Abstieg vom Riffelsee etwas passiert? Nach 10 Minuten der Ungewissheit klärte sich alles auf. Die Technik hatte versagt und übermittelte kurzzeitig kein GPS Signal. Er kam Samstagabend nach 19:29:39 Std. ins Ziel und belegte damit unter den Top 10 den sensationellen neunten Platz insgesamt und Platz sieben in seiner Altersgruppe. Insgesamt finishten nur 18 Teilnehmer. Sein Vater Andreas, welcher ihn vor Ort unterstützte, gratulierte ihm als erster. Das Wetter hatte sich die ganze Zeit nicht gebessert, darum ist die Platzierung unter diesen Bedingungen als sehr gut zu bewerten.
Herzlichen Glückwunsch von uns Bergwachtlern zu dieser Top Platzierung, Sandro!
Bilder: Andreas Nicoletti
Mit Bike und Cabrio auf Tour
Bei bewölktem aber warmen Wetter trafen sich am Sonntagmorgen neun Bergwachtmitglieder mit Bike und Cabrio in Nattheim, dem Ausgangspunkt der ca. 125 km langen Tour Richtung Dinkelsbühl. Die Route führte über Härtsfeld und Ries ins fränkische, das sich durch eine große Seendichte auszeichnet. Über kleine, gut zu fahrende und landschaftlich schöne Sträßchen erreichte die Gruppe gegen 12 Uhr das Gasthaus Dollinger in Segringen bei Dinkelsbühl. Bei sehr gutem Essen und ebenso guter Stimmung verbrachte man dort in gemütlicher Runde die Mittagszeit. Nachmittags waren rund 80 km auf kleinen, verkehrsarmen Straßen zurückzulegen was bei 30 Grad Wärme, trotz kurzer Strecke, zwischendurch eine Pause im Schatten erforderte. Am Elchinger Flugplatzrestaurant angekommen waren dann kühle Getränke und Eiscafe die erste Wahl. Über Neresheim, Auernheim und Fleinheim führte die letzte Etappe zurück nach Nattheim. Dort endete der sonnige, genußreiche Bike und Cabrioausflug mit landschaftlich schöner, abwechslungsreicher Streckenführung, zufriedenen Teilnehmern und einem sichtlich entspannten Tourgide.
Bilder: BW Herbr.
Bergwacht Württemberg: Notfallmedizin in Theorie und Praxis gefordert
Auf der Hütte der Bergwacht Pfullingen, fand für 21 zukünftige Rettungskräfte der Bergwacht Württemberg der notfallmedizinische Teil zur Einsatzkraft statt. Hatten die Herbrechtinger Florian Schöffler und Thomas Aumüller am vergangenen Wochenende am Fels ihre Fähigkeiten über verschiedenste Rettungstechniken beweisen müssen wurde nun das medizinische Wissen geprüft. Insgesamt 50 Fragen zu Notfallmedizin, Sofortmaßnahmen und Datenschutz mußten in ca. anderthalb Stunden beantwortet werden.
Anschließend waren praktische Einheiten, wie der Umgang mit Vakuumschienen, stabile Seitenlage, Herz-Lungen Wiederbelebung und das Verbinden von extremen Blutungen mit Druckverband und Tourniquet (Stausystem zur Blutstillung an Extremitäten) gefragt. Gegen 16:30 Uhr ließ die Anspannung aller Teilnehmer nach, die Ergebnisse wurden bekanntgegeben. Unsere Prüflinge Flo und Thomas haben wiederholt gute Leistungen gezeigt und bestanden. Damit ist ein weiterer Teil zur „Einsatzkraft Bergrettung Sommer“ geschafft. Sanitätsreferent und Landesausbilder der Herbrechtingen Bergwacht, Rudi Fritsche, gratulierte den sichtlich erleichterten Prüflingen als erster.
Bild: BW Herbr. (v.l. Thomas Aumüller, Florian Schöffler, Sanitätsreferent Rudi Fritsche)
Übung in Charlottenhöhle: Herausforderung mit Kälte, Enge und Kommunikation
Bei einer Rettungsübung in Zusammenarbeit mit dem DRK Hürben in der vielbesuchten Charlottenhöhle konnten Alarmierungswege, Kommunikation in und aus der Höhle und der Verletztentransport überprüft werden. Außerdem galt es bei Versorgung und Transport der Verunglückten über zum Teil längere Strecken, auch die permanente Temperatur von 9 Grad zu beachten.
Insgesamt ca. 20 Einsatzkräfte, davon 14 der Bergwacht, übten den Ernstfall in der Charlottenhöhle. Der Höhlen-und Heimatverein Giengen- Hürben ist hier an offizielle Vorgaben zur Durchführung von Rettungsübungen gebunden. Das es immer wieder Vorfälle mit z. B. Bewußtlosigkeit und Kopfverletzungen bei Führungen gibt, bestätigte eine Sprecherin. Für das Übungszenario wurden zwei verletzte Personen in der Höhle angenommen welche nach erster Sichtung der Helfer vor Ort Gruppe des DRK Hürben auch nicht mehr gehfähig waren. Die nachrückende Mannschaft der Bergwacht und DRK Einsatzkräfte aus Hürben waren daraufhin mit einem Notarzt in kleinen Gruppen mit Rettungsmaterial zum Höhleneingang und weiter zu den Verletzten unterwegs. Eine bewustlose Person mit Schädel-Hirn Trauma erreichten die Retter im vorderen und eine weitere, mit Unterschenkelfraktur, im hinteren Teil der Höhle. Die Kommunikation erfolgte über das Höhlentelefon und über Personen welche als „Melder“ zu Fuß unterwegs waren. Mit Funkgeräten und Handy war in dieser Umgebung keine Verständigung möglich. Der bewustlose Verletzte im vorderen Teil hatte oberste Priorität bei Versorgung und Abtransport mit der Gebirgstrage durch die schmalen Höhlengänge und dem anschließenden steileren Fußweg zum Parkplatz. Dort fand die Übergabe an den Rettungsdienst statt. Der zweite Patient war ca. 300m vom Eingang entfernt in einer kleineren Seitenhöhle gelegen und die Verletzungen mußten dort behandelt werden. Hier ist die einrädrige Gebirgstrage für den Transport über längere Strecken die erste Wahl. Nur an der engsten Stelle auf dem Weg zum Eingang mußte die Person kurz mit dem Bergesack getragen werden, weil hier ein Durchkommen mit dem fahrbaren Untersatz nicht möglich war.
Das die Rettung aus der Höhle herausfordern ist und mehr Zeit in Anspruch nimmt wurde hier jedem Beteiligten deutlich vor Augen geführt und ist den Gegebenheiten geschuldet. In der Abschlußbesprechung am Höhlenhaus dankte die Vereinsmittglieder den Rettungskräften von DRK und Bergwacht für ihren Einsatz. Die Übung sollte jährlich stattfinden, um Abläufe zu optimieren und sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertrauter zu machen, so die einhellige Meinung der Einsatzkräfte und auch des Höhlenvereins.
Bilder: Bergwacht Herbr.
Motocrossfahrer stürzt beim Training
Auf der am Hang angelegten Motocrossstrecke in Gerstetten stürzte ein 47-jähriger Fahrer mit seiner Maschine während der Trainingszeiten gegen 18 Uhr im oberen Teil der Strecke. Er verletzte sich unter anderem am Arm und war nicht mehr gehfähig. Beim Eintreffen der Bergwachten war bereits Rettungsdienstpersonal beim Verunglückten. Der Heidenheimer Bergwachtarzt unterstützte mit einem Notfallsanitäter die weitere medizinische Versorgung des Patienten. Mit zwei Einsatzfahr-zeugen fuhr man den oberen Streckenabschnitt neben dem Unfallort, über unbefestige Wegabschnitte und eine Wiese, an. Die Einsatzkräfte lagerten den Verletzten auf die Vakuummatraze um ihn danach über einen kurzen Geländeabschnitt mit der Gebirgstrage zum Fahrzeug zu transportieren. Bei der Rückfahrt übernahm der Bergwachtarzt die Betreuung des Patienten bis zur Umlagerung in den Rettungswagen.
Bild: BW Heidenheim
| Einsatzort: | Gerstetten Motocrossstrecke |
| Einsatzart: | Unterstützung med. Versorgung / Abtransport |
| Bergwacht-Ortsebene: | Heidenheim / Herbrechtingen |
| Anzahl Bergwacht-Einsatzkräfte: | 10 |
| Einsatzdauer in Stunden: | 1 |
| Während der Arbeitszeit: | nein |
| Beteiligte Organisationen: | DRK |
| Fotos: |
Einsatzbereitschaft bei Eselsburger-Tal-Lauf wenig gefordert
Am Sonntag stand für 19 Einsatzkräfte die sanitätsdienstliche Betreuung des mit rund 900 Läufern stattfindenden Eselsburger-Tal-Laufes auf dem Programm. Mit insgesamt drei Bergwachtfahrzeugen, fünf Fahrradstreifen mit EH-Material und Funk, einer Notärztin und Fachpersonal im Stadion, deckte man die Laufstrecken über 5, 10 und 21 km dank jahrelanger Erfahrung bei der Veranstaltung, für einen medizinischen Notfall bewährt gut ab. Der Wetterbericht versprach nach tagelangen Temperaturen über 30 Grad am Sonntagmorgen doch fast perfekte Bedingungen. Bewölkter Himmel und angenehme "Kühle" herrschten beim Start. Bis zum Ende der Veranstaltung waren keine nennenswerten Vorfälle für die Einsatzkräfte auf der Strecke und im Stadion zu verzeichnen.
Bilder: Bergwacht Herbr.
Zukünftige Einsatzkräfte im Prüfungsstress
Nicht nur die hohen Anforderungen sondern auch die warmen Temperaturen brachten unsere angehenden Einsatzkräfte Florian Schöffler und Thomas Aumüller auf der Alb zum Schwitzen. Sven und Andi, unsere technischen Leiter Sommer, investierten mit Flo und Thomas viel Freizeit und bereiteten sie in praktischen Ausbildungseinheiten in den letzten Monaten auf die Zulassung zur Bergrettungsprüfung Sommer vor. Wie sich letztes Wochenende am Reußenstein bei Schopfloch herausstellte hat sich diese lange, intensive Zeit des Übens bezahlt gemacht. Sie erfüllten beide die Anforderungen des Landesverbandes in Kletter, -Sicherungs, -Seiltechnik, Standplatzbau, die plan-und behelfmäßigen Rettungsmethoden und sind jetzt zur Bergrettungsprüfung Sommer zugelassen. Glückwunsch dazu und nun heißt es noch alle Daumen drücken für die am kommenden Wochenende stattfindende Sanitätsprüfung.
Bilder: Thomas Aumüller, Florian Schöffler, Bergwacht Herbr.

