Gardena: Da wo die Gartenschere wohnt
Die Betriebsbesichtigung bei Gardena im Werk Niederstotzingen, welche von unserem Mitglied und ehemaligen Mitarbeiter der Firma, Jürgen Fetzer organisiert wurde, gab uns einen Einblick in die Fertigungstiefe des Gartengeräteherstellers. Weitere Werke haben ihren Sitz in der Tschechei und sogar in Australien, der Hauptsitz aber befindet sich in Ulm. Am Standort Niederstotzingen werden vor allem Metallkomponenten, wie verschiedenste Scherenmesser, aus Edelstahlplatten und Kohlenstoffstahl gelasert, geschliffen und lackiert. Diese Arbeitsgänge sind alle automatisiert. Der anfallende Schleifstaub zum Beispiel wird recycelt. Nach dem Schleifvorgang wird dem abgeschliffenen Material das Kühlmittel entzogen, die feinsten Rückstände des Metalls in Form gepresst, in Behältern gesammelt und danach zur Wiederverwertung geführt. Auch die Härtung der Metallkomponenten erfolgt in einem besonderen Verfahren, da durch die Erhitzung eine Veränderung des Stahlgefüges stattfindet aber die dabei entstehenden, sogenannten Anlaßfarben, nicht gewünscht sind. Die abschließende Montage von verschiedensten Gartengeräten erfolgt zum Teil automatisiert aber auch händisch. Im Werkseigenen Shop sorgte man danach noch für ein Umsatzplus. Den krönenden Abschluß, im warsten Sinne des Wortes, fand der Nachmittag im Königshof in Herbrechtingen.
Bilder: BW Herbrechtingen

